Buntes

Tobias Slanina setzt nach dem Abi voll auf Tischtennis

Nach vier Jahren verlässt Tobias Slanina das DTTI mit dem Abitur im Gepäck. (©Fabian Kleintges-Topoll)

13.05.2022 - Nach vier Jahren im Deutschen Tischtennis-Internat (DTTI) in Düsseldorf beginnt für Tobias Slanina im Sommer ein neues Kapitel. Mit dem Abitur im Gepäck möchte der 18-Jährige seine Karriere voraussichtlich am Stützpunkt in Grünwettersbach weiter vorantreiben. Den Profi-Traum hat der Drittliga-Aufsteiger vom TTC Altena noch nicht aufgegeben. Ein wichtiger Mentor auf seinem bisherigen Weg ist Teodor Yordanov. Der Bulgare spielt seit 2016 mit Slanina in einer Mannschaft.

Viel Zeit bleibt Tobias Slanina im Moment nicht für Tischtennis. Wie jeder Schüler in seinem Alter steckt der 18-Jährige gerade mitten im Abiturstress. Drei Klausuren sind schon geschrieben, die mündliche Pädagogik-Prüfung steht noch aus. Seinen 19. Geburtstag am 31. Mai kann Slanina dann noch gemeinsam mit seinen DTTI-Mitbewohnern in Düsseldorf feiern. Mitte Juni wird der Nachwuchsspieler das Internat nach vier Jahren verlassen. Dem baldigen Abschied sieht der Linkshänder mit einem weinenden und einem freudigen Auge entgegen. „Ich habe den größten Teil meiner Jugend hier verbracht und werde die Zeit definitiv vermissen, weil wir sehr eng zusammengewachsen sind“, sagt Slanina.

Über Eva Jeler ins DTTI – Yordanov wurde Slaninas Privattrainer

Das Abenteuer DTTI begann für Slanina im Jahr 2018. Der damals 15-Jährige machte beim Top-48- und Top-24-Turnier der Schüler mit guten Platzierungen auf sich aufmerksam. Die damalige Schüler-Bundestrainerin Eva Jeler erkannte Slaninas Talent und ermöglichte den Umzug ins DTTI. „Ich habe bis dahin vielleicht nur vier bis fünfmal pro Woche trainiert“, blickt der zweifache westdeutsche Schüler-Meister zurück, dessen Familie zuvor keine Berührungspunkte mit dem Tischtennissport hatte. Über seine Nachbarin fand er im Alter von fünf Jahren den Weg zum seinem Heimatverein PTSV Dortmund, wo sich Slanina bis in die Herren-Bezirksklasse und die Jugend-NRW-Liga hochkämpfte.

Die schnellen Fortschritte beförderten ihn früh in den WTTV-Kader, über den Verband wurde der Kontakt zu Teodor Yordanov hergestellt. Das Privattraining mit dem Bulgaren zahlte sich immer mehr aus. Über den ehemaligen Zweitligaspieler kam 2016 der Wechsel zum TTC Vernich zustande. Beim Klub in der Nähe von Köln sammelte Slanina seine ersten Erfahrungen in der Landes- und Regionalliga. Der gemeinsame Weg führte 2018 zum TTC Altena. Im oberen Paarkreuz führten Slanina und Yordanov den Traditionsverein im oberen Paarkreuz zurück in die 3. Liga. Mit den Neuzugängen Gerrit Engemann und Marko Panic sind die Sauerländer als Aufsteiger ambitioniert. „Wir wollen uns mit unserer jungen Mannschaft und der Erfahrung von Teo weiter etablieren“, so Slanina.

Slaninas Weg führt wohl nach Grünwettersbach

Mit der Mannschaft sind die Ziele klar definiert, auch über seine persönliche Zukunft hat sich der 18-Jährige in den vergangenen Monaten viele Gedanken gemacht. „Ich möchte die nächsten ein bis zwei Jahren weiter auf Tischtennis setzen.“ Der Düsseldorfer Trainingsgruppe wird er künftig allerdings nicht mehr angehören, seine Laufbahn soll - aller Wahrscheinlichkeit nach - am Stützpunkt in Grünwettersbach fortgesetzt werden. „Mir ist bewusst, dass ich kein zweiter Timo Boll werde“, so Slanina, der den Sprung in die zweite Liga und mit etwas Glück auch die TTBL noch für realistisch hält. 

Sollte es für den Profi-Traum am Ende doch nicht reichen, könne er immer noch ein Fernstudium beginnen. Mut macht der Weg seines Vorbilds Benedikt Duda. Slanina sieht durchaus Parallelen zwischen sich und dem Bergneustädter. „Er ist wie ich Linkshänder, sehr trainingsfleißig und weniger der Gefühlsspieler. Er hat gezeigt, was man alles erreichen kann. Sein Weg ist schon beachtlich“, schwärmt Slanina. 

Bevor er den Fokus komplett auf den Sport richtet, möchte Slanina nach dem geschafften Schulabschluss erst mal abschalten. „In der Sommerpause werde ich fürs Erste zurück nach Dortmund ziehen, viel Zeit mit meinen Freunden verbringen und vielleicht mal in den Urlaub fliegen.“ Verdient hat er sich die Erholung nach Monaten des Lernens allemal. 

Zur TTR-Historie von Tobias Slanina

(FKT)

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