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Corona-Ticker: TTBL-Spieltag abgesagt - Bundesweite Pause

Welche Tischtennisveranstaltungen werden vom Coronavirus beeinträchtigt? (©Pixabay/Roscher)

12.03.2020 - Hamsterkäufe, Schulschließungen, Eventabsagen - die Auswirkungen, die das sich immer weiter ausbreitende Coronavirus mit sich bringt, ziehen immer weitere Kreise. Nachdem der internationale Tischtennissport unter anderem durch die Absage der Team-WM in Busan und der Japan Open bereits beeinträchtigt wurde, spürt man nun auch in den deutschen Ligen erste Folgen. Wir halten Sie in diesem Artikel über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden.

- Auch der Trainingsbetrieb in Ochsenhausen – durch TTF-Bundesligateam, Liebherr Masters College, Sparkassen-TT-Leistungszentrum und die Trainingsgruppe normalerweise besonders intensiv – wird vorerst eingestellt. Ab Montag ruhen Schläger und Bälle in Ochsenhausen, nachdem der Trainingsbetrieb schon in der Vorwoche nur in reduziertem Umfang möglich war. So sind unter anderem die Trainer und Spieler aus Frankreich unterdessen in ihr Heimatland zurückgekehrt, da ab Montagfrüh die Grenze schließt.

Borussia Düsseldorf stellt ab sofort den Trainingsbetrieb ein und wird diesen frühestens am 20. April wieder aufnehmen, abhängig von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie gegebenenfalls auch erst zu einem späteren Zeitpunkt.

- Die anderen Landesverbände sind nun auch im Boot. In folgenden Verbänden wird die Spielzeit ebenfalls ausgesetzt: TTVMV (bis 17. April), STTB (bis 26. April), STTV (bis 17. April), TTVB (bis 19. April) und BeTTV (bis 17. April). Damit wird die Saison deutschlandweit unterbrochen.

- Der 22. TTBL-Spieltag wird ersatzlos gestrichen, die Play-offs sollen nicht vor dem 17. April stattfinden. Noch vor wenigen Tagen hatte die TTBL den 22. Spieltag nach vorne verlegt, um die Lücke im Terminkalender zu nutzen, die die WM-Verschiebung verursacht hatte. Nun wird die Hauptrunde doch vorzeitig beendet. Die Platzierungen nach Abschluss des 21. Spieltags entsprechen somit den Endplatzierungen der Hauptrunde, die für die Duelle in den Play-offs entscheidend sind. Damit steht fest, dass der 1. FC Saarbrücken TT auf den SV Werder Bremen treffen wird und sich Borussia Düsseldorf mit den TTF Liebherr Ochsenhausen duelliert.

- Auch die ETTU kündigt an, bis zum 30. April vorsorglich alle Events auszusetzen. Dazu gehören unter anderem das europäische Olympia-Qualifikationsturnier und die Champions League.

- Die meisten Verbände sind dem Rat des DTTB, den Spielbetrieb auszusetzen, bereits gefolgt. Das gilt neben den bereits genannten für den TTVSH (bis zum 19. April), RTTVR (bis zum 17. April), PTTV (bis zum 17. April), TTTV (bis zum 17. April), TTVSA (bis zum 29. März), FTTB (bis zum 13. April), HaTTV (bis zum 18. April). Weitere Infos finden Sie auf den jeweiligen Landesverbands-Homepages.

- Die ITTF hat sich dazu entschieden, ab Montag, dem 16. März, alle Aktivitäten bis Ende April auszusetzen. Das bedeutet, dass die aktuell laufenden Oman Open noch zu Ende gespielt werden, die folgenden Turniere allerdings bis auf Weiteres verlegt werden. Am Montag wird das Exekutivkomitee ein Notfalltreffen durchführen und über die weiteren Schritte beraten. Die ITTF empfiehlt den kontinentalen Verbänden, ihrer Entscheidung zu folgen. Weitere Details im Artikel!

