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Düsseldorf Masters: Neue Turnierserie in Corona-Pause!

Ab Montag findet auf dem ARAG CentreCourt endlich wieder Wettkampfsport statt. (©Borussia Düsseldorf)

28.05.2020 - Keine Bundesliga, keine Champions League, keine internationalen Turniere - Die Tischtennisprofis haben aufgrund der Corona-Pandemie seit vielen Wochen keine Wettkämpfe mehr bestritten. Doch das wird sich ändern. Am Pfingstmontag ist der Startschuss der neuen Turnierserie "Düsseldorf Masters" gefallen. 16 Spieler sind dabei. Die Auslosung fand am Donnerstagabend statt. Das Topsport-Turnier wird live im Internet übertragen.

Das Format, das in den kommenden drei Monaten nahezu wöchentlich im ARAG CenterCourt durchgeführt wird, soll den deutschen Nationalspielern, den Spielern von Borussia Düsseldorf und den Akteuren der Trainingsgruppe in Düsseldorf Spielpraxis verschaffen. Zum Teilnehmerkreis gehören mit Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov und Patrick Franziska (könnte zu einem späteren Zeitpunkt in die Serie einsteigen) gleich drei Tischtennis-Asse der absoluten Weltspitze. Vier Spieler der Top 50 der Welt sowie vier weitere Sportler der Top 100 machen die Düsseldorf Masters zur aktuell weltweit einzigen Turnierreihe auf diesem Niveau.

Das von Borussia Düsseldorf mit Unterstützung des Deutschen Tischtennis-Bundes veranstaltete Turnier wird zum Start (1./2. Juni) und in der zweiten Juni-Woche (8./9. Juni) als Zwei-Tagesformat angeboten, ab der dritten Turnierwoche soll an drei Wochentagen gespielt werden. Die Düsseldorf Masters werden im K.O.-System mit bis zu 16 Teilnehmern durchgeführt, den Abschluss der Serie bildet ein Finalturnier mit acht Profis, für das sich die Athleten qualifizieren müssen bzw. über eine Wildcard zugelassen werden.

Hochkarätige Besetzung im DTTZ - Begeisterung bei den Spielern

Die Premiere ist bereits hochkarätig besetzt. Borussias Timo Boll, aktuell auf Rang zehn der Weltrangliste notiert, führt das 16er-Feld vor Orenburgs (Russland) Dimitrij Ovtcharov (11.) und seinem Teamkollegen Kristian Karlsson (24.) an. Los ging es am Montag um 9.30 Uhr mit dem ersten Achtelfinalmatch, danach finden die sieben weiteren Achtelfinals und ein Viertelfinale statt, am Dienstag folgen die drei weiteren Spiele dieser Runde, die beiden Halbfinals und das Finale.

"Wir sind mit dieser Turnierserie Vorreiter für Tischtennis in der ganzen Welt, die ab Montag nach Düsseldorf schauen wird", sagt Borussia-Manager Andreas Preuß. "Die Düsseldorf Masters sind eine großartige Möglichkeit, nach wochenlanger Trainingsphase nun wieder regelmäßig Wettkämpfe zu spielen, die für die Entwicklung und den Formaufbau unerlässlich sind", ergänzt Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf. "Unsere Spieler waren total begeistert, als wir ihnen diese Idee vorgestellt haben." Es gab viele Anfragen weiterer internationaler Spieler. 

Unterschiedliche Turnierformen

Die wöchentlich geplanten Turniere werden nicht immer gleich aussehen. Die Akteure können wechseln, und auch der Modus ändert sich, was die Zahl der Gewinnsätze betrifft. Die ersten beiden Turniere werden auf drei Gewinnsätze gespielt und an zwei Tagen, Montag und Dienstag. Das System „Best of Five“ dient den Spielern als Vorbereitung auf die Play-offs der TTBL bzw. ist für die daran nicht Beteiligten ein sanfter Wiedereinstieg in die Matchpraxis.

Ab dem dritten Turnier soll es auf vier Gewinnsätze gehen, ein Wunsch des DTTB-Trainerteams als Vorbereitung auf künftige internationale Turniere. Im Modus Best-of-Seven wird dann an drei Turniertagen pro Woche gespielt – Montag, Dienstag und Donnerstag –, um im Zeitplan zu bleiben. Immerhin wird das Turnier nur an einem Tisch ausgetragen. Und der muss wegen der Hygieneregeln zwischen den Partien immer gereinigt werden. Einen Seitenwechsel der Spieler wird es aus Gründen der COVID-19-Prävention nicht geben.

„Unglaublich viele Einheiten“ / Drei Livestream-Kameras

„Die Spieler sind schon sehr heiß darauf. Sie haben unglaublich viele Einheiten trainiert und wollen nun unbedingt spielen“, beschreibt der Doppel-Weltmeister von 1989, Roßkopf. „Das ist auch die Idee hinter der Serie: Den Spielern immer zwei, drei Tage lang Turniere zu geben und sie danach wieder ins Training einsteigen zu lassen."

Gecoacht wird beim Masters nicht. Noch nicht zumindest. „Aktuell wollen wir wegen der Pandemie so wenige Leute wie möglich in der Halle haben“, erklärt Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf die Hintergründe. „Ob sich das später ändern kann, werden wir sehen.“ Zuschauer haben ohnehin keinen Zutritt zum ARAG CenterCourt, dem Schauplatz. Zwei Spieler, ein Schiedsrichter, ein Fotograf, ein Hygiene- bzw. Organisationsverantwortlicher, das Kamera-Team fürs Livestreaming – das ist der stark reduzierte Kreis der Menschen vor Ort.

Für das Live-Streaming sind drei Kameras im Einsatz, eine davon liefert die Zeitlupen. Die Live-Übertragung beginnt um 9.25 Uhr auf sportdeutschland.tv, tv.borussia-duesseldorf.de und tischtennis.de. Im Anschluss an jedes einzelne Turnier soll es einen drei- bis fünfminütigen Zusammenschnitt der besten Ballwechsel geben. Sowohl das Auftaktturnier als auch alle weiteren Düsseldorf Masters werden komplett und mit mehreren Kameras live auf sportdeutschland.tv, im Borussia TV (tv.borussia-duesseldorf.de) und auf tischtennis.de übertragen. Zuschauer vor Ort sind nicht zugelassen. Die Auslosung, die von Bundestrainer und Ex-Doppel-Weltmeister Roßkopf vorgenommen wird, fand am Donnerstagabend statt.

Teilnehmer:
1 Timo Boll
2 Dimitrij Ovtcharov
3 Kristian Karlsson
4 Omar Assar
5 Benedikt Duda
6 Dang Qiu
7 Anton Källberg
8 Steffen Mengel
9 Tobias Hippler
10 Fan Bo Meng
11 Cedric Meissner
12 Nils Hohmeier
13 Gerrit Engemann
14 Dennis Klein
15 Benno Oehme (verletzt), am Sonntagabend durch Alberto Miño ersetzt
16 Kirill Fadeev

(FKT/Borussia Düsseldorf/DTTB)

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