Champions League

Champions League: Saarbrücken mit Mühe – Düsseldorf ohne Probleme

Shang Kun war mit zwei klaren Einzeln der Saarbrücker Matchwinner. (©1. FC Saarbrücken)

16.01.2020 - Drei deutsche Vertreter hatten sich für das Viertelfinale der Champions League qualifiziert. Zwei davon trafen am Mittwochabend im direkten Duell aufeinander. Mit dem besseren Ende für den 1. FC Saarbrücken. Die Saarländer setzten sich wie schon in der Liga knapp mit 3:2 beim TTBL-Konkurrenten Mühlhausen durch. Borussia Düsseldorf verschaffte sich mit dem 3:0-Sieg bei Roskilde Bordtennis in Dänemark eine optimale Ausgangsposition für das Rückspiel in vier Wochen.

Obwohl der 1. FC Saarbrücken in Bestbesetzung nach Thüringen reisten, mussten sich Patrick Franziska und Co. enorm strecken, um die Halle am Ende als Sieger zu verlassen. Dabei lief zunächst alles nach Plan. Shang Kun bewzang Ovidiu Ionescu klar in drei Sätzen. Franziska legte den Grundstein in der Verlängerung des fünften Satzes gegen Lubomir Jancarik – 2:0. Dabei wehrte der Nationalspieler einen Matchball ab. Doch der Post SV, der sich erst im letzten Gruppenspiel für die K.o.-Runde qualifizieren konnte, gab nicht auf und kämpfte sich eindrucksvoll zurück.

Steffen Mengel lag bereits mit 1:2 gegen Darko Jorgic zurück. Doch der 31-Jährige bog die Partie noch um und hielt sein Team damit im Rennen. Beflügelt von der Leistung Mengels drehte Ionescu in seinem zweiten Einzel auf und besiegte Franziska überraschend mit 3:2. Es kam also zum zweiten Auftritt von Shang Kun. Am Ende konnten sich die Saarbrücker bei ihrem erfahrenen Spitzenspieler bedanken, der auch sein zweites Match gegen Jancarik deutlich für sich entschied (3:0).

Boll schlägt Altstar Michael Maze

Für den deutschen Rekordmeister Borussia Düsseldorf war die Reise etwas länger. In Dänemark ließen sich die Landeshauptstädter allerdings nicht davon abhalten, einen Riesenschritt in Richtung Halbfinale zu gehen (3:0 bei Roskilde Bordtennis). Ricardo Walther machte den Anfang und bestätigte im Auftaktmatch seine gute Form. Gegen den erfahrenen Bojan Tokic verlor der 28-Jährige nur den zweiten Satz, hatte den Slowenen ansonsten sicher im Griff und sorgte für die 1:0 Führung des fünfmaligen Titelgewinners. 

Schwerer wurde es für Timo Boll gegen den früheren Top-10-Spieler Michael Maze. Der erste Satz ging verloren, die drei folgenden gewann Boll allesamt nur mit zwei Punkten Unterschied. „Das hätte sogar noch enger werden können“, so Boll. „Michael hatte eine gute Chance mit 2:1 in Führung zu gehen. Das war ein Duell auf hohem Niveau. Man sieht ihn ja nur noch selten, da weiß ich nie, wo er gerade steht und was mich erwartet.“

Rückspiele erst in einem Monat

Den Schlusspunkt setzte der Schwede Anton Källberg. Durch seinen souveränen 3:1-Sieg über Chinas Zhai Yujia war das Match nach weniger als zwei Stunden entschieden. Die Borussia um Cheftrainer Danny Heister freute sich über eine souveräne Mannschaftsleistung. „Das Halbfinale ist jetzt mehr als nur greifbar“, resümierte Manager Andreas Preuß. „Wir müssen im Rückspiel ja praktisch nur vier Sätze oder ein Spiel gewinnen. Das sollten wir bei aller Zurückhaltung schaffen.“

Am Donnerstag, 13. Februar (19 Uhr), steigt das Rückspiel im ARAG CentreCourt. Gleichzeitig ist es die nächste Partie der Borussia. Bis dahin sind die Spieler auf internationalem Parkett wie bei der Olympia-Mannschafts-Qualifikation im portugiesischen Gondomar und den German Open in Magdeburg im Einsatz. Saarbrücken hat einen Tag später (14.02., 19 Uhr) den Post SV Mühlhausen zu Gast. 


Die Viertelfinal-Hinspiele der Deutschen im Überblick: 

Post SV Mühlhausen – 1. FC Saarbrücken TT 2:3
Ovidiu Ionescu – Shang Kun 0:3 (7:11, 9:11, 2:11)
Lubomir Jancarik – Patrick Franziska 2:3 (11:8, 10:12, 4:11, 11:9, 10:12)
Steffen Mengel – Darko Jorgic 3:2 (11:8, 6:11, 12:14, 11:9, 11:7)
Ovidiu Ionescu – Patrick Franziska 3:2 (11:3, 11:4, 4:11, 9:11, 11:6)
Lubomir Jancarik – Shang Kun 0:3 (8:11, 4:11, 6:11)

Roskilde Bordtennis BTK61 – Borussia Düsseldorf 0:3
Bojan Tokic – Ricardo Walther 1:3 (4:11, 12:10, 4:11, 7:11)
Michael Maze – Timo Boll 1:3 (11:7, 9:11, 14:16, 9:11)
Zhai Yujia – Anton Källberg 1:3 (6:11, 7:11, 12:10, 7:11)

(FKT)

 

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