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Überraschungssieger bei chinesischen Meisterschaften

Lin Gaoyuan gelang im Finale ein Coup gegen Ma Long (©ITTF)

05.10.2020 - Im August erst hatte die chinesische Tischtennis-Nationalmannschaft ihre Fans mit einem Olympia-Simulationsturnier erfreut. Und auf eine Fortsetzung des nationalen Live-Sports der Extraklasse ließ sie sie ebenfalls nicht lange warten: Vom 1. bis 10. Oktober werden in Weihai die chinesischen Meisterschaften ausgetragen. Den Anfang machten die Teamwettbewerbe, die sogleich ein paar faustdicke Überraschungen zu bieten hatten.

Wie schon beim Olympia-Simulationsturnier im August galt auch für die chinesischen Meisterschaften, dass nicht alle großen Namen am Start waren. So suchte man beispielsweise Ding Ning, Liu Shiwen oder Fan Zhendong - zumindest in der Mannschaftskonkurrenz der Meisterschaften - vergeblich. Nichtsdestotrotz waren genügend Topspieler mit ihren Provinzmannschaften angetreten, um bei der Titelvergabe ein Wörtchen mitzureden. Ganz oben auf der Liste der favorisierten Teams stand zum Beispiel die Hauptstadt-Mannschaft aus Peking, in deren Reihen unter anderem Ma Long, Wang Chuqin und Yan An zu finden sind. Sie zogen wenig überraschend und ohne große Mühen ins Finale ein und trafen dort auf Guangdong mit Lin Gaoyuan und Zhou Qihao im Aufgebot. 

Hier jedoch endete der Durchmarsch der Hauptstädter, nachdem sich diese bereits auf der Siegerstraße befunden hatten. Ma Long und Wang Chuqin erledigten ihre Aufgabe in den ersten beiden Einzeln und brachten Peking damit auf den Triumphkurs. Doch ausgerechnet der mit seinen 35 Jahren bereits zu den ‚Oldies‘ im Guangdonger Team zählende Zhang Chao machte den Favoriten noch einen Strich durch die Rechnung und hielt seine Mannschaft mit einem 3:1-Sieg gegen Liu Yebo im Spiel. Peking hatte mit Ma Long und Wang Chuqin noch zwei heiße Eisen im Feuer und musste sich von der angedeuteten Aufholjagd noch nicht nervös machen lassen. Doch im Match gegen Lin Gaoyuan schaffte es Olympiasieger Ma nicht, die Oberhand zu behalten. Stattdessen übernahm Lin das Ruder und holte Guangdong im fünften Satz den Ausgleich. Im alles entscheidenden Einzel zwischen Zhou Qihao und Wang Chuqin zog schließlich Zhou erfolgreich den Schlussstrich unter die Aufholjagd und verschaffte Guangdong den ersehnten chinesischen Meistertitel.

Auch bei den Damen kam es im Finale zur Überraschung. Titelverteidiger Shandong hatte nicht nur die Weltranglistenerste, Chen Meng, im Team, sondern als Lokalmatador auch den Heimvorteil im Rücken. Im Finale trafen die Gastgeberinnen der chinesischen Meisterschaften auf das Team aus Hebei, welches mit Sun Yingsha ebenfalls eine Top-3-Spielerin aufbieten kann. Sun brachte ihr Team im ersten Einzel sogleich in Front, indem sie Gu Yuting mit 3:1 in ihre Schranken wies. Das ‚Break‘ gelang dann aber He Zhuojia, die gegen Topspielerin Chen Meng nervenstark agierte und sich nach einer 2:0-Führung nicht noch in den fünften Satz drängen ließ. Mit 17:15 machte He den Sack im vierten Durchgang zu, so dass Shandong im dritten Einzel bereits mit dem Rücken zur Wand stand. Doch das Spiel ließ sich nicht mehr herumreißen. Zang Xiaotong machte den Sack gegen Wang Xiaotong mit 3:0 zu und krönte Hebei damit nach 20 Jahren erstmals wieder zum chinesischen Meister. 

Nachdem die Mannschaftstitel nun vergeben sind, starten die Spieler in die Individualwettbewerbe. Diese werden noch bis zum 10. Oktober durchgeführt.


Die Endspiele im Überblick

Damen
Shandong - Hebei 0:3
Gu Yuting - Sun Yingsha 1:3 (-3,10,-5,-6)
Chen Meng - He Zhuojia 1:3 (-6,-4,10,-15)
Wang Xiaotong - Zang Xiaotong 0:3 (-11,-4,-5)

Herren
Guangdong - Peking 3:2
Zhou Qihao - Ma Long 1:3 (7,-8,-6,-3)
Lin Gaoyuan - Wang Chuqin 1:3 (-10,13,-7,-12)
Zhang Chao - Liu Yebo 3:1 (8,8,-8,7)
Lin Gaoyuan - Ma Long 3:2 (-6,6,9,-12,8)
Zhou Qihao - Wang Chuqin 3:1 (7,10,-9,9)

(JS)

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