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Leseprobe: „Wir sind komplett durchgedreht!“

Der Mönchengladbacher Julian Mux berichtet von seinem 'Spiel des Lebens' (©myTT)

14.01.2020 - Sind Sie schon Abonnent des neuen Magazins tischtennis? Für alle, die diese Frage noch mit ‚Nein‘ beantworten, bieten wir heute eine kleine Leseprobe an. In der neuen Magazinrubrik ‚Spiel des Lebens‘ erzählen uns Spieler von ihren verrücktesten und erinnerungswürdigsten Partien. In der ersten Folge berichtet der Mönchengladbacher Julian Mux, wie sich sein Team mit dem letzten Ballwechsel der Saison spektakulär vor dem Abstieg rettete. Aber lesen Sie selbst!

Interessante Einblicke in die Welt des TT-Materials, hilfreiche Tipps zum eigenen Training, fachkundige Meinungen von Experten und spannende Storys aus der Welt des Amateurtischtennis: Das sind nur ein paar der Themen, die das neue Magazin tischtennis ab jetzt abdeckt. Um Ihnen einen Eindruck zu vermitteln, bieten wir Ihnen heute eine Leseprobe aus der Rubrik ‚Spiel des Lebens‘ an. Hierin werden Spieler dazu aufgerufen, von diesem einen Match zu berichten, auf das sie heute noch stolz sind oder worüber sie heute noch lachen können. Die Redaktion wählt in jedem Monat die witzigste, kurioseste oder spannendste Geschichte zur Veröffentlichung aus und belohnt den Einsender mit einem großen ERIMA-Sportpaket. Möchten auch Sie uns von Ihrem ‚Spiel des Lebens‘ berichten und eventuell in der nächsten Ausgabe tischtennis erscheinen? Dann schreiben Sie an redaktion@magazin-tischtennis.de!
 

Hier kommt die Leseprobe aus der Januar-Ausgabe:

Als mein Teamkollege zum Schlag ausgeholt hat, ist mir fast das Herz stehen geblieben“, sagt Julian Mux. Im April 2013 sollte ein einziger Schlag über den Ausgang einer achtmonatigen Spielzeit entscheiden. Der letzte Ballwechsel der Saison musste die Frage beantworten: Abstieg oder Ligaverbleib? „Ich war noch nie so nervös beim Tischtennis“, sagt Mux.

Vor der finalen Partie hatte sich die Tabellenkonstellation in der Bezirksliga im Raum Düsseldorf zugespitzt. Der Abstieg musste sich zwischen der dritten Mannschaft des TuS Wickrath, dem Team von Mux, und den TTC BW Breyell entscheiden. Die Mönchengladbacher um Mux mussten ihr letztes Saisonspiel gegen die DJK Teutonia St. Tönis gewinnen, um an Breyell vorbeizuziehen und sich zu retten.

„Am Anfang sah es gut aus“, erinnert sich Mux an das Saison-Endspiel. „Aber dann sind wir komplett eingebrochen.“ Unter den Augen des Widersachers aus Breyell, der sich in der Halle versammelt hatte, um die Gegner der Wickrather lautstark zu unterstützen, verlor Wickrath Spiel um Spiel. „Für unsere Gegner ging es um nichts mehr, aber die waren richtig heiß“, so Mux. „Wir sind uns sicher, dass denen ein paar Kästen Bier für einen Sieg geboten wurden – mindestens.“ Die Motivationsspritze wirkte: Wickrath stand beim Stand von 3:7 nur eine Niederlage vom Abstieg entfernt.

„In dem Moment wussten wir: Entweder wir gewinnen alles oder die Sache ist gelaufen“, erinnert sich der heute 26 Jahre alte Mux. Seine Mannschaft kämpfte sich zurück ins Spiel, glich zum 7:7 aus. Das letzte Einzel und das Abschlussdoppel begannen parallel. Ein schlechtes Omen: „Wir hatten in der Rückrunde viele Spiele 7:9 verloren“, so Mux. Diesmal aber stach das Doppel und holte den achten Punkt, während das Einzel am Nebentisch in den fünften Satz ging. 

„Die Stimmung war speziell“, erinnert sich Mux. „Es waren viele Zuschauer da, Familien und Freunde. Alle haben sich um das letzte Spiel versammelt.“ Es schien, als sei die Aufholjagd der Wickrather vergeblich gewesen. Die Nummer sechs des Teams lag im fünften Satz 8:10 zurück. Ein verpasster Schlag, eine gute Aktion des Gegners, ein Kantenball – der Abstieg wäre besiegelt gewesen. „Unser Mann spielte mit kurzen Noppen und fing plötzlich an, damit Topspin zu ziehen. Das war verrückt“, sagt Mux. Sein Teamkollege wehrte die Matchbälle ab und gewann. „Wir sind komplett durchgedreht. So gejubelt habe ich nur noch, als Deutschland das Tor im WM-Finale geschossen hat“, sagt Mux lachend. 

Mittlerweile spielt der Mönchengladbacher für einen anderen Klub. „Aber wenn ich meine alten Mannschaftskollegen wiedersehe, erzählen wir uns noch immer von dem Spiel damals“, sagt Julian Mux. 

 

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(JS)

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