Blog

Der Phasendrescher: Kampf um die goldene Ananas

Wer kann sich im Kampf um die goldene Ananas noch mal aufraffen? (©Laven)

25.02.2019 - Die Rückrunde geht langsam in die entscheidende Phase und für die Kreisligaherren der SG Eintracht Regenbach/Wurmtal steht bereits fest: Der Abstieg ist abgewendet worden. Gute Nachrichten auf der einen Seite, auf der anderen Seite fehlt nun vor der zweiten Rückrundenhälfte allerdings eine entscheidende Sache: die Motivation im Kampf um die goldene Ananas, wie uns ‚Phasendrescher‘ Philipp Hell in seinem Blog erzählt.

Lernen Sie die 'Regenwürmer' der SG Eintracht Regenbach/Wurmtal kennen: Hier geht's zur Mannschaftsbeschreibung!

Breaking News in der WhatsApp-Gruppe der Regenwürmer: der SB/DJK hat nun doch zurückgezogen! Damit gibt es nur noch einen Absteiger und da das Schlusslicht und Aufsteiger „Die Sportfreunde“ weiterhin punktlos ist (die als Ergänzungsspielerinnen aufgestellten Landesliga-Damen hatten dann doch keine Lust, in der Herren-Kreisliga auszuhelfen), ist der letzte Platz bereits vergeben. Zudem hat das Relegationsspiel des Vorletzten gegen den Zweiten der nächst tieferen Liga zuletzt stattgefunden, als Helmut Kohl noch Bundeskanzler war. Die knallhart analysierte Schlussfolgerung von Jungspund Malte: Jungs, wir sind so gut wie gerettet! Und nächstes Jahr steigen wir auf! Der Nachwuchsmann wittert also schon wieder Morgenluft.

Zunächst gilt es aber noch, den verbliebenen Großteil der Rückrunde fertig zu spielen und realistischerweise muss man sagen: Jetzt geht es nur noch um die goldene Ananas. Und zwar allerhöchstens. Dies birgt für Mannschaftsführer Eberhard natürlich eine große Gefahr: Wie soll er jetzt regelmäßig eine starke Mannschaft aufstellen, wenn er den drohenden Abstieg nicht mehr als Totschlagargument zur Zwangsrekrutierung verwenden kann? 

Die Reihen lichten sich…

Spitzenspieler Basti hat sofort einen längeren Tischtennis-Urlaub angedeutet, er hat zurzeit einfach den Kopf nicht frei für solche Nebensächlichkeiten. Primär muss er sich um sein wankendes Startup kümmern, welches, wie seine Mitspieler erst kürzlich erfahren haben, eine Tischtennis-App entwickelt, mit deren Hilfe man - ja, was genau man damit machen kann, war dann eben leider allen unklar und das dürfte auch ein Teil von Bastis Problem sein.

Big Papa Klaus-Dieter wiederum muss immer noch seine Ehekrise meistern und hat daher auch selten Zeit für Kreisligaspiele, die noch unwichtiger sind als sonst. Denn plötzlich verbringt er „Quality-Time“-Abende mit seiner Gaby, statt stundenlang in miefigen Sporthallen und anschließend in noch miefigeren Vereinsgaststätten (mit allerdings attraktivem Stöckelwild als Servicepersonal) zu verbringen. Es scheint wirklich dramatisch um seine Ehe zu stehen.

Noch härter hat es nur Malte getroffen: Er hat Hausarrest. Mehr Informationen konnten Eberhard auch beim besten Willen nicht aus dem 18-Jährigen herausbekommen. Vielleicht ist das auch besser so, für alle Beteiligten. Klar ist aber: Auch auf Malte wird Eberhard bei den nächsten Spielen kaum zählen dürfen.

Kleiner Erpressungsversuch wirkt

So kommt es, dass nach zwei wirklich desaströs verlorenen Spielen in vogelwilder Aufstellung (teilweise kannte Eberhard die Ersatzspieler gar nicht, die er da einsetzen musste) der Mannschaftsführer einen dringenden Appell an seine Jungs richtet, die Saison doch gefälligst seriös zu Ende zu spielen, dies gebiete schon die sportliche Fairness den anderen Mannschaften in der Liga gegenüber. – Betretenes Schweigen in der WhatsApp-Gruppe. – Außerdem drohe er sonst mit der Niederlegung seines Amtes, dann könne man sich ab sofort einen anderen Blöden für diesen Quatsch suchen. – Diese ultimative Drohung wirkt natürlich umgehend: Alle Mann sagen Eberhard ab jetzt ihren vollen Einsatz zu.

Als man jedoch zum nächsten Heimspiel tatsächlich vollzählig antreten will, erscheint statt des Gegners äußerst kurzfristig nur eine SMS mit der etwas wirren Auskunft: „Mannschaft. Grippe. Absage. Sorry!!!“

Rüdiger ist erbost

Routinier Rüdiger wiederum hat eine Woche später einen wirklichen Hals: Nicht nur, dass ihm niemand vom Rückzug des SB/DJK aus der Liga berichtet hat (Mitglied der ominösen WhatsApp-Gruppe ist der sonst so rüstige Senior aus offensichtlichen Gründen nicht), nein, man hat ihn dorthin sogar zum vermeintlichen Auswärtsspiel fahren lassen. 50 Kilometer für die Katz machen ihn fuchsteufelswild und da helfen auch keine zärtlichen Hinweise a la „Hättest du eben mal nachgefragt“ oder freundliche Andeutungen wie „Das sind die Vorteile von Mitfahrgelegenheiten“. Rüdiger fährt seit 35 Jahren alleine zu jedem Auswärtsspiel, da er sonst klaustrophobisch wird, das ist doch eigentlich bekannt!

Allein Hotte ist ganz bei sich und damit ganz entspannt beim sogenannten „Kampf“ um die goldene Ananas. Die Abwesenheit von Leistungsdruck wirkt sich nämlich positiv auf sein Ball- und damit auch auf sein Spielgefühl aus. Gut, vermutlich tun auch die kürzlich auf dem Schwarzmarkt erworbenen „Globuli“ ihr Übriges – alles Bio, alles Natur! Aber wie dem auch sei, Hotte ist in der Rückrunde jedenfalls eine Bank, da geht bestimmt noch so einiges. Auf welchem Tabellenplatz stehen wir noch gleich?

Zur ersten Phase "Saisonvorbereitung"
Zur zweiten Phase "Saisonauftakt"
Zur dritten Phase "Pokalspiel"
Zur vierten Phase "Spitzenreiter"
Zur fünften Phase "Erste Krise"
Zur sechsten Phase "Weihnachtspause"
Zur siebten Phase "Rückrundenstart"

(Philipp Hell)

Ähnliche Artikel

Kommentar schreiben

* Pflichtfeld

Sicherheitsabfrage Bitte geben Sie die untenstehende Zeichenfolge im Feld darunter ein.

Copyright © 2019 myTischtennis GmbH. Alle Rechte vorbehalten.