Champions League

CL: Saarbrücken makellos - Mühlhausen trotz Niederlage im Viertelfinale!

Tomas Polansky sorgte für den entscheidenden Punkt der Saarländer (©Höfer)

11.12.2019 - Trotz einer 0:3-Niederlage gegen Fakel Gazprom Orenburg steht der Post SV Mühlhausen im Viertelfinale der Champions League. Die Thüringer erhielten in Gruppe A Schützenhilfe vom spanischen Tabellenletzten Leka Enea, der Mühlhausens Verfolger Vaillante Angers schlug. Die bereits für das Viertelfinale qualifizierten Saarbrücker sicherten sich am Dienstagabend derweil den Sieg in Gruppe C und sicherten sich zwei Tage später den sechsten Sieg im sechsten Spiel. Borussia Düsseldorf schaffte dasselbe Kunststück.

Wer hätte das gedacht? Der Post SV Mühlhausen hat trotz einer Niederlage im Auswärtsspiel bei Fakel Gazprom Orenburg das Viertelfinale der Champions League erreicht. Die Thüringer dürfen sich über die unerwartete Schützenhilfe von Leka Enea freuen. Der spanische Gruppenletzte der Gruppe A setzte sich knapp mit 3:2 gegen Mühlhausens Verfolger Vaillante Angers durch, der im Baskenland u. a. ohne die Schweden Jon Persson und Jens Lundqvist angetreten war. So bleibt Mühlhausen in der Tabelle einen Punkt vor Vaillante, auch wenn die abschließende Partie gegen Orenburg mit 0:3 verloren ging.

Beim bereits für das Viertelfinale qualifizierten Titelverteidiger Orenburg fehlte Dimitrij Ovtcharov aufgrund der Grand Finals, Mühlhausen wiederum musste auf Steffen Mengel (Rückenprobleme) verzichten. Schon Mühlhausens Vize-Europameister im Einzel, Ovidiu Ionescu, unterlag im ersten Einzel Altmeister Vladimir Samsonov mit 0:3. Lubomir Jancarik und der eingesprungene Post-Coach Erik Schreyer machten es gegen Marcos Freitas und Denis Ivonin nicht viel besser, sodass man am Ende ohne eigenen Satzgewinn nach Hause fuhr – das Ergebnis den Beteiligten aber letztlich egal sein konnte. 

Saarbrücken sichert sich den Gruppensieg

Noch um den Gruppensieg ging es für den 1. FC Saarbrücken TT am Dienstag in der Partie gegen den polnischen Konkurrenten Grodzisk Mazowiecki. Diesen besiegten die Saarländer mit 3:2, trotz der Abwesenheit des ebenfalls zu den Grand Finals gereisten Patrick Franziska. Shang Kun, Tomas Polansky und Darko Jorgic sorgten mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung für den Erfolg. Denn der an diesem Tag gut aufgelegte Ex-Borusse Panagiotis Gionis in Diensten Mazowieckis konnte beide Einzel gewinnen, das gegen Polansky und auch das im Einserduell gegen Shang Kun.

Da Letzterer gleich zu Beginn Marek Badowski bezwang, Jorgic an Position drei gegen Pavel Sirucek punktete und Polansky das Abschlusseinzel ebenfalls gegen Badowski gewann, durfte sich Saarbrücken über einen Sieg freuen. Sportlich ohne großen Wert ist nun das abschließende Gruppenspiel gegen den Ping Pong Club Villeneuvois, das der 1. FCS am Donnerstagabend ohne Probleme mit 3:0 gewann. "Für uns war es wichtig, vor allem den jungen Spielern Einsatzzeit zu geben", sagte FCS-Organisationsleiter Nicolas Barrois. "Alle haben das heute sehr gut gemacht. Insbesondere Kakeru Sone hat sich sehr gut präsentiert."

