Buntes

Trauriges Ende: VfL Tegel zieht Damen-Mannschaft zurück

Für den VfL Tegel geht es nicht in der Verbandsoberliga Ost weiter (©myTT)

13.09.2018 - Es war ein längerer Kampf vor mehreren gerichtlichen Instanzen, den der VfL Tegel am Ende verlor. Wegen eines Formfehlers dürfen die Regionalligadamen des Hauptstadtclubs in dieser Saison nicht in ihrer alten Spielklasse starten, sondern wurden in die Verbandsoberliga Ost zurückgestuft. Hier haben sie auch bereits das erste Spiel bestritten, das aber auch das letzte bleiben wird. Die Mannschaft zieht sich aus dem Spielbetrieb zurück.

Alles begann mit einer verpassten Frist - nun ist das Ende des Falls ‚VfL Tegel‘ erreicht. Und dieses passt nicht in die Kategorie ‚Happy End‘. Der Verein hat sich dazu entschieden, sich aus dem hochklassigen Damentischtennis zurückzuziehen. Die Gründe sind diesmal - wie bei so vielen anderen Vereinen - nicht die finanzielle Lage oder zu wenig Manpower, sondern die Abstufung der Mannschaft in die Verbandsoberliga Ost, die die beiden Neuzugänge nicht mitgehen möchten. Für Mannschaftsführer Thomas Jajeh ist dies verständlich, da die Spielerinnen für die Regionalliga nach Tegel gekommen waren, keine langjährige Bindung zum Verein haben und nicht für zwei Jahre unter ihrem Niveau spielen möchten. Das erste Saisonspiel gegen den Lichtenrader SC ging zwar erwartungsgemäß deutlich mit 8:1 an Tegel - zu weiteren Vergleichen wird es allerdings nicht mehr kommen. Die Mannschaft wird mit sofortiger Wirkung aus der Liga zurückgezogen. Die Spielerinnen kommen zur Rückrunde in anderen Mannschaften unter oder legen den Schläger erst einmal zur Seite. 

Der Auslöser dieses Schritts ist ein Fristversäumnis. Der VfL Tegel hatte es verpasst, die Verpflichtungserklärung für die Regionalliga rechtzeitig zum Verantwortlichen zu schicken. Ein Formfehler, der nach den Regeln zum Ausschluss aus der Liga führt. Der Verein protestierte erst vor dem DTTB-Sportgericht und versuchte es dann auch noch vor dem Bundesgericht, allerdings ohne Erfolg. Somit war die Zurückstufung in die Verbandsoberliga die Konsequenz. Hier wollten die Tegelerinnen ursprünglich auch den Wiederaufstieg in Angriff nehmen, legen diesen Plan nun aber ad acta. „Wir sind natürlich zutiefst traurig, dass wir es nach dem Urteil des Bundesgerichts nicht geschafft haben, einen für unsere Spielerinnen gangbaren Weg zu finden“, findet Mannschaftsführer Thomas Jajeh. „Wie wir bereits in unserer Widerspruchsbegründung ausgeführt haben, sind die Konsequenzen dieses einfachen Fristversäumnisses einfach nicht verhältnismäßig. Ich hoffe im Sinne aller anderen Vereine, dass der DTTB diesen Ausgang als Denkanstoß nimmt und, wie vom Sportgericht gefordert, die Regel überarbeitet.“

(JS)

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