Buntes

Plastik oder Zelluloid? Designer setzt auf "luftigen" Ball

Eine Alternative für den Freizeitsport? Der 'Airball' soll vor allem mit langer Haltbarkeit punkten (©Philipp Günther Design)

23.06.2014 - Wie heißt es so schön? Wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte! Zumindest, wenn es nach dem Hamburger Designer Philipp Günther geht. Während die Tischtenniswelt noch über Vor- und Nachteile von Plastik- und Zelluloidbällen diskutiert, schickt er schon ein neues Modell, den 'Airball', ins Rennen, der mit einem 3D-Drucker produziert wird. Als alternativer Wettkampfball ist das Produkt zwar nicht gedacht. Trotzdem wollen wir Ihnen die Idee nicht vorenthalten.

Der Countdown bis zur offiziellen Ablösung des Zelluloidballs durch seinen Plastiknachfolger läuft nächste Woche ab. Dann ist der Termin, der in den vergangenen Monaten mit Spannung erwartet wurde, gekommen und wir werden feststellen, ob die bestehenden Zweifel am Plastikball bestätigt oder widerlegt werden können. In dieser heißen Phase des Ballwechsels taucht nun zufällig eine neue Idee im Internet auf, wie man den Tischtennisball weiter verbessern kann: Der Hamburger Designer Philipp Günther stellt den 'Airball' vor, eine Variante mit luftdurchlässiger Oberfläche aus flexiblem Material.

 

Eines darf dabei aber nicht missverstanden werden: Anders als der Zelluloid- und Plastikball ist dieses Exemplar nicht für den normalen Spielbetrieb gedacht, sondern richtet sich an den Bedürfnissen der Hobbyspieler aus. "Für viele Leute, die wie ich zum Spaß an einer Steinplatte auf dem Spielplatz spielen, ist es das Schlimmste, dass die Bälle ständig kaputt gehen", erklärt Philipp Günther, dessen Kreation mit einem 3D-Drucker hergestellt wird. "Der 'Airball' soll eine Alternative für den Fun-Bereich sein und hat nicht das Ziel, dass Timo Boll damit Meisterschaftsspiele bestreitet." Diese Ansprüche könnte sein Ball wohl auch nur schwer erfüllen, wie man dem kurzen Demonstrationsvideo entnehmen kann. Für Hobbyspieler, die sich mit Freunden an einem Tisch in der Nachbarschaft treffen, kann dies aber eine interessante Variante sein, die sich problemlos in enge Hosentaschen stecken lässt und auch ein versehentliches 'Drauftreten' überlebt.

 

Tatsächlich konnte Günther mit seiner Idee im Internet schon etwas Aufmerksamkeit erregen, obwohl der Ball noch nicht fertig entwickelt und somit auch noch nicht zu erwerben ist. Aktuell nimmt der Designer an einem Wettbewerb auf der Plattform Launchbox teil, um sich Unterstützung zu sichern, wenn er seinen 'Airball' in Zukunft als Crowdfunding-Projekt anpreist. Bis dahin wird fleißig an der Herstellung mit dem 3D-Drucker gefeilt, die momentan noch zu kostenintensiv ist. Wir sind gespannt, ob uns der fertig entwickelte Ball irgendwann auf den Spielplatztischen Deutschlands wiederbegegnet und es wirklich zur "Revolution" im Freizeitbereich kommt.

 


Näheres zu Philipp Günther erfahren Sie auf seiner Homepage.

(JS)

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