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tischtennis im Juni: Alles auf Anfang

Dann eben 2021! Thomas Schmidberger nimmt den nächsten Anlauf auf Tokio (©myTT)

04.06.2020 - Alles auf Anfang - das gilt nicht nur für viele Vereine in Deutschland, die langsam wieder in den Trainingsalltag einsteigen. Auch Thomas Schmidberger wurde durch das Coronavirus ausgebremst. Nach der Verschiebung der Paralympics fiel der Rollstuhltischtennisspieler erst einmal in ein Loch. Nun nimmt er Tokio 2021 ins Visier, wie er im Interview mit tischtennis erzählt. In der Juni-Ausgabe finden Sie zudem die Kolumne einer echten Legende, von der ab jetzt öfter in tischtennis zu lesen ist.

Tischtennis ist zurück! Fast zwei Monate waren die Sporthallen in Deutschland geschlossen. Mitte Mai konnten die ersten Vereine wieder das Training aufnehmen. Seitdem kehren zwar immer mehr Spielerinnen und Spieler an die Tische zurück, doch viele Klubs tun sich auch noch schwer mit dem Neustart. Sie müssen behördlichen Auflagen gerecht werden und mit Schutzkonzepten um Genehmigungen der Kommunen kämpfen. Wie ein erfolgreicher Re-Start aussehen kann, zeigen Beispiele wie die der TG Langenselbold, der SG Bruchköbel oder des TTV Euskirchen. Die Klubs durften in Hessen und Nordrhein-Westfalen im Vergleich zu anderen Bundesländern schon früher wieder mit dem Indoorsport beginnen. In tischtennis berichten sie von ihren Erfahrungen mit dem Neustart. Um die entscheidende Antwort vorwegzunehmen: Die neue Normalität in den Hallen macht Hoffnung!

Die Leere nach der Verschiebung

Das findet auch Thomas Schmidberger. Wie viele Topathleten ist der beste Rollstuhltischtennisspieler des Landes nach der Verschiebung der Olympischen und Paralympischen Spiele in ein Loch gefallen. Der 28-Jährige hatte seit Anfang 2019 sein komplettes Leben darauf ausgerichtet, im Sommer in Tokio nach der Goldmedaille bei den Paralympics zu greifen. Im Interview mit tischtennis berichtet Schmidberger über seine Gefühlslage nach der Verschiebung, seinen Wiedereinstieg ins Training und die Duelle am Tisch mit seinem Kumpel Dimitrij Ovtcharov.

Vor dem Neustart stehen auch die besten Mannschaften des Landes: Kurz vor Redaktionsschluss von tischtennis wurde bekannt, dass die TTBL ihre Saison zu Ende spielen wird. Neben Fußball und Basketball ist die Elitespielklasse der Männer die einzige Profiliga in Deutschland, der es gelungen ist, mit einem Schutzkonzept in der Coronakrise ihren Spielbetrieb fortzusetzen. tischtennis-Redakteurin Susanne Heuing kommentiert die News aus der TTBL-Geschäftsstelle in Fulda und ist der Meinung: Der Re-Start der Profis ist eine große Chance für unseren gesamten Sport.

Jean-Michel Saive neuer Kolumnist

Persönlich begrüßt die Leserinnen und Leser der neue Kolumnist der tischtennis: „Ich bin sehr glücklich, von nun an Teil des Teams zu sein und freue mich, wieder mehr mit der deutschen Tischtennis-Community in Kontakt zu kommen“, sagt kein Geringerer als Jean-Michel Saive. Saive ist eine Legende seines Sports – ehemals Nummer eins der Weltrangliste, Vize-Weltmeister 1993 und Europameister 1994. Der 51 Jahre alte Belgier bringt sich seit Jahren als Funktionär ein und will den Tischtennissport zukunftsfähig machen. In seiner ersten Kolumne für tischtennis kritisiert er die neue ITTF-Turnierserie World Table Tennis und erklärt, woran es den Plänen des Weltverbands seiner Meinung nach fehlt.

Zu seinen besten Zeiten war Jean-Michel Saive ein Wettkämpfer, der seines Gleichen suchte. Für den Trainingstipp zum „kognitiven Training“ hätte der ehemalige Bundesliga-Profi wohl ein Musterbeispiel abgegeben. Wie schafft man es, kognitive Prozesse zu steuern? Wie gelingt es, Gefühle und Beobachtungen nicht nur zu kontrollieren, sondern für einen erfolgreichen Wettkampf zu nutzen? Dabei kann kognitives Training helfen. Sportpsychologin Sinikka Heisler erklärt in tischtennis, welche kognitiven Prozesse im Tischtennis eine Rolle spielen und wie man sie beeinflussen kann.

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(jal)

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