Bundesligen

Zitterpartie vorbei: ESV Weil erstmals Bundesligist

Vivien Scholz (r.) wird den Verein in Richtung Berlin verlassen. (©Facebook-Seite ESV Weil am Rhein)

08.04.2020 - Nach der bundesweit getroffenen Entscheidung, die abgebrochene Saison mit dem Tabellenstand von Mitte März zu werten, begann beim ESV Weil das große Zittern. Die Weiler Zweitligafrauen standen zur besagten Zeit auf Platz zwei hinter dem TTC Weinheim. Da der TTC jedoch auf sein Aufstiegsrecht verzichten wird, herrscht nun Klarheit am Dreiländereck. Der ESV Weil wird ab September erstmals in der Vereinsgeschichte in der Damen-Bundesliga aufschlagen.

Obwohl momentan kein Tischtennis gespielt werden kann, war in der Damen-Bundesliga in den vergangenen Tagen und Wochen einiges los. Der TV Busenbach und der TuS Bad Driburg kündigten aufgrund der fehlenden finanziellen Basis ihren Rückzug aus der Erstklassigkeit an, der TTK Anröchte stand nach der Beendigung des Spielbetriebs ebenfalls als Absteiger fest. Profiteur dieser Bewegungen wurde der ESV Weil. Damit stehen nach aktuellem Stand sieben Bundesligateams für die Saison 2020/2021 fest.

Gemischte Gefühle bei den Verantwortlichen

"Im ersten Moment überwogen gemischte Gefühle", sagt Weils Abteilungsleiterin Doris Spiess über die frohe Botschaft. Sponsorengespräche seien zwar auch in Weil durch die Coronakrise arg stark ins Stocken geraten. "Aber im Endeffekt freuen wir uns natürlich über den Aufstieg", so Spiess. Die Enttäuschung wäre sicherlich groß gewesen, wenn der lang ersehnte Erstligatraum des ESV nach einer so starken Serie noch zerplatzt wäre.

Das Tabellenbild zeigt, welch spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen sich der ESV Weil mit dem Spitzenreiter aus Weinheim lieferte. "Wenn Weinheim gemeldet hätte, wären wir als Zweiter hinten dran gewesen und hätten das so hinnehmen müssen", sagt Doris Spiess. Ob der Beschluss nun gerecht oder ungerecht war, sei dahingestellt. Zum jetzigen Zeitpunkt wäre es ohnehin müßig darüber nachzudenken, so Spiess.

Vivien Scholz geht - hochkarätiger Neuzugang vor Unterschrift

Umso größer ist die Freude darüber, dass die Hängepartie beim ESV Weil ein glückliches Ende genommen hat. Angekommen in der Beletage wird das Abenteuer Bundesliga bereits voller Tatendrang angegangen. Erste personelle Entscheidungen wurden getroffen. Der Abgang von Vivien Scholz zum ttc berlin eastside ist sicherlich ein schwerwiegender Verlust. Auch das Nachwuchstalent Melanie Merk wird den Klub verlassen.

Dafür gaben Ievgeniia Vasylieva, Polina Trifonova Eline Loyen und Qian Wan dem ESV Weil die Zusage für die neue Saison. Ein hochkarätiger Neuzugang soll in Kürze noch veröffentlicht werden. "Noch sind wir mitten in den Planungen", berichtet Doris Spiess, die den Transfermarkt weiter im Auge behält. Sollte im September die neue Saison beginnen, wird der Klassenerhalt das anvisierte Ziel sein. 

(FKT) 

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