Buntes

Bald keine ausländischen Spieler in Chinas Super League mehr?

Darf in der kommenden Saison nicht in der chinesischen Super League starten: World Cup-Siegerin Miu Hirano (©ITTF)

11.10.2017 - Findet die chinesische Super League bald ohne ausländische Spieler statt? Das zumindest behauptet die "Japan Times" und bezieht sich in ihrem Artikel auf eine Aussage des japanischen Verbandes. Demnach habe die Super League über eine solche Regelung entschieden – mit der Konsequenz, dass Miu Hirano in der kommenden Saison nicht, wie eigentlich vorgesehen, in China auflaufen dürfe.

Auch Japans Spitzenspielerin, die Weltranglistenfünfte Kasumi Ishikawa, sei für die kommende Super League-Saison eigentlich eingeplant gewesen. Vermutet wird hinter der Entscheidung der Super League, dass China aufgrund der immer größeren Konkurrenz aus Japan um seine Vormachtstellung im Tischtennis fürchte. Schon in der vorletzten Saison, der Spielzeit vor den Olympischen Spielen, habe es ein Limit an japanischen Spielern in der Super League gegeben. "Drei Jahre vor den Olympischen Spielen kommt eine solche Regelung zu früh. Es ist ein gezielter Angriff auf die japanischen Spieler, weil China alle Medaillen einheimsen will", wird ein Sprecher des japanischen Verbandes in der "Japan Times" zitiert. 

Eigene Profiliga in Japan im nächsten Jahr
Im Fall der World Cup-Siegerin von 2016, Miu Hirano, scheint die Furcht der Chinesen durchaus beründet. Nachdem die 17-Jährige im letzten Jahr in der Super League mitgewirkt hatte, gewann sie im April 2017 den Einzel-Titel bei den Asienmeisterschaften, schlug dabei drei Chinesinnen, darunter die Olympiasiegerin Ding Ning. Verschmerzbar aus Sicht der Japaner könnte der Beschluss der Chinesen vor dem Hintergrund sein, dass man im nächsten Jahr wohl eine eigene Profiliga auf den Weg bringen wird.

Ob Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov und Co. in Zukunft in der chinesischen Super League noch an den Start gehen dürfen, bleibt also abzuwarten. Doch träfe auch sie ein Verbot nicht so hart, wie es das in der Vergangenheit getan hätte, haben sich schließlich z.B. mit der asiatisch-pazifischen Liga T2APAC in Malaysia (oder Ultimate Table Tennis in Indien) in diesem Jahr Formate etabliert, die für Weltklassespieler nicht nur mit Blick auf internationale Wettkampferfahrung, sondern auch finanziell interessant sind. 

(DK)

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