Jugend-EM

Jugend-EM: Mädchen Fünfter, Jungen auf Platz sieben

Anastasia Bondareva wurde mit den deutschen Mädchen Fünfte im Mannschafts-Wettbewerb. (©ETTU)

21.07.2021 - Am Dienstagabend endete für die DTTB-Teams der U19-Mannschaftswettbewerb der 63. Jugend-Europameisterschaften im kroatischen Varazdin. Die Jungen schlossen das Turnier nach der 1:3-Niederlage gegen Italien auf Platz sieben ab, die Mädchen wurden nach dem 3:1-Erfolg im Platzierungsspiel zuvor (ebenfalls gegen Italien) Fünfter. Am heutigen Mittwoch beginnen die ersten Runden der Individual-Konkurrenzen im Einzel, Doppel und Mixed.

Während für die deutschen Mädchen am Dienstag der Traum von der Titelverteidigung zerplatzte, wollte sich das Team von Trainer Jaroslav Kunz gebührend aus dem Mannschaftswettbewerb verabschieden. Der Europameister von 2019 setzte sich am Dienstagnachmittag in der Platzierungsrunde der unterlegenen Viertelfinalisten mit 3:1 gegen Italien durch und teilte sich den fünften Platz mit Ungarn. Die Spiele der Gewinner um Position fünf und der Verlierer um Rang sieben werden nicht mehr ausgetragen. Für die deutschen Punkte sorgten Naomi Pranjkovic, Anastasia Bondareva und Sophia Klee. Kurioses Highlight der Partie war der Entscheidungssatz des Auftaktmatches zwischen Pranjkovic und Valentina Roncallo. Die Bayerin wehrte bei 4:10 sechs Matchbälle ab und verwandelte anschließend gleich ihren ersten zur deutschen 1:0-Führung. 

Mädchen hadern mit der Vorrunde - Stumper bekam eine Pause

Rückblickend werteten Trainer und Spielerinnen das Polen-Spiel am Vorrundentag als Ausrutscher, der die Chancen auf Edelmetall erheblich einschränkte. „Das war ein Schlüsselspiel und natürlich für unseren weiteren EM-Verlauf enorm wichtig. Wenn wir gewinnen, spielen wir garantiert um eine bessere Platzierung. Das Match hat offengelegt, dass es unseren Spielerinnen gegen Konkurrenz mit langen Noppen noch an Erfahrung fehlt", sagte Kunz gegenüber dem DTTB und fügte hinzu: „Natürlich hatten wir im Vorfeld gehofft, bei dieser EM eine Medaille mit dem Team gewinnen zu können, weil wir das Potential dazu haben. Nach langer Pandemiepause haben die drei Turniere im Vorfeld allerdings auch gezeigt, wie hoch die Qualität auch der anderen Nationen ist. Eine Platzierung unter den besten acht Teams, die wir jetzt mit Rang fünf erreicht haben, ist deshalb ebenfalls ein Erfolg."

Auch die Jungen verpassten den Sprung ins Halbfinale deutlich. Bundestrainer Zhu Xiaoyong stellte den erneut überragenden Kay Stumper im letzten Mannschaftsspiel nicht auf. Der Neu-Ulmer TTBL-Spieler bekam eine Verschnaufpause. „Kay hatte vor einigen Wochen leichte Schulterprobleme, Daniel Rinderer zwickt es etwas im Nacken. Beide hätten spielen können, aber hinsichtlich der noch kommenden Belastung, war es besser, sie zu schonen und etwas vorsichtig zu sein. Außerdem ist es sinnvoll, dass die anderen auch Spielpraxis bekommen", erklärte Zhu Xiaoyong. So durfte sich neben Heye Koepke auch Tom Schweiger beweisen. Den einzigen Punkt beim 1:3 gegen Italien im Spiel um Platz fünf (Deutschland und Schweden wurden Siebter) führte Hannes Hörmann herbei. Ohne den verletzten Mike Hollo gehörten die Deutschen in diesem Jahr ohnehin nicht zum absoluten Favoritenkreis. In den Endspielen am Mittwochabend triumphierten bei den Jungen Polen (3:2 gegen Frankreich) sowie bei Rumänien (3:0 gegen Russland) bei den Mädchen.

144 Spielerinnen und 159 Spieler: Am Mittwoch beginnen die Individualwettbewerbe

Ebenfalls am heutigen Mittwoch beginnen in Varazdin die ersten Runden der bis Samstag andauernden Individual-Konkurrenzen. Im Jungen-Einzel wird Kay Stumper an Position eins gesetzt sein. Die EM der Schüler und Schülerinnen (U15) werden vom 27. Juli bis 2. August an gleicher Stelle ausgetragen. „Ich erwarte, dass wir mit voller Kraft und hundertprozentig konzentriert und fokussiert in den zweiten Teil der EM gehen. Wenn wir dort gute Leistungen zeigen, sind Ergebnisse weit im Vorderfeld möglich. Wir sind in der Lage, in allen drei Konkurrenzen um die Medaillen zu spielen", äußerte sich Zhu Xiaoyong optimistisch. Auch der für den weiblichen Bereich verantwortliche Jaroslav Kunz hält Edelmetall für möglich: "Für das Einzelturnier erwarte und hoffe ich, dass sich alle Spielerinnen noch einmal steigern. Das Wichtigste ist, dass sie jetzt das Mannschafts-Turnier abhaken und den Kopf wieder frei bekommen. Wenn ihnen das gelingt und sie in den nächsten Tagen ihr bestes Tischtennis zeigen, vielleicht gibt es dann ja doch noch in dem einen oder anderen Wettbewerb eine Medaille. Es entscheidet im Einzel, Doppel und Mixed nur die Tagesform - unschlagbar ist hier so gut wie keiner."


Die Spiele der Deutschen im Überblick:

Mädchen-Mannschaft

Platzierungsspiele, Positionen 5-8
Deutschland – Italien 3:1
Naomi Pranjkovic - Valentina Roncallo 3:2 (-9,6,-8,8,10)
Anastasia Bondareva - Arianna Barani 2:3 (13,1,-4,-8,-7)
Sophie Klee - Miriam Carnovale 3:0 (2,4,4)
Anastasia Bondareva - Valentina Roncallo 3:1 (4,-13,5,7)

Spiel um Platz 3
Frankreich - Türkei 3:0

Finale
Russland - Rumänien 0:3


Jungen-Mannschaft

Platzierungsspiele, Positionen 5-8
Deutschland – Italien 1:3
Heye Koepke - Tommasu Giovannetti 1:3 (-10,7,-6,-7)
Hannes Hörmann - Vallino Costassa 3:0 (14,9,8)
Tom Schweiger - Marco Cappuccio 2:3 (-5,13,-9,5,-10)
Hannes Hörmann - Tommasu Giovannetti 1:3 (8,-7,-5,-7)

Spiel um Platz 3
Rumänien - Spanien 3:1

Finale
Polen - Frankreich 3:2

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Alle Ergebnisse, Liveticker und Auslosungen finden Sie auf der ETTU-Turnierseite

(FKT/DTTB)

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