Buntes

Die Werner Schlager Academy ist pleite

Rückschlag für Werner Schlager: Seine Akademie musste Insolvenz anmelden (©Roscher)

10.12.2015 - Erst Mitte November hatte die Werner Schlager Academy noch positive Schlagzeilen damit gemacht, dass der Weltverband ITTF ihr den offiziellen Akademie-Status verlieh. Ein wahrer Ritterschlag, zumal diese Auszeichnung weltweit ansonsten nur das Chinese Table Tennis College in Shanghai erhielt. Knapp einen Monat nach diesen guten Neuigkeiten ist man in Schwechat allerdings ganz unten angekommen: Die Academy ist laut österreichischen Medien insolvent.

„Wenn ich vorher gewusst hätte, was auf mich zukommt, hätte ich die WSA nicht gegründet“, sagte Werner Schlager schon im Oktober 2013 im großen myTischtennis.de-Interview, das er uns im Rahmen der Europameisterschaften in Schwechat gegeben hat. „Rechtliche Fehltritte“ der WSA-Mutterfirma Multiversum Schwechat Betriebs GmbH und Probleme mit der Stadt bereiteten dem ehemaligen Weltmeister damals Kopfschmerzen. Trotz finanzieller Ungereimtheiten rund um den Bau des Veranstaltungszentrums Multiversum, wegen derer die Werner Schlager Academy bereits seit Jahren im Gespräch ist, konnte sich das Trainingszentrum, in dem auch internationale Größen wie Marcos Freitas oder Joao Monteiro regelmäßig trainierten, bis jetzt halten. Am Mittwochabend erklärte Geschäftsführer Martin Sörös dann allerdings laut österreichischen Medienberichten, dass man sich dazu gezwungen sehe, ein Insolvenzverfahren in Verbindung mit einem Sanierungsverfahren einzuleiten. Dies sei heute vom Landesgericht Korneuburg eröffnet worden. 

Die Werner Schlager Academy wurde Anfang 2011 eröffnet und setzte sich zum Ziel, Profis, aber auch Hobbyspielern beste Trainingsbedingungen zu bieten. Die chinesische Nationalmannschaft kam hier bereits öfter zur Vorbereitung auf Weltmeisterschaften unter. Die hohe Qualität des Trainingszentrums wurde zuletzt vor einem Monat von der ITTF hervorgehoben, die der WSA den offiziellen Akademie-Status zusprach. Neben dem österreichischen Zentrum wurde diese Ehre einzig dem Chinese Table Tennis College in Shanghai zuteil. „Das ist definitiv der Ritterschlag für die WSA“, hatte Geschäftsführer Sörös daraufhin auf der WSA-Homepage erklärt. „Nun auch offiziell weltweit als Akademie anerkannt zu sein und somit auf ein und derselben Stufe mit Shanghai zu stehen, das ist eine unfassbare Auszeichnung für uns und das gesamte WSA-Team. Und natürlich auch eine Verpflichtung immerwährend daran zu arbeiten, den Qualitätslevel in unserem Zentrum nicht bloß zu halten, sondern weiter auszubauen.“

Neben der großen Anerkennung hatte man sich in Schwechat auch über den möglichen wirtschaftlichen Nutzen gefreut, den diese Auszeichnung mit sich bringen könnte. Für eine ausführlichere Stellungnahme zu den aktuellen Ereignissen war die Geschäftsführung laut ORF vorerst noch nicht erreichbar. 

(JS / Quelle: ORF)

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