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Fabians Blog: 2G-Plus? Besser als gar kein Training

Desinfektionsspender findet man seit knapp zwei Jahren im Eingangsbereich jeder Sporthalle. (©FKT)

10.01.2022 - Die Mannschaftsaufstellungen sind veröffentlicht, dem Rückrundenstart steht somit eigentlich nichts mehr im Wege. Wäre da nicht die Corona-Pandemie, die in vielen Landesverbänden für eine erneute Unterbrechung gesorgt hat. So auch im Westdeutschen Tischtennis-Verband, in dem myTischtennis-Redakteur Fabian Kleintges-Topoll beheimatet ist. In seinem Blog geht der 26-Jährige auf die jüngsten WTTV-Beschlüsse und sein erstes Training unter 2G-Plus-Bedingungen ein.

Als Ende November mit dem Sächsischen, Bayerischen und Thüringer TTV die ersten Landesverbände ihren Spielbetrieb unterbrochen haben, war die 2G-Regel längst in aller Munde. Lieber gar nicht spielen als 2G-Plus? Das wollten wir kurz darauf in unserer Amateur-Umfrage von Ihnen wissen. Man durfte gespannt sein, wie hoch die Bereitschaft sein sollte, sich als Geimpfter oder Genesener zusätzlich (kostenlos) testen zu lassen, um in den Wintermonaten den geliebten Tischtennissport weiter auszuüben. Das Ergebnis der Abstimmung von knapp 1.500 myTT-Usern: nahezu fifty-fifty, mit leichter Mehrheit für die Antwortmöglichkeit "Nein, das wäre es mir nicht wert."

2G-Plus-Regel ist das geringste Übel

Seit dem 28. Dezember gilt in Nordrhein-Westfalen bei der Sportausübung in Innenräumen überall die 2G-Plus-Regel. Die aktualisierte Coronaschutzverordnung des Landes sieht vor, dass auch ,Geboosterte‘ - genau wie Zweifachgeimpfte - einen negativen Antigen-Schnelltest benötigen, um die Halle betreten zu dürfen. In Niedersachsen beispielsweise entfällt dieser im Falle einer Auffrischungsimpfung. Auch in meinem Verein entstanden in den WhatsApp-Gruppen nach Bekanntwerden der neuen Beschlüsse sofort Diskussionen. Die einen waren froh, überhaupt weiterspielen zu können, die anderen halten es für viel zu aufwändig, vor jedem Training einen höchstens 24 Stunden alten Test vorzuweisen.

Ich nehme den Aufwand gerne in Kauf, zumal so noch mehr Sicherheit vor einer Infektion gegeben ist und die Ansteckungsgefahr in einem vollbesetzten Café oder einer gut besuchten Skihütte mit wenig Abstand zwischen den Tischen und ohne Maske am Platz vermutlich deutlich größer ist als in der Sporthalle. Sieben Monate ohne Tischtennis, wie es vor einem Jahr der Fall war, möchte ich nicht mehr erleben. Am vergangenen Dienstag ging es deshalb für mich in Düsseldorf zum ersten Training unter 2G-Plus-Bedingungen. Und unsere Umfrage scheint sich bestätigt zu haben. 'Nur' acht Leute waren da, sonst sind es meist doppelt so viele. Positiv war für mich, dass der Hausmeister am Eingang sowohl das Impfzertifikat gescannt als auch das Testergebnis intensiv geprüft hat. Denn nur so macht die Regel auch Sinn.

Freiwillig weiterspielen? Ein schwieriges Unterfangen

Auf der Bank unterhielt ich mich in den Spielpausen natürlich auch über die jüngst veröffentlichte Beschlussfassung des WTTV. Schon nach dem letzten Hinrundenspieltag sagte der gegnerische Mannschaftsführer bei der Verabschiedung: „Wer weiß, ob es überhaupt ein Rückspiel geben wird.“ Nun ist die laufende Spielzeit zunächst bis zum 31. Januar ausgesetzt. Der Druck wurde durch die steigenden Omikron-Zahlen sicher zu hoch. Die Ausnahme, ein Punktspiel unter der Beachtung der behördlichen Vorschriften doch auszutragen, sofern beide Mannschaften zustimmen, wird in unserem Verein nach Empfehlung des Abteilungsleiters nicht wahrgenommen.

Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, dass wir mögliche Anfragen – die ersten flatterten bereits ein – nicht annehmen werden, sobald ein Akteur aus dem Team nicht spielen möchte. Das gilt auch für vereinsinterne Duelle. Glücklicherweise konnten wir die Hinrunde komplett abschließen. Bleibt zu hoffen, dass die Meisterschaft im Februar normal fortgesetzt wird und die drei Januar-Partien schnell nachverlegt werden können. Trotz aller Skepsis habe ich ein gutes Gefühl, dass es noch mal weitergeht. Meinetwegen auch über den April hinaus. Die 2G-Plus-Regelung stellt für mich sowohl im Punktspielbetrieb, bei nach wie vor erlaubten WTTV-Cups als auch im Training kein großes Hindernis dar.

,Geboosterte' von Testpflicht befreien? Eine große Erleichterung

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst machte sich am Wochenende dafür stark, dass ,Geboosterte‘ künftig auch im Sport mit Getesteten gleichgesetzt werden sollen. Die Testpflicht für Dreifachgeimpfte würde damit sogar entfallen. Eine Ausnahme, die definitiv vieles erleichtert. In anderen Ländern war dies wie beschrieben bereits schon länger der Fall. In Nordrhein-Westfalen sie man mit Blick auf Omikron zunächst vorsichtiger gewesen. Die endgültige Entscheidung bleibt abzuwarten...

Lesen Sie auch: Start in die Rückrunde bisher nur in wenigen Verbänden

Was halten Sie von der 2G-Plus-Regelung im Tischtennis? Berichten Sie darüber gerne in der Kommentarleiste!

(FKT)

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