Pokal

Final Four: Welcher Klub macht diesmal das Rennen?

In der vergangenen Saison gewann Ochsenhausen den Pokal (©Roscher)

24.12.2019 - In diesem Jahr sind alle wichtigen Spiele und Turniere absolviert. Gleich zu Beginn des Kalenderjahrs 2020 darf man sich aber schon auf einen Höhepunkt freuen: Am Samstag, den 4. Januar, kämpfen in der ratiopharm arena Ulm/Neu-Ulm Liebherr Ochsenhausen, Borussia Düsseldorf, der 1. FC Saarbrücken und der ASV Grünwettersbach um den deutschen Tischtennis-Pokal. Los geht es um 11 Uhr mit den Halbfinals.

Hier trifft Düsseldorf auf den Double-Sieger Ochsenhausen, während Grünwettersbach sich mit Saarbrücken messen wird. Für Grünwettersbach, den vermeintlichen Underdog dieses Quartetts, ist es die zweite Teilnahme am Final Four. In der vergangenen Saison erreichten die Badener das Event nach einem Viertelfinalsieg über Borussia Düsseldorf, unterlagen im Halbfinale dann aber dem SV Werder Bremen. In dieser Spielzeit war der Weg zum Final Four etwas einfacher für den ASV um Neuzugang Wang Xi: Mit dem TTC GW Bad Hamm und dem TuS Celle bezwang man im Achtel- und Viertelfinale zwei Zweitligisten. 

Deutlich schwerer dürfte das Halbfinalspiel gegen den 1. FC Saarbrücken werden, den aktuellen Spitzenreiter der Tischtennis Bundesliga. Mit dem Chinesen Shang Kun wurde vor der Saison ein Neuzugang verpflichtet, der direkt voll einschlug. Nur Timo Boll, Paul Drinkhall und Jakub Dyjas konnten den 29-Jährigen bisher bezwingen. Er bildet also die optimale Ergänzung zu Patrick Franziska. Der gebürtige Hessen kann auf das mitunter stärkste Jahr seiner Karriere zurückblicken, international konnte er Siege gegen die Topchinesen Fan Zhendong, Liang Jingkun und Lin Gaoyuan feiern.

Saarbrücken peilt ersten Titelgewinn seit 2012 an
Ein Selbstläufer werde der Finaleinzug deshalb aber nicht, warnt Saarbrückens Trainer Slobodan Grujic: „Sehr gefährlich“ seien die Badener, sagt er. Grünwettersbach könne jedem Team der Liga gefährlich werden. Dennoch gehen die Saarländer als Favorit in die Partie und wollen im Anschluss auch im Finale die Oberhand behalten, um den ersten Titel seit 2012 zu gewinnen. „An einem Tag wird alles entschieden“, fasst Grujic zusammen, „da muss man auf den Punkt topfit und konzentriert sein. Dafür wollen wir alles tun.“

Auch als Underdog wittert der ASV Grünwettersbach in Neu-Ulm seine Chance. „Mit dem Einzug ins Final Four haben wir unser erstes Saisonziel bereits erreicht“, sagt ASV-Trainer Joachim Sekinger. „Das heißt aber keineswegs, dass wir uns nun kampflos ergeben werden, ganz im Gegenteil.“ Trumpf seines Teams soll die Unterstützung durch die Zuschauer werden. Bereits im vergangenen Jahr hatte der ASV einige Dutzend Fans mit in die Arena gebracht, in diesem Jahr wird die „Rote Wand“ noch mal etwas größer.

Preuß: "Ochsenhausen leicht favorisiert"
Nach einer erfolglosen Saison ohne Titelgewinn – der ersten seit 2006 – will Borussia Düsseldorf in dieser Spielzeit wieder angreifen. In der Bundesliga mischen die Rheinländer um den Titel mit, haben im Meisterschaftsrennen aber erneut starke Konkurrenz, die nicht nur aus Saarbrücken, sondern diesmal auch aus Bremen und natürlich auch wieder aus Ochsenhausen kommt. Dreimal in Folge unterlag Düsseldorf dem Doublegewinner Ochsenhausen zuletzt, der Respekt ist entsprechend groß. „Wir sind gut genug, um jedes Team zu schlagen“, sagt Borussia-Manager Preuß, ergänzt aber: „Ochsenhausen ist in meinen Augen leicht favorisiert.“

Bei den Tischtennisfreunden wird derweil von einem „50:50-Spiel“ gesprochen. So sieht es jedenfalls Trainer Dmitrij Mazunov: „Natürlich gibt es leichtere Gegner als Borussia Düsseldorf“, erklärt der 48-Jährige. „Aber wir haben gegen sie zuletzt einiges Selbstvertrauen gesammelt, und ich bin mir sicher: Sie werden ebenfalls nicht glücklich sein, gegen uns zu spielen.“ Der jüngste Erfolg Ochsenhausens gegen Düsseldorf liegt schließlich erst knapp sechs Wochen zurück, Mitte November gab es einen 3:1-Sieg. Damals fehlte dem deutschen Branchenprimus zwar Timo Boll, Ochsenhausen musste in Hugo Calderano aber ebenfalls auf den etatmäßigen Spitzenspieler verzichten. „Wir sind der Lokalmatador“, ergänzt Mazunov, „für uns ist Neu-Ulm fast ein Heimspiel. Daher hoffen wir auf die Unterstützung der Fans.“

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(DK/TTBL)

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