Düsseldorf gewinnt auch das letzte Gruppenspiel

Im Spiel zwischen Düsseldorf und Hennebont am Dienstagabend ging es sportlich um nichts mehr, die Borussia stand bereits als Gruppensieger fest, die Franzosen als Zweitplatzierte. Dennoch sorgten die Akteure für ein unterhaltsames Spiel, allen voran der zuletzt mit einer Erkältung ausgefallene deutsche Nationalspieler Ricardo Walther. Er brachte seine Farben mit einem starken Auftritt und einem deutlichen Triumph über Konstantinos Angelakis in Führung und machte beim Stand von 2:1 gegen Quentin Robinot in einem ausgeglichenen Match den Sack zu. Der Franzose leistete Widerstand und ließ sich nicht abschütteln, doch Walther zeigte in den Endphasen der drei Durchgänge stets die besseren Schläge und verdiente sich das abermalige 3:0 redlich.

Zuvor hatte Anton Källberg gegen Robinot mit 2:3 verloren und die einzige Niederlage der Gastgeber kassiert. Diese allerdings war vermeidbar, traf doch der zuletzt gut aufspielende Schwede auf einen in der Weltrangliste um 111 Plätze schlechter eingestuften Gegner. Der 22-Jährige zeigte heute sein Potenzial allerdings viel zu selten und bekam nie richtig Zugriff auf das Spiel. Anders war es bei Kristian Karlsson, der seine starke Vorstellung vom Sonntags-Duell mit Saarbrücken bestätigte und seinen Kontrahenten Georgis Stamatouros klar in die Schranken wies (3:0).


Der 6. Spieltag in der Übersicht:

Gruppe A

Fakel Gazprom Orenburg – Post SV Mühlhausen 3:0
Vladimir Samsonov – Ovidiu Ionescu 3:0 (11:3, 14:12, 11:7)
Marcos Freitas – Lubomir Jancarik 3:0 (11:6, 11:5, 11:4)
Denis Ivonin – Erik Schreyer 3:0 (11:9, 11:7, 11:3)

Leka Enea TDM – VS Angers TT 3:2

Gruppe B
TTC Ostrava 2016 – SPG Walter Wels 3:2
Roskilde Bordtennis BTK61 – TTSC UMMC 1:3

Gruppe C

1. FC Saarbrücken TT – KS Dartom Bogoria Grodzisk Mazowiecki 3:2
Shang Kun – Marek Badowski 3:0 (11:6, 11:8, 11:6)
Tomas Polansky – Panagiotis Gionis 1:3 (11:6, 9:11, 11:13, 10:12)
Darko Jorgic – Pavel Sirucek 3:1 (5:11, 11:5, 12:10, 11:4)
Shang Kun – Panagiotis Gionis 1:3 (11:6, 5:11, 9:11, 9:11)
Tomas Polansky – Marek Badowski 3:0 (11:7, 11:4, 13:11)

GDCS Juncal – Ping Pong Club Villeneuvois 2:3

Ping Pong Club Villeneuvois – 1. FC Saarbrücken TT 0:3
Yevhen Pryshchepa – Kakeru Sone 0:3 (8:11, 7:11, 7:11)
Vassily Lakeev – Cristian Pletea 2:3 (11:8, 11:5, 8:11, 5:11, 5:11)
Cedric Lepage – Tomas Polansky 1:3 (6:11, 11:6, 5:11, 7:11)


Gruppe D

Borussia Düsseldorf – GV Hennebont TT 3:1
Ricardo Walther – Konstantinos Angelakis 3:0 (11:5, 11:9, 11:2)
Anton Källberg – Quentin Robinot 2:3 (12:10, 13:15, 7:11, 11:8, 7:11)
Kristian Karlsson – Georgios Stamatouros 3:0 (11:4, 11:6, 11:9)
Ricardo Walther – Quentin Robinot 3:0 (11:9, 12:10, 11:9)

STK Starr Croatia – Sporting Clube De Portugal 1:3

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(DK/FKT/TTBL)

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