- WTTV, BTTV und TTVN ziehen nach! Auch die Präsidien des WTTV und TTVN haben beschlossen, den gesamten Spielbetrieb in sämtlichen Bezirken und Kreisen vorerst bis zum 17. April einzustellen. Das gilt auch für Races, Trainerausbildungen etc. Im BTTV ist die Saison sogar bereits für beendet erklärt worden. "Wir haben in den letzten Tagen versucht, den Spielbetrieb der Spielzeit 2019/2020 geordnet zu beenden. In Anbetracht der behördlichen Vorgaben/Anregungen und der sich ständig ändernden Rahmenbedingungen war es jedoch geboten, hier der Gesundheit absoluten Vorrang einzuräumen. Auch wenn die Beendigung der Spielzeit bedauerlich ist, gehen wir vom Verständnis aller Vereine sowie der Spielerinnen und Spieler aus", wird BTTV-Präsident Konrad Grillmeyer auf der Verbandshomepage zitiert.

Auch der DTTB legt nach und setzt seinen Spielbetrieb mit sofortiger Wirkung bis zum 17. April aus. Wie der Verband in einer Pressemitteilung erklärte, gilt die Aussetzung für den kompletten Individual- und Mannschaftsspielbetrieb in Verantwortung des DTTB. Zudem werde man Kontakt zu allen 18 Mitgliedsverbänden suchen, um möglichst eine bundeseinheitliche Regelung zu erwirken und Folgewirkungen wie die Verschiebung bzw. Streichung von Wettkämpfen sowie Auf- und Abstiegsregelungen zu besprechen.

- DM Jugend 15 abgesagt! Die Deutschen Meisterschaften Jugend 15 (vormals: Deutsche Schüler-Meisterschaften) in Schiffweiler am Wochenende, 14./15. März, finden nicht statt. Das hat das Präsidium des Deutschen Tischtennis-Bundes in einer Telefonkonferenz am Donnerstag einstimmig beschlossen. Hintergrund ist die steigende Verunsicherung in der Bevölkerung wegen des Corona-Virus. „Verbände, Trainer und Eltern haben sich gemeldet und Besorgnis geäußert. Aus Reihen der Verbände wurde auch aktiv nach einer Absage gefragt“, erklärt Ralf Tresselt, DTTB-Vizepräsident Jugendsport. Aufgrund der vorliegenden Rückmeldungen und der allgemeinen Lage sei damit zu rechnen gewesen, dass eine größere Zahl der Teilnehmer den nationalen Nachwuchstitelkämpfen fernbleiben würde. „Länger zu warten, würde die Situation nicht verbessern. Durch unsere Absage am Donnerstag haben alle Beteiligten zumindest etwas mehr Zeit, sich auf die Absage einzustellen“, so Tresselt weiter.

- Auch in Baden-Württemberg wird der Spielbetrieb mit sofortiger Wirkung ausgesetzt! Das Präsidium des TTBW hat sich nochmals intensiv mit der Thematik zum Corona-Virus auseinandergesetzt und ordnet eine Zwangspause bis zum 17. April an. Vom Entschluss betroffen ist der gesamte Pokalspielbetrieb, der Punktspielbetrieb bis einschließlich Verbandsliga in der Region Württemberg-Hohenzollern, der Punktspielbetrieb bis einschließlich Badenliga in der Region Südbaden sowie der Individualspielbetrieb, wie u.a. die Entscheide zu den mini-Meisterschaften. Die Entwicklungen zum Corona-Virus werden tagesaktuell beobachtet und eingehend bewertet. Über das weitere Vorgehen in dieser Thematik wird zeitnah auf der Verbandshomepage informiert. Im Badischen Tischtennisverband wird der Spielbetrieb bis einschließlich Ostern, also bis zum 19. April, ausgesetzt.

