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Offener Brief: TT-Profis wehren sich gegen ITTF-Pläne

Einige Tischtennisprofis sind von den Plänen der ITTF nicht begeistert (©Thomas)

09.09.2020 - Mit ihrer Ankündigung, die World Cups und die Grand Finals der World Tour nach China zu verlegen und die Turniere dort im November an einem zentralen Ort auszutragen, hatte die ITTF am Freitag für Schlagzeilen gesorgt. Nicht bei allen scheinen diese Pläne auf Gegenliebe zu stoßen. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge haben mehrere Spieler, darunter Timo Boll, beim Weltverband gegen die Austragung der Turniere in China protestiert.

Demnach liegt der Deutschen Presse-Agentur ein Schreiben vor, in dem es heißt, das Vorgehen der ITTF sei "inakzeptabel und ein Verstoß gegen alle Prinzipien des Fair Play". Der Weltverband setze die Spieler mit seinen Turnierplänen "einem höheren Infektionsrisiko und Visa-Problemen" aus, darüber hinaus müssten für die mehrwöchige China-Reise im November Verträge mit Vereinen und Sponsoren gebrochen werden.

Ein weiterer Vorwurf der Spieler lautet, dass die ITTF sie unter Druck setzt, indem im Falle einer Nicht-Teilnahme der Abzug von Weltranglistenpunkten droht. Die Unterzeichner des Briefs kommen laut den Presseberichten aus mehreren Ländern, das Gastgeberland China ausgenommen. 

Mit der Bündelung von Turnieren an einem zentralen Ort in China innerhalb will die ITTF angesichts der Coronapandemie, die seit März die Austragung von internationalen Turnieren verhindert, größtmögliche Sicherheit für alle Beteiligten gewährleisten. Der World Cup der Herren, ursprünglich für den 16. bis 18. Oktober in Düsseldorf angedacht, soll nun vom 13. bis 15. November ausgetragen werden. Schon vom 8. bis 10. November soll der World Cup der Damen stattfinden. Für den 19. bis 22. November stehen die "ITTF Finals" im Turnierkalender des Weltverbands. 

(DK)

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