International

WTT Feeder: Beachtliche Siege für Stortz und Neumann

Die elfjährige Josephina Neumann startete gut in ihr erstes Erwachsenenturnier auf internationaler Bühne. (©WTT)

08.12.2021 - Nach fast zwei Jahren Pause ist der internationale Tischtennis-Zirkus zurück in Deutschland. Der WTT Feeder in Düsseldorf ist sportlich und organisatorisch rundum erfolgreich gestartet. Bei den sieben Siegen in neun Partien gegen Kontrahenten aus dem Ausland zeigte sich am Dienstag auch Deutschlands U15-Nachwuchs in guter Form. Am Mittwoch steigen die Gesetzten ein. Es stehen mindestens 19 Duelle mit deutscher Beteiligung auf dem Programm.

Gastgeber Deutschland feierte mit der Feeder-Weltpremiere einen perfekten Einstand. Einen besonderen Erfolg konnte zum Auftakt auch ein deutsches Mixed einfahren. „Wir sind total happy, dass wir diejenigen sind, die das allererste Spiel des Turniers gewonnen haben“, freute sich die 24-jährige Yuan Wan aus dem Perspektivkader des Deutschen Tischtennis-Bundes über ihren schnellen Sieg an der Seite von U23-Kader-Spieler Cedric Meissner im Mixed-Achtelfinale über die Slowenen Peter Hribar/Aleksandra Vovk. „Ich wohne ja in Düsseldorf und trainiere hier jeden Tag. Die Halle sieht sehr cool aus, wie sie jetzt fürs Turnier aufgebaut ist - so ganz anders als sonst im Training. Ich bin sehr zufrieden mit der Organisation des Turniers“, sagte Wan weiter. 

Erfolgreicher deutscher Nachwuchs beim Damen-Turnier

Auch insgesamt war die Gastgeber-Nation in der Staufenhalle erfolgreich. In neun Partien gegen andere Nationen gab es sieben Siege. Nur die beiden Doppel in Runde eins, Franziska Schreiner mit der Slowenin Aleksandra sowie die U19-U15-Nachwuchskombination Anastasia Bondareva/Jele Stortz, mussten sich geschlagen geben. Beachtlich sind die glatten Einzel-Siege der 15-jährigen Stortz über die Nummer 298 der Weltrangliste, Aleksandra Vovk aus Slowenien (4:0), sowie der vier Jahre jüngeren Josephina Neumann über Dasa Sinkarova aus der Slowakei (4:1). „Das war eine sehr gute Leistung von 'Josi'“, kommentierte Hessens Landestrainer Tobias Beck, der die Langstädterin beim Feeder betreut. „Sie ist sofort hellwach und präsent gewesen und hat völlig ohne Nervosität und Respekt agiert. Für das erste Einzel, besonders bei einem deutschen WTT Feeder, das sich alle sehr genau anschauen, war das eine souveräne Angelegenheit.“

Am Mittwoch kommt es zum David-gegen-Goliath-Duell. Dann trifft die U15-Jugend-WM-Teilehmerin mit der Mannschaft auf die amtierende Team-Europameisterin Sabine Winter, die in Düsseldorf an Position drei gesetzt ist. „Gegen eine der Großen aus der Damen-Nationalmannschaft gilt es auch selbstbewusst und unbekümmert aufzutreten, um dann zu sehen, wo man im Verhältnis dazu steht“, so Coach Beck. Für die ebenfalls erst am Samstag von der Jugend-WM in Portugal zurückgereiste Stortz geht es im Achtelfinale gegen die ehemalige Jugend-Nationalspielerin für Deutschland und heutige Wahl-Luxemburgerin Vivien Scholz.

Mantz souverän, 15-jährige Lokalmatadorin Kalaitzidou überraschend stark

In den beiden deutschen Duellen setzten sich die Favoritinnen durch. Team-Europameisterin Chantal Mantz ließ der Abwehr-Chefin in der U19-Jugend-Nationalmannschaft, Sarah Rau, keine Chance. Die 19-jährige Jugend-EM-Finalistin im Doppel, Anastasia Bondareva, stand gegen die fünf Jahre jüngere DTTZ-Internatsschülerin Eireen Kalaitzidou am Rande einer Niederlage. Für beide ist es das erste internationale Damen-Turnier. Und so freute sich im Anschluss auch die Unterlegene: „Ich hatte gar nicht erwartet, dass es ein so enges Match werden würde. Anastasia ist eine wirklich gute Spielerin. Ich hätte mich vorher schon darüber gefreut, überhaupt nur einen Satz zu gewinnen. Daher bin ich total froh und auch sehr stolz, dass ich ein so knappes Sieben-Satz-Spiel daraus machen und sie ein bisschen ärgern konnte“, sagte die Spitzenspielerin der NRW-Liga-Mannschaft von DTTB-Turnier-Organisationspartner Borussia Düsseldorf, Kalaitzidou.

Am Mittwoch greifen auch die Gesetzten ins Turniergeschehen ein, darunter neben Sabine Winter der an Position zwei gesetzte deutsche Meister, Benedikt Duda. Ebenfalls am Start sind die Altmeister Bastian Steger, der zweifache Olympia-Bronzemedaillengewinner mit der Mannschaft, und Steffen Mengel, der Team-WM-Finalist von 2014. Insgesamt wird es am Mittwoch mindestens 19 Partien mit deutscher Beteiligung in den fünf Feeder-Konkurrenzen geben.


