Buntes

Ma Long über Lockdown, Rehatraining und Trennung von Familie

Ma Long hält sich derzeit in Macau auf (©ITTF)

09.07.2020 - Noch vor nicht allzu langer Zeit war die Konzentration der Profis auf die großen Turniere wie die WM in Busan und die Olympischen Spiele in Tokio gerichtet. Das änderte sich mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie, der Verschiebung der Turniere und dem Lockdown in den meisten Ländern natürlich schlagartig. In einem Interview mit dem chinesischen "Global Television Network" spricht Ma Long über die Situation der letzten Monaten.

Darin erklärt der 31-Jährige, dass die neue Situation für ihn nicht nur Nachteile mit sich brachte: "Wir mussten unsere Pläne anpassen. Die ganze Situation gab mir die Chance, mich von Verletzungen zu erholen und an meinen konditionellen Fähigkeiten zu arbeiten während der Zeit hier in Macau (chinesische Sonderverwaltungszone, Anm. d. Red.)." Beim Tischtennis spiele zudem die mentale Komponente vor, während und nach Wettkämpfen eine große Rolle. "Für mich ist es wichtig, immer positiv zu bleiben, unabhängig davon, ob es um den Umgang mit einer Pandemie oder bevorstehende Wettkämpfe geht." Für Ma Long ständen in der nächsten Zeit zwar keine Wettkämpfe an, aber "wir alle müssen vorbereitet und in guter Verfassung sein". 

Schwerig sei es für ihn, in Macau seine Familie, also auch seinen Sohn, nicht um sich herum zu haben – das gehe allen anderen Spielern und den Trainern im Übrigen auch so. Die durch die ausgefallenen Wettkämpfe neu gewonnene Zeit nutze er fürs Lesen, Musik hören und Filme schauen. Er wohne aktuell in einem Doppelzimmer mit einem Mannschaftskollegen.

"Wichtig, die Entwicklung des Sports auch in die Welt hinauszutragen"
Der unter dem Stichwort "World Table Tennis" (WTT) zusammengefassten Reform des internationalen Tischtenniszirkus mit mehr Preisgeld, einer neuen Turnierstruktur und vier Spitzenevents, die an Grand-Slam-Turniere im Tennis erinnern sollen, sieht Ma Long positiv entgegen: "In China wird Tischtennis schon als Nationalsport betrachtet, deshalb ist es wichtig, die Entwicklung des Sports auch in die Welt hinauszutragen. Wir haben das Wissen darüber, mit den besten Spielern, Trainern und Trainingsprogrammen zu arbeiten. Ich hoffe, WTT wird den Stellenwert des Tischtennissports weltweit verbessern." Von den vier geplanten Grand-Slam-Turnieren halte er selbst sehr viel. Und auch seine Fans hat der Olympiasieger von Rio nicht vergessen. An sie richtet er zum Abschluss des Interviews den Appell: "Ich vermisse jeden in der Halle. Ich hoffe, euch bald wiederzusehen, passt auf euch auf!"

(DK) 

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