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England: TT-Verband geht Kooperation mit E-Sport-Verband ein

Auch die englischen Topspieler wie Liam Pitchford sollen in die Kooperation eingebunden sein (©ITTF)

27.07.2020 - Ganz neu ist der E-Sport nicht, schließlich fanden schon in den 1980er- und 1990er-Jahren größere (offline) Videospiel-Turniere statt. Gerade in den letzten Jahren erlebt die Branche aber einen enormen Boom, so verfügen inzwischen auch einige professionelle Fußballklubs über eigene E-Sport-Abteilungen. Neue Wege geht nun auch der englische Tischtennis-Verband, der eine Kooperation mit dem britischen E-Sport-Verband eingeht.

Laut einer Pressemitteilung des englischen Tischtennis-Verbands ist das Ziel der Kooperation, die Gemeinsamkeiten zwischen Tischtennis und E-Sport zu entdecken und die Vorteile in gemeinsamen Aktionen herauzustellen. Bei beidem werde das Gehirn beansprucht, man könne seine kognitiven Fähigkeiten und die Reaktionsfähigkeit verbessern, gleichzeitig habe man Spaß, könne sich entspannen und komme in Kontakt mit anderen. Tests in Schulen hätten gezeigt, dass sowohl Tischtennis als auch E-Sport die Aufmerksamkeit und Konzentration von Schülern steigern könnten, auf der anderen Seite hätten auch positive Effekte bei Demenz- und Parkinson-Patienten nachgewiesen werden können. 

Bei gemeinsamen Aktionen, mit denen man sich vor allem an junge Leute richten möchte, wollen der englische Tischtennis-Verband und der britische E-Sport-Verband auf die Stars beider Szenen setzen. Diese sollen auch über ihre psychische Gesundheit sprechen und das Thema damit entstigmatisieren (Liam Pitchford tat das vor zwei Jahren), gleichzeitig aber auch aufzeigen, dass Computerspiele stressmindernden Einfluss haben können. Es soll Maßnahmen auf Social-Media-Kanälen und Videoplattformen geben, irgendwann auch Vor-Ort-Veranstaltungen, wenn es die Coronalage wieder zulässt. 

"Verspreche mir viel vom Potential dieser Partnerschaft"
Sara Sutcliffe, Geschäftsführerin des englischen TT-Verbands, über die Kooperation: "Die Bedeutung psychischer und physischer Gesundheit hat nie größere Aufmerksamkeit erfahren und die positiven Effekte von sowohl Tischtennis als auch E-Sport sind nicht wegzudiskutieren. Ich verspreche mir viel vom Potential dieser Partnerschaft, die Menschen allen Alters zu einem aktiven Lebensstil animieren soll, sowohl in geistiger als auch in körperlicher Hinsicht." 

Der Geschäftsführer des britischen E-Sport-Verbands, Chester King, wiederum erklärt: "Wir haben viele ideen und hoffen, dass wir die Diskussion um die Bedeutung geistiger und körperlicher Gesundheit vorantreiben können. Tischtennis ist ein Sport, der mir am Herzen liegt und ich freue mich, dass wir an einigen Aktionen beteiligt sein werden."

Wie stehen Sie zu E-Sport? Sehen Sie ihn eher als Fluch oder Segen für den traditionellen Sport?

(DK)

 

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