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'Challenge' bald auch im TT möglich? ITTF will Neuerungen mit Hilfe von T2 testen

Können Schiedsrichter-Entscheidungen bei den Profis bald angefochten und korrigiert werden? (©Roscher)

12.01.2018 - Die asiatisch-pazifische Liga T2 APAC und der internationale Weltverband ITTF werden in Zukunft stärker zusammenarbeiten, eine Vereinbarung darüber wurde während der Grand Finals im Dezember im kasachischen Astana getroffen. Diese sieht eine Kooperation vor, die sich vor allem im Austesten von neuen technischen Möglichkeiten und Regelneuerungen äußern wird.

So sollen bei T2 APAC in Zukunft neue technische Möglichkeiten und Regelneuerungen getestet und diese im Erfolgsfall von der ITTF für die World Tour übernommen werden. Schon in der Premierensaison von T2 APAC im letzten Jahr hatte die asiatisch-pazifische Liga durch ein innovatives Konzept auf sich aufmerksam gemacht, die Mannschaften setzten sich aus Herren und Damen zusammen, Spiele gingen auf Zeit (24 Minuten pro Einzel), ein Aufschlag musste innerhalb von 15 Sekunden ausgeführt werden. Um Letzteres zu gewährleisten, wurden – wie inzwischen auch in der TTBL – mehrere Bälle eingesetzt. Das wird laut ITTF-Pressemitteilung bald auch bei der World Tour der Fall sein. 

Testen möchte die ITTF auch ein Trackingsystem, das den Spin und die Geschwindigkeit des Balles misst. Zudem ist die Rede von einem 'Challenge-System', das es den Profis erlauben wird, eine Korrektur der Schiedsrichter-Entscheidung einzufordern – ähnlich der im Tennis inzwischen etablierten Challenge. Entscheidungen über Kantenbälle und Fehlaufschläge im Doppel könnten damit von Spielern hinterfragt und nachgeprüft werden.

Größere Medienpräsenz, größere Bekanntheit, mehr Geld
Frank Ji, T2 APAC-Gründer und Vorsitzender des World Tour-Namenssponsors Seamaster sowie Berater von ITTF-Präsident Thomas Weikert in geschäftlichen Dingen, über die Zusammenarbeit mit dem Weltverband: "Mein Ziel ist es, eine Umgebung zu schaffen, in der Tischtennisspieler von Millionen von Menschen auf der Welt verehrt werden und nicht nur von Tischtennisspielern. Eine Umgebung, die die Medienpräsenz vergrößert, mehr TV-Anstalten und mehr Fans anzieht und mehr Geld in die Kassen des Sports spült. Ich will, dass Tischtennnis eine der größten Sportarten der Welt wird und unsere Spieler reich und berühmt werden. Deshalb habe ich die Liga T2 APAC gegründet und bin Sponsor der World Tour." Eine Zusammenarbeit mache also Sinn, um den Sport weiter voranzubringen.  

ITTF-Präsident Thomas Weikert: "Wir sind froh über Leute wie Frank Ji, die Leidenschaft und Ideen mitbringen und sich für den Sport engagieren. Mit Frank Ji an Bord haben wir die World Tour neu gestaltet und weiterentwickelt, Rekorde in Sachen Preisgeld, Anzahl der TV-Zuschauer und TV-Interesse gebrochen." 2018 sei ein wichtiges Jahr für die ITTF, "deshalb freuen wir uns auf die Zusammenarbeit, die der ITTF die Möglichkeit geben wird, die World Tour auf ein neues Level zu heben."

(DK)

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