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Start in Rückrunde bisher nur in wenigen Verbänden

Im Rheinland startete am Wochenende bereits die Rückrunde (©myTT)

10.01.2022 - Anfang Januar ist normalerweise die Zeit, in der man die guten Neujahrsvorsätze auch am Tischtennistisch umsetzen kann und mit seiner Mannschaft in die Rückrunde startet. Aktuell ruht der Ball allerdings in den meisten Landesverbänden - zum Teil bereits seit Ende November. Andernorts wurden in den vergangenen Tagen die ersten Spiele der Rückrunde bestritten. Die myTischtennis.de-Redaktion hat sich einen Überblick verschafft.

In vielen Ligen flog der Plastikball am vergangenen Wochenende schon wieder mit Karacho über die Tische. So zum Beispiel in den meisten Bundesspielklassen, in denen die Rückrunde - mit Ausnahme der Oberliga Mitte der Damen, deren Saison auf eine Einfachrunde verkürzt wurde - nach jetzigem Stand noch wie geplant durchgeführt wird. Unterhalb der Oberliga ruht der Ball hingegen in weiten Teilen Deutschlands. In Bayern, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen ist der Mannschaftsspielbetrieb zum Beispiel bereits seit Ende November unterbrochen. Der BTTV und TTVMV beschlossen schon im vergangenen Jahr, dass die Pause mindestens bis zum 28. Februar andauern und wie auch im TTTV höchstens eine Einfachrunde in die Wertung eingehen wird. Sachsen hat eine zeitnahe Entscheidung zur Fortsetzung der Saison angekündigt - doch auch hier wird aktuell mit einer Einfachrunde geplant.

In anderen Landesverbänden wird zur Zeit ebenfalls pausiert, hier besteht zum Teil allerdings noch die Hoffnung darauf, dass auch die Rückrunde gespielt werden kann. Als weit verbreiteter Stichtag gilt der 31. Januar - bis zu diesem Termin wird zum Beispiel im PTTV, TTVN, TTVSA oder FTTB zunächst einmal nicht gespielt. Ob die Saison danach weitergeführt werden kann oder die Pause andauert, werden die Verbände wohl spätestens kurz vorher entscheiden. Bis dahin wird es im WTTV und HTTV den Mannschaften offen gelassen, ihre Spiele trotz offizieller Unterbrechung auszutragen. Wenn beide Teams spielen wollen, kann hier eine angesetzte Begegnung trotzdem stattfinden. Für eine Austragung auf freiwilliger Basis hat sich auch der TTVSH für Begegnungen in der Woche vom 10. bis 15. Januar entschieden, die eigentlich prinzipiell abgesetzt sind und im April nachgeholt werden sollen. Wie es darüber hinaus weitergeht, wird im Laufe dieser Woche mitgeteilt.

Rückrunde im RTTVR und TTVB begonnen

Einen nahezu normalen Start in die Rückrunde konnte man derweil zum Beispiel im RTTVR sowie in Brandenburg beobachten, wo in der vergangenen Woche bereits gespielt wurde. Da in Brandenburg im Zuge der 2G-Regelung kein Unterschied mehr zwischen Kontakt- und Nicht-Kontaktsport gemacht wird, kann auch im TTVB wieder mit Doppeln gespielt werden. Im RTTVR stützt man sich auf eine Umfrage unter den Mannschaften, die nach der in allen Spielklassen abgeschlossenen Vorrunde mehrheitlich normal in die Rückrunde starten wollten. Auch im Saarland habe sich ein Großteil der Vereine in einer Online-Diskussionsrunde für die Weiterführung des Spielbetriebs ausgesprochen. Bis die zuständigen Ausschüsse eine endgültige Entscheidung zum weiteren Saisonverlauf treffen, wird es den Mannschaften überlassen, ob sie spielen oder nicht. In Berlin haben die Mannschaften die Option, Partien, die im Januar stattfinden sollen, auf einen Termin bis zum 27. März zu verlegen. Wenn beide Teams einverstanden sind, kann aber auch in der Hauptstadt weitergespielt werden.

Der TTBW hatte Mitte Dezember bereits seinen Plan veröffentlicht, Spiele der Vorrunde zwischen dem 15. Januar und 13. Februar nachzuholen und dann in die Rückrunde zu starten. Ob das wirklich so durchgeführt werden kann, wird in dieser Woche allerdings noch von den zuständigen Gremien auf der Grundlage der neuen Beschlüsse geprüft. Auch in Schleswig-Holstein werden aktive Tischtennisspieler gespannt die Verbandswebseite im Auge behalten. In den nächsten Tagen werden die Verantwortlichen im hohen Norden darüber beraten, ob die Rückrunde wie geplant im Januar begonnen werden kann. 

Andere Regeln im Individualspielbetrieb

Dass der Mannschaftsspielbetrieb in vielen Verbänden ruht, bedeutet aber nicht unbedingt, dass dort kein Tischtennis mehr gespielt werden kann. So kann man sich für die Turnierserien in Bayern, Hessen oder im WTTV zum Beispiel trotz der offiziellen Pause anmelden. Über eine sehr große Nachfrage wurde im BTTV berichtet, wo das erste Race-Turnier 2022 an Neujahr in Berchtesgaden veranstaltet wurde. „Wir sind froh, gegenüber unseren Mitgliedern, Spielerinnen und Spielern in der aktuellen Situation zumindest dieses Wettkampf-Angebot aufrechterhalten zu können“, wird Geschäftsführer Dr. Carsten Matthias auf der BTTV-Webseite zitiert. Hier liege es in der individuellen Entscheidungsgewalt des einzelnen Spielers, das Angebot anzunehmen oder abzulehnen, ohne dass Folgen für sich selbst oder die Mannschaft zu erwarten seien. „Für offene Vereinsmeisterschaften, die ebenfalls stattfinden können, gilt das gleiche. Im Gegensatz insbesondere zum Mannschaftsspielbetrieb, der auf Beschluss des BTTV-Präsidiums bis einschließlich Februar auf Eis gelegt wurde, da dieser in der aktuellen Lage nicht zu fairen Ergebnissen geführt hätte.“ Im TTVN ist die Lage anders: Hier gilt die Unterbrechung des Spielbetriebs bis zum 31. Januar auch für Race- und offene Turniere.

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(JS)

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