- Auch die Polish Open in Gleiwitz sind in der Nacht zu Freitag abgebrochen worden. Das ITTF-Turnier der Challenge-Serie konnte zunächst wie ursprünglich geplant durchgeführt werden, da es zu Beginn des Wettbewerbs keinerlei Einschränkungen gab. Nach Abschluss des zweiten Qualifikationstages am Donnerstag wurde die ITTF vom Polnischen Verband jedoch darüber informiert, dass die Veranstaltung mit sofortiger Wirkung ausgesetzt werde. Der Weltverband empfiehlt allen Nationalverbänden, Rückreisevorkehrungen für die gemeldeten Spieler zu treffen. 

- Der TuS Bad Driburg hat am Donnerstagabend auf seiner Facebook-Seite bekannt gegeben, das kommende Heimspiel gegen den TV Busenbach (Sonntag, 14 Uhr) in der Damen-Bundesliga ohne Zuschauer auszutragen. „Wir haben uns schweren Herzens dazu entschlossen. Die Gesundheit steht an oberster Stelle. Wir können die Sicherheit nicht zu 100 Prozent garantieren“, teilte TuS-Manager Franz-Josef Lingens mit. Seine Spielerinnen und auch die Gäste hätten diese Entscheidung begrüßt.

- Der Hessische Tischtennisverband setzt seinen kompletten Spielbetrieb mit sofortiger Wirkung vorerst bis zum 17. April aus. Das teilte der HTTV am Donnerstagmittag in einer Eilmeldung auf seiner Homepage mit. Neben dem Ligabetrieb sind auch alle Individualwettbewerbe betroffen. Das Präsidium habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, möchte aber seiner Fürsorgepflicht für die Gesundheit der Spieler nachkommen. Der Verband werde die Lage weiterhin beobachten und dann entscheiden, ob Veranstaltungen nachgeholt werden und der Spielbetrieb zu einem anderen Zeitpunkt zu Ende geführt werden kann.

- Die Champions-League-Termine zwischen dem 1. FC Saarbrücken TT und Fakel Gazprom Orenburg sind bis auf Weiteres abgesagt. Dies teilte der Saarländer Verein am Donnerstagmittag mit. Neue Termine stünden noch nicht fest. Den letzten TTBL-Spieltag am 22. März wolle man aber durchführen - gegebenenfalls als ‚Geisterspiel‘ ohne Zuschauer.

- In der Damenbundesliga werden sich der TTK Anröchte und TSV Langstadt am Sonntag ohne Zuschauer begegnen. Man habe sich zu diesem Schritt entschlossen, da das Virus nun auch im Kreisgebiet Soest angekommen sei, erklärten die Gastgeber auf ihrer Facebookseite. 

- Der TuS Uentrop hat sich dazu entschlossen, zu seinen Auswärtsspielen gegen die DJK Offenburg und den ESV Weil am Wochenende nicht anzutreten und damit zwei kampflose Niederlagen hinzunehmen. Trainer Alexander Daun erklärt, dass viele Gründe zu diesem Schritt geführt hätten - unter anderem liegen beide Orte nahe dem als Risikogebiet eingestuften Elsass, zudem sehe man die Gefahr, dass eingeflogene Spielerinnen nachher Probleme bei der Wiedereinreise in ihre Heimatländer bekämen. Wie Uentrop mit seinem letzten Saisonspiel zu Hause am 19. April umgeht, werde man zu gegebener Zeit je nach Lage entscheiden. Die DJK Offenburg teilt mit, dass sie ihr Sonntagsspiel gegen die NSU Neckarsulm nach aktuellem Stand durchführen wird.

- Der DTTB empfiehlt in Anlehnung an die Aussagen des Bundesinnen- und Gesundheitsministeriums auf seiner Webseite, Veranstaltungen ab 1.000 Personen abzusagen. Diese Empfehlung gilt auch für kleinere Events ab 500 Personen. Veranstalter sollen sich früh genug mit dem zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung setzen und dessen Einschätzung folgen. Sollte ein Wettbewerb durchgeführt werden, legt der DTTB den Veranstaltern ans Herz, für die Einhaltung mehrerer Hygienemaßnahmen zu sorgen. Personen, die sich in den vergangenen 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben, werden gebeten, auf die Teilnahme an Veranstaltungen zu verzichten.

(JS/FKT)

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