Universiade

Universiade: Wer vertritt Deutschland in Neapel?

So sah das Universiade-Team 2017 aus, 2019 sind nur zwei 'alte Hasen' wieder mit dabei (©Walther)

12.06.2019 - Alle Topathleten fiebern naturgemäß auf die Olympischen Spiele hin, ein paar Etagen weiter unten, auf der Studierendenebene, freut man sich derweil auf die Universiade, die anders als ihr ‚großer Bruder‘ im Zwei-Jahres-Rhythmus ausgetragen wird. Vom 3. bis 14. Juli ist es wieder so weit und rund 8.000 Sportler aus 150 Nationen treffen sich in Neapel zur größten Multisportveranstaltung nach den Olympischen Spielen. Die deutschen Starter in der Disziplin Tischtennis stehen bereits fest.

Wer darf für Deutschland zur Universiade nach Neapel fahren? Das hat der Allgemeine Deutsche Hochschulverband zumindest für die Sportart Tischtennis bereits abschließend entschieden. So werden vier Damen und vier Herren die Reise nach Italien antreten, darunter allerdings nur zwei Spieler, die bereits Erfahrungen bei dem größten Multisportevent nach den Olympischen Spielen sammeln konnten: Gianluca Walther (Uni Köln) und Liang Qiu (Uni Hohenheim), die beide auch 2017 zum Team gehörten. Ihren ersten Auftritt bei einer Universiade werden dagegen Nils Hohmeier (Uni Düsseldorf) und Abwehrspieler Florian Bluhm (Uni Hohenheim) haben, die normalerweise beide in der 2. Bundesliga aktiv sind.

Bei den Damen entschied sich der ADH für vier junge Spielerinnen, die Deutschland ebenfalls das erste Mal bei einer Universiade vertreten werden. So dürfen Janina Kämmerer (Uni Frankfurt), Alena Lemmer (DHBW Stuttgart), Luisa Säger (Uni Tübingen) und Vivien Scholz (Uni Düsseldorf) ihr Glück in Neapel versuchen. Wenn guter Rat teuer ist, können sie sich allerdings vertrauensvoll an ihre erfahrenen Trainer Lennart Wehking und Kathrin Mühlbach wenden, die diesmal das Team als Coaches betreuen. 

Für Wehking ist es übrigens bereits die fünfte Universiade. Als Spieler gehörte er 2009 auch zu jener Herrenmannschaft, die das letzte Mal eine Medaille von einer Universiade mit nach Hause bringen konnte. An der Seite von Nico Christ und Nico Stehle erkämpfte sich der Spieler vom 1. FC Köln damals Bronze. Heutzutage hängen die Trauben allerdings hoch. Vor allem die asiatischen Mannschaften schicken oft hochklassige Athleten zu den Studentenspielen, während sich andere Nationen - wie auch Deutschland - eher auf den Nachwuchs konzentrieren. So triumphierte vor zwei Jahren etwa Masataka Morizono im Finale über den Taiwaner Chen Chien-An und Jeon Jihee gewann gegen Cheng I-Ching, während die Chinesen die Individual-Wettbewerbe aufgrund des angespannten Verhältnisses zum Gastgeberland Taiwan boykottierte. Aus Sicht der Deutschen war man 2017 im Herrenwettbewerb einer Medaille am nächsten, scheiterte aber mit 0:3 im Viertelfinale an China.
 

Das deutsche Aufgebot im Überblick:

Florian Bluhm (Uni Hohenheim)
Nils Hohmeier (Uni Düsseldorf)
Liang Qiu (Uni Hohenheim)
Gianluca Walther (Uni Köln)

Janina Kämmerer (Uni Frankfurt)
Alena Lemmer (DHBW Stuttgart)
Luisa Säger (Uni Tübingen)
Vivien Scholz (Uni Düsseldorf)

(JS)

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