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Amateur-Thema: Nur die Mindestanzahl an Spielern pro Mannschaft gemeldet?

Gianluca Walther (3. v. r.) spielt beim 1. FC Köln in der ersten Mannschaft und ist Sportlicher Leiter des Klubs (©Shdan/1. FC Köln Tischtennis Facebookseite)

11.10.2018 - Spätestens die Einführung der bundeseinheitlichen Wettspielordnung vor etwas mehr als einem Jahr brachte in allen Verbänden mit sich: Spieler dürfen beliebig oft als Ersatzspieler in jeder höheren Mannschaft des Vereins eingesetzt werden. Hat sich das auf die Mannschaftsmeldungen ausgewirkt? Wird also nur die Mindestanzahl an Spielern pro Mannschaft gemeldet oder trotzdem direkt zusätzliche Spieler? Wir sprachen mit Gianluca Walther (1. FC Köln) und Martin Czekalla (TTG Walldorf) über das Thema.

Nicht nur Drittligaspieler in der Erstvertretung des 1. FC Köln ist Gianluca Walther, auch kümmert er sich zusammen mit Sportwart Christian Pfeifer als Sportlicher Leiter auch um Themen wie Mannschaftsmeldungen innerhalb des Vereins. Und Mannschaften, davon schickt der Klub aus der Rheinmetropole eine ganze Menge ins Rennen, bei den Herren alleine zehn Stück. Gemeldet sind in diesen zehn Mannschaften insgesamt knapp 80 Spieler. In den ersten vier Mannschaften haben die Kölner mit je vier bzw. sechs Spielern die Mindestanzahl an Akteuren gemeldet. In der fünften und sechsten Mannschaften stehen je zwei zusätzliche Spieler auf der Liste, in der siebten Mannschaft drei, in der achten Mannschaft keiner, dafür in der neunten Mannschaft neun und in der zehnten Mannschaft gar elf. 

"Tendenz geht dahin, dass man mit mehr Spielern planen muss"
"Auch die oberen Mannschaften sind so in dem Sinne nicht 'komplett' aufgestellt, selbst wenn da die Mindestanzahl an Spielern gemeldet ist", erklärt Walther. Der Mannschaftskapitän der dritten Mannschaft des Klubs z. B. sei in der fünften Mannschaft gemeldet, um auch dort Spiele machen zu können. "Die Tendenz geht schon dahin, dass man mit mehr Spielern planen muss. Wir fragen jeden Einzelnen vor der Saison, wann er verfügbar ist und spielen möchte. Teilweise muss man die Mannschaften dann mit zehn Spielern besetzen, weil nicht jeder jeden Termin einhalten kann oder möchte." Bei der zehnten Mannschaft des Vereins käme hinzu, dass manche Spieler nicht immer spielen würden, weil sie sich auch schon einmal gerne einfach nur das Spiel der Mannschaftskameraden anschauen wollten.

Sieben Herren-Mannschaften sind es, die beim badischen Klub TTG Walldorf am Spielbetrieb teilnehmen. Während die fünfte Mannschaft sieben zusätzliche Spieler und die siebte Mannschaft neun zusätzliche Spieler gemeldet hat, stehen der vierten und sechsten Mannschaft zwei, der dritten Mannschaft ein zusätzlicher Spieler zur Verfügung. Die Mindestanzahl an Spielern stehen bei der ersten und zweiten Mannschaft auf der Liste. Die Gründe für die unterschiedliche Handhabung sind laut Martin Czekalla vielfältig: "Es gibt Spieler, bei denen vor der Saison klar ist, dass sie nur bei einer eingeschränkten Anzahl von Spielen am Tisch stehen können, weil es Konflikte mit dem Beruf, der Schule oder anderen Aktivitäten gibt. Dann versuchen wir Spieler so tief wie möglich aufzustellen, damit sie ggf. auch mal in der unteren Mannschaft aushelfen können." 

Manche Spieler haben keine feste Mannschaftszugehörigkeit
Gar dazu, dass erst am Tag des Spiels selbst entschieden wurde, wer in welcher Mannschaft spielt, kam es einmal beim 1. FC Köln. Schon in der letzten Saison hätten drei Mannschaften zur gleichen Zeit Heimspiele gehabt. "Da haben wir vor Ort geschaut, wie die Gastmannschaften antreten und dann für uns entschieden, welcher Spieler in welcher Mannschaft aufläuft, um möglichst viele Mannschaftssiege zu erringen." Bei manchen Spielern, gerade im Bereich der fünften bis siebten Mannschaft beim 1. FC Köln, könne man davon sprechen, dass sie durch die Rotation keine feste Mannschaftszugehörigkeit hätten. Das Thema Meldungen und Aufstellungen sei zusammenfassend eines, "das nicht leicht zu handhaben ist, nicht nur vor der Saison, sondern auch während der Saison", so Walthers Fazit als Sportlicher Leiter. 

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(DK)

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