Die Spiele mit deutscher Beteiligung in der Übersicht:

Herren-Einzel:

1. Runde (letzte 64)
Cedric Meissner – Alvaro Gainza ESP 4:0 (8,1,4,8)

2. Runde (letzte 32)
Tobias Hippler - Jakub Zelinka SVK 4:0 (6,5,9,9)
Benno Oehme - Samuel Walker ENG 3:4 (10,-11,5,10,-2,-5,-10)
Cedric Meissner - Alvaro Robles ESP 1:4 (-10,9,-5,-8,-7)
Fanbo Meng - Alexis Kouraichi FRA 4:0 (7,7,8,9)
Bastian Steger - Lev Katsman RUS 1:4 (-10,-6,-7,4,-6)
Steffen Mengel - Adrian Dillon AUT 4:0 (8,3,11,1)
Benedikt Duda - Albert Vilardell ESP 4:0 (7,10,5,4)

Achtelfinale
Tobias Hippler - Anton Källberg SWE, Mittwoch 18.30 Uhr
Fanbo Meng - Alvaro Robles ESP, Mittwoch 18.30 Uhr
Steffen Mengel - Chew Zhe Yu Clarence SGP, Mittwoch 20.10 Uhr
Benedikt Duda - Tobias Rasmussen DEN, Mittwoch 20.10 Uhr

Damen-Einzel:

1. Runde (letzte 32)
Josephina Neumann - Dasa Sinkarova SVK 4:1 (4,8,6,-4,3)
Anastasia Bondareva – Eireen Elena Kalaitzidou 4:3 (-11,-9,12,9,9,-9,9)
Franziska Schreiner – Nikoleta Puchovanova SVK 4:0 (3,7,9,8)
Yuan Wan – Katarina Strazar SVN 4:1 (7,2,-6,6,10)
Jele Stortz – Aleksandra Vovk SVN 4:0 (11,10,8,6)
Chantal Mantz – Sarah Rau 4:0 (6,8,3,6)

Achtelfinale 
Franziska Schreiner - Amelie Solja AUT, Mittwoch 16.50 Uhr
Anastasia Bondareva - Charlotte Carey WAL, Mittwoch 16.50 Uhr
Sabine Winter - Josephina Neumann, Mittwoch 16.50 Uhr
Yuan Wan - Ema Labosova SVK, Mittwoch 17.40 Uhr
Jele Stortz - Vivien Scholz LUX, Mittwoch 17.40 Uhr
Chantal Mantz - Daria Trigolos BLR, Mittwoch 18.30 Uhr

Herren-Doppel:

Viertelfinale
Benno Oehme/Cedric Meissner - Yuka Tanaka/Jo Yokotani JPN, Mittwoch 16.10 Uhr

Damen-Doppel:

Achtelfinale
Franziska Schreiner/Aleksandra Vovk SVN – Leila Imre/Leonie Hartbrich HUN 1:3 (-5,-3,9,-7)
Anastasia Bondareva/Jele Stortz – Dasa Sinkarova/Nikoleta Puchovanova SVK 1:3 (-12,-7,7,-7)

Viertelfinale
Eireen Kalaitzidou/Josephina Neumann - Charlotte Carey WAL/Liu Yangzi AUS, Mittwoch 15.30 Uhr
Chantal Mantz/Yuan Wan - Vivien Scholz LUX/Izabela Lupulesku SRB, Mittwoch 15.30 Uhr

Mixed-Doppel:

Achtelfinale
Cedric Meissner/Yuan Wan – Peter Hribar/Aleksandra Vovk SVN 3:0 (5,9,8)
Benno Oehme/Vivien Scholz LUX – Callum Evens/Charlotte Carey WAL 3:2 (5,-10,11,-4,4)

Viertelfinale
Cedric Meissner/Yuan Wan – Chew Zhe Yu Clarence SIN/Katsiaryna Baravok BLR 3:1 (10,5,-8,6)
Tobias Hippler/Franzika Schreiner - Andre Pierre Kases AUT/Daria Trigolos BLR 3:2 (-10,8,-9,7,6)
Benno Oehme/Vivien Scholz LUX – Dimitrije Levajac/Izabela Lupulesku SRB 3:2 (-7,5,6,-8,9)

Halbfinale
Tobias Hippler/Franzika Schreiner - Benno Oehme/Vivien Scholz LUX, Donnerstag 10 Uhr
Cedric Meissner/Yuan Wan – Xavier Dixon/Liu Yangzi AUS, Donnerstag 10 Uhr

Die Topgesetzten im Einzel:

Herren
1. Anton Källberg, Düsseldorf/Schweden, Weltrangliste: 42
2. Benedikt Duda, Bergneustadt/Deutschland, 45
3. Tiago Apolonia, Portugal, 61
4. Alvaro Robles, Spanien, 66
5. Samual Walker, England, 99

Damen
1. Amelie Solja, Österreich, 86
2. Daria Trigolos, Belarus, 92
3. Sabine Winter, Schwabhausen/Deutschland, 93
4. Izabela Lupulesku, Serbien, 102
5. Archana Girish Kamath, Indien, 121

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(FKT/DTTB)

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