International

China verzichtet bis Olympia auf Turniere im Ausland

Die China-Stars werden damit auch in Katar nicht an den Start gehen. (©ITTF)

24.02.2021 - Diese Nachricht kommt nicht nur spontan, sondern auch überraschend. Chinas Topstars werden bis zu den Olympischen Spielen in Tokio im Sommer kein einziges Turnier bestreiten, das außerhalb des eigenen Landes stattfindet. Darüber informierte der Weltverband ITTF am Mittwochnachmittag auf seiner Webseite. Damit treten die Top-Athleteninnen und -Athleten auch die Reise nach Katar nicht an. In Doha startet am Wochenende bekanntlich die neue Turnierserie WTT.

Augrund großer Bedenken bezüglich der eigenen Gesundheit zog das chinesische Team seine Teilnahme am WTT-Contender-Turnier (3. bis 13. März) kurzfristig zurück. Wenige Tage vor Beginn der Premierenwettkämpfe drückte Qin Zhijian, Generalsekretär des Chinesischen Tischtennisverbandes (CTTA), sein Bedauern darüber aus, dass sein Team nicht wie lange geplant nach Katar fliegen wird. “Aufgrund der anhaltenden weltweiten Pandemie-Situation werden wir bis zu den Olympischen Spielen keine Tischtennisspieler zu Turnieren außerhalb Chinas schicken können. Wir haben uns sehr darum bemüht, weil wir wirklich an der ersten WTT-Veranstaltung teilnehmen und sie unterstützen wollten, aber jetzt müssen wir leider unsere Teilnahme absagen", wird Qin auf der ITTF-Webseite zitiert.

Auch Stephen Duckitt, Event Strategy Director WTT, äußerte sich zu dieser Entscheidung: "Der Rückzug ist unter den von der CTTA dargelegten Umständen enttäuschend. Trotz der anhaltenden Herausforderung durch die COVID-19-Pandemie sind wir bereit, die ersten offiziellen WTT-Veranstaltungen in Doha durchzuführen, und wir werden weiterhin eng mit dem Tischtennisverband von Katar und den lokalen Behörden zusammenarbeiten, um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten." Ma Long, Fan Zhendong und Co. werden sich in ihrer Heimat bestmöglich auf Olympia vorbereiten. Das eigene Land verlassen sie erst wieder, wenn es Richtung Tokio geht.

Prause bedauert Entscheidung - WTT China Hub im Mai verschoben

Auch Richard Prause äußerte sich diesbezüglich gegenüber dem DTTB . „Wir bevorzugen es immer, wenn wir uns direkt mit den Chinesen messen können. Aber leider ist notgedrungen in dieser Zeit einfach alles sehr von Corona geprägt. Ich gehe davon aus, dass der chinesische Verband vermeiden möchte, dass durch Reisen ins Ausland wichtige Trainingswochen für seine Spieler verloren gehen. Denn auch für die chinesischen Sportler gilt bei einer Wiedereinreise aus dem Ausland eine sehr strenge, mindestens zweiwöchige Quarantäne, derzeit ist sogar von bis zu drei Wochen die Rede. Wir haben es mit unseren Spielern selbst bei der China-Bubble im November erlebt: Zwei Wochen Quarantäne lassen kein professionelles Training zu, damals war keine professionelle Turniervorbereitung möglich.“, wird der DTTB-Sportdirektor zitiert.

Ob die Chinesen vor Tokio überhaupt noch mal international zum Einsatz kommen, steht derweil noch in den Sternen. Die ursprünglich für den Mai geplanten Topturniere Grand Smash und Champions, kommen in der angedachten Form wohl nicht zustande. „Wegen der sehr langen Quarantänezeiten hat die WTT den für Mai geplante China Hub erst einmal verschoben. Es steht aber im Raum, dass dennoch im Mai vielleicht ein Wettkampf in China stattfindet. Hier müssen wir abwarten, unter welchen Voraussetzungen dieser dann stattfinden würde. Erst danach kann man die Situation neu bewerten", sagt Prause.

(FKT/ITTF/DTTB)

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