Wie Sie den weiten Weg in die Vorhand meistern, erklärt Martin Adomeit in diesem Trainingstipp (©ITTF)
30.04.2019 - Die größten Hauptformen der seitlichen Beinarbeit und des Umspringens sind sicherlich die meisttrainierten Beinarbeitsaktionen. Vereint sind sie in der Übung, die in der Tischtenniswelt zumeist Falkenberg heißt und zweifellos in leicht unterschiedlichen Variationen zu den meist gespielten Übungen gehört. Martin Adomeit stellt heute in einer Einheit, in der solche Laufwege trainiert werden, die Übung in unterschiedlichen Variationen vor.
Bei diesen steht – anders, als oft gespielt – der Punktgewinn im Vordergrund, damit die Beinarbeit spielnäher und explosiver trainiert wird und so die Einheit in jedem Leistungslevel gespielt werden kann. Die Übungen sind in ihrer Grundform dabei recht regelmäßig, aber in der Idealform können hier überall ein bis zweimal andere Platzierungen gewählt werden, damit der andere nicht direkt blind in die Ecken läuft. Dies ist besonders bei höheren Spielniveaus nötig, bei denen diese Streuung nicht automatisch passiert.
1. Übung: Umspringen in der Grundform
Spieler B: RHK/B in RH Spieler A: 1:1 RHK/T und VHT im Wechsel in RH
usw.
3. VH –Ball überall
frei
Der Spieler springt in seiner RH-Ecke um und spielt abwechselnd VH und RH von dieser Ecke. Spielt er seinen dritten VH-Ball, versucht er mit freier Platzierung mit diesem Ball zu punkten. Ein Aspekt dieser Übung ist sicherlich, dass die Bälle vorher in guter Qualität gespielt werden, damit der Gegner nicht zu aggressiv über die Seite hinaus spielen kann.
2. Übung: „Falkenberg“ in der Grundform mit Punktgewinn
Spieler B: RHB 2 x in RH 1 x in VH Spieler A: 1 x RHK/T in RH 2 x VHT in RH
2 x RHB in RH 1 x RHT/K in RH, VHT überall frei
Der Spieler springt in seiner RH um, dann kommt der Ball in VH. Beim nächsten Durchgang spielt er den VH-Ball aus RH-Ecke, dann auf Punktgewinn. Als Variation dieser Übung bietet sich beispielsweise an, dass der Spieler B den Ball 1-2 x in VH-Ecke platziert. Es ist natürlich auch möglich, jeden anderen Ball in der Übung (den RH-Ball oder den Ball aus VH-Ecke) auf Punktgewinn zu spielen.
3. Übung: Laufwege in Verbindung mit Aufschlag VHT aus RH-Ecke auf Üunktgewinn
Spieler A: KA überall (LA in RH – frei) Spieler B: Sch/F in VH
VHT in RH RHB in RH
RHT/K in RH RHB in RH
VHT überall
frei
Der Spieler eröffnet nach eigenem kurzen Aufschlag aus der VH-Ecke in RH. Danach wird es dynamisch. Der Block kommt in die weite RH. Von hier erzeugt er erneut Druck auf die RH. Den wieder in RH gespielten Ball versucht er nun mit VH zum Punktgewinn zu nutzen.
4. Übung: Eröffnung mit RH – Punktgewinn aus VH-Ecke
Spieler A: KA in RH/Mitte (LA in VH – frei) Spieler B: F in RH
RHT in RH B in RH
VHT in RH B in VH
VHT überall
frei
Der Rückschlag kommt mit F in RH. Auf diesen Ball umzuspringen, ist aufgrund des Tempos schwer. So eröffnet der Spieler mit RH, springt beim nächsten Ball um und auf den Block, der nun in die freie VH-Ecke kommt, versucht er zu punkten.
5. Übung: Eröffnung aus RH mit VH Punktgewinn mit der RH
Spieler A: KA (LA in VH – frei) Spieler B: Sch in RH
VHT in RH/Mitte B in weite VH
VHT in RH B in RH
RHT überall
frei
Der Rückschlag kommt mit Sch in RH. Auf diesen Ball kann der Aufschläger umspringen. Er eröffnet in RH/Mitte, der Block erfolgt nun in die freie VH. Nachdem dieser Ball in RH gespielt wurde, kommt der Ball in RH. Auf diesen Ball versucht der Spieler mit RH zu punkten. Sehr laufstarke Spieler könnten dies auch mit VH machen.
6. Übung: Verbindung der Übungen 3 – 5 je nach Rückschlag
Spieler A: KA überall Spieler B: LR in Ecken
bei F/Sch in VH: wie Übung 3
bei F in RH: wie Übung 4
bei Sch in RH: wie Übung 5
In dieser Übung wird das taktische Verhalten geschult. Die Grundidee des Aufschlägers, über das Umspringen Druck zu erzeugen und spätestens mit dem dritten Topspin zu punkten, bleibt erhalten. Die Idee des Rückschlägers jeweils die freie Ecke anzuspielen, wenn der Gegner mit VH spielt, bleibt ebenso Bestandteil. Der Aufschläger kann zudem über die unterschiedliche Platzierung und Rotation der Aufschläge die Wahrscheinlichkeiten, welche Variation gespielt wird, beeinflußen.
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Die Übungen im Video spielen die beiden XIOM-Spieler Ryan Jager und Malte Joshua Klute vor:
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