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Nachwuchs-Ass Felix Köhler: Fasziniert von Vorbild Michael Maze

Felix Köhler geht ab Herbst in sein letztes Jahr als Jugendspieler. (©Stefan Wiegand)

14.06.2020 - Bei den Düsseldorf Masters durfte Felix Köhler Anfang der Woche endlich wieder Wettkampfluft schnuppern. Die Corona-Pause hat der 16-Jährige in seiner pfälzischen Heimat verbracht. Seit knapp drei Wochen ist er zurück im Deutschen Tischtennis-Internat. Nach Tayler Fox, Yuki Tsutsui und Tobias Sältzer ist der Drittligaspieler von der TSG Kaiserslautern der vierte Bewohner, den wir im Rahmen unserer Reihe ,Nachwuchs-Asse‘ vorstellen.

Im Alter von 14 Jahren zog Felix Köhler im Frühjahr 2018 ins DTTI. Mittlerweile hat sich der 16-Jährige in Düsseldorf prächtig eingelebt. „Ich wollte mich weiter verbessern. Mein damaliger Trainer hatte gute Kontakte hierher. Dann ging alles ganz schnell“, sagt Köhler über seine Entscheidung, im jungen Alter nach Düsseldorf zu ziehen. Nach dem Auszug von Benno Oehme (20) gehört der Pfälzer schon zu den älteren Bewohnern. Seinem Verein, der TSG Kaiserlautern, schwört er aber weiterhin die Treue. 

Felix Köhler: "Die 3. Liga ist schon was anderes!"

„Ich habe bisher nie daran gedacht zu wechseln. Der Verein hat mir immer sehr geholfen und mir die Chance gegeben, hoch zu spielen“, berichtet Köhler. Beim TTC Schönborn hielt Köhler im Alter von fünfeinhalb Jahren das erste Mal den Schläger in der Hand. Dass Felix mehr Talent hatte als seine Mitspieler, fiel schnell auf. Spätestens, als er bei den Mini-Meisterschaften die deutlich ältere Konkurrenz hinter sich ließ. 2014 folgte dann der Schritt nach Kaiserlautern. 

Als Zehnjähriger durfte sich der Youngster dann schon in der Bezirksliga beweisen. Über die Pfalz-, Ober- und Regionalliga schaffte Felix Köhler den Sprung bis in die 3. Liga. Am Aufstieg der TSG war der 16-Jährige im vergangenen Jahr maßgeblich beteiligt. „Die 3. Liga ist schon was anderes. Anfangs hatte ich viel Respekt vor den Gegnern. Aber jetzt passt es ganz gut“, so Köhler. Im Gegensatz zu einigen seiner Mitbewohner spielte Köhler bisher nur für zwei Klubs.

Mit Tischtennis den Lebensunterhalt verdienen

Immer an seiner Seite: Sein älterer Bruder Nico. Mit ihm verbrachte Felix während der Corona-Pause sehr viel Zeit, nicht nur am Tisch. „Ich habe schon sehr regelmäßig mit ihm trainiert“, sagt Felix über seinen Bruder, der seinen Bundesfreiwilligendienst im DTTI absolviert. Seit Ende Mai sind beide zurück in der Landeshauptstadt. Prompt musste der 16-Jährige auch wieder zurück auf die Schulbank. In zwei Jahren macht Felix Köhler sein Abitur auf dem Lessing-Gymnasium.

Wie es danach weitergehen soll, hat sich der 16-Jährige schon ganz genau überlegt. Sportliche Ziele wie Olympia und die Bundesliga seien natürlich die große Hoffnung. Aber: „Ich möchte mit Tischtennis meinen Lebensunterhalt verdienen“, äußert sich Felix realistisch. Sollte es mit der ganz großen Karriere nichts werden, könnte sich der Nachwuchskaderathlet des DTTB auch einen Job bei der Polizei vorstellen. „Auf jeden Fall etwas Sportliches“, scherzt Köhler.

Sein großes Vorbild ist Michael Maze

Bisher befindet er sich definitiv auf einem guten Weg. Seine größten Erfolge: Die deutsche Meisterschaft der Schüler im Einzel und Doppel 2018 sowie die Bronze-Medaille im Mixed-Doppel und in der Mannschaft bei der Jugend-EM 2019. Über sein Spiel sagt der Gymnasiast: „Ich spiele nicht jeden Ball unbedingt fest und versuche viel über Platzierung.“ Da ist es auch kein Zufall, dass ausgerechnet Michael Maze sein großes Vorbild ist.

„Er ist nicht der standardmäßige Spieler. Er hat eine gute Übersicht und spielt taktisch clever.“ Aktuell versucht Felix Köhler so viel wie möglich zu trainieren. Irgendwie muss die tischtennisfreie Phase ja wieder aufgeholt werden. Der Ansporn für bevorstehende Turniere ist groß. Doch was ist besonders wichtig, um den ganz großen Sprung zu schaffen? „Ich denke das kann man nicht so pauschal sagen. In den nächsten Jahren kann man sich individuell noch weit entwickeln“, so Köhler.

Der 16. der deutschen U18-Rangliste steht vor seinen letzten Jugendjahren. „Danach wird man dann sehen, in welche Richtung es geht.“ 

(FKT)

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