Buntes

Teqpong: Fun-Variante an gebogenem Tisch

Nein, Sie haben keinen Knick in der Optik. Der Tisch ist gebogen (©Teqpong)

19.06.2019 - Manch einer hat schon an einem geraden Tisch Probleme damit, den Ball anständig auf die gegnerische Hälfte zu spielen. Bei der Tischtennisvariante Teqpong wird dies noch einmal ungemein schwieriger. Denn hier spielt man an einem gebogenen Tisch. Das Ganze ist angelehnt an das fußballähnliche Spiel Teqball, das bereits vor fünf Jahren erfunden wurde, und unterscheidet sich auch abgesehen von der Tischform in einigen Punkten vom normalen Tischtennisspiel.

Von TTX über Headis und Clickball bis hin zu Vierertisch - es gibt bereits einige Tischtennisalternativen, die in der Szene und im vereinsfernen Hobbybereich mehr oder weniger großen Anklang gefunden haben. Mit Teqpong reiht sich eine Variante ein, die auf einer noch ungewöhnlicheren Idee beruht: Denn dieses Spiel wird an einem gebogenen Tisch gespielt. Ende November wird der erste internationale Teqpong-World-Cup in Budapest mit einem bemerkenswerten Preisgeld von 50.000 US-Dollar ausgetragen und die Verantwortlichen rühren aktuell die Werbetrommel für ihren Sport. So spielte kürzlich der Gründer des englischen Tischtennisforums „TableTennisDaily“ mit Michael Maze eine Runde im Teqpong-Hauptquartier (zum Video). Die Idee, einen Tischtennistisch mit gebogener Platte zum Spielen zu benutzen, ist allerdings schon älter: 2014 wurde die Fußballvariante Teqball von drei Ungarn erfunden, die auch schon einige Superstars wie Ronaldinho an den Tisch lockte. Ob die Variante Teqpong, die anders als Teqball nicht mit dem Fuß und Kopf, sondern mit Tischtennisschlägern gespielt wird, ähnlich populär werden kann, bleibt abzuwarten.

Ein Hemmnis ist sicherlich der Preis für einen Teqpongtisch. Über die Webseite lässt sich das gebogene Spielgerät zu einem stolzen Preis von knapp 2000 Euro erstehen. Zudem müssen sich Spieler mit den stark abgewandelten Regeln vertraut machen. Beim Teqpong wird je nach Turnierform über einen oder mehrere Gewinnsätze gespielt. Einen Satz holt man auf seine Seite, indem man zwei ‚Spiele‘ gewinnt, für die man wiederum jeweils acht Punkte holen muss. Wie beim Tischtennis wechselt der Aufschlag nach jedem zweiten Punkt. Beim Teqpong muss der erste Service allerdings mit der Vorhand aus dem einen markierten Aufschlagfeld hinter dem Tisch ausgeführt werden und der zweite mit der Rückhand aus dem anderen Feld. Der Schläger muss sich zum Zeitpunkt des Balltreffpunkts nach oben bewegen und der Ball darf nur auf der gegnerischen Seite aufkommen. 

Vom Clickball kennen wir die Möglichkeit, einen Doppelpunkt einzufordern, um in einer taktisch klugen Situation durch eine gute Aktion einen größeren Schritt nach vorne zu machen. Auch beim Teqpong gibt es diese Möglichkeit für jeden Spieler pro Satz einmal, solange noch nicht sechs Punkte auf der eigenen Seite des Zählgeräts stehen. Abgesehen davon darf man den Ball, wenn er von dem stabilen Netz abprallt, noch ein weiteres Mal spielen, solange er noch in der Luft ist. Außerdem ist jeder Kontakt mit dem Tisch verboten und die Schläger werden nach jedem Spiel getauscht.

Die einen werden Teqpong gewöhnungsbedürftig finden, die anderen werden es als nette Abwechslung sehen. Sicher ist, dass die Reaktionsfähigkeit bei den ungewöhnlichen Winkeln, in denen der Ball abspringt, noch einmal mehr beansprucht wird. Vielleicht kann einem das auf Dauer ja sogar beim eigenen Tischtennisspiel helfen…

(JS)

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