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TTBL: Im fünften Anlauf: Erste Punkte für Mühlhausen

Irvin Bertrand und Daniel Habesohn machten den ersten Post-Saisonsieg perfekt. (©Christian Habel)

09.09.2021 - Borussia Düsseldorf und der 1. FC Saarbrücken TT sind bereit für die Neuauflage des Liebherr TTBL-Finals der Vorsaison: Zwei Tage vor dem Spitzenspiel haben beide Teams am Mittwoch noch einmal einen Sieg geholt und sich damit bereits weit oben in der Tabelle festgesetzt. Düsseldorf schlug zum Auftakt des 4. Spieltags der TTBL den TTC Zugbrücke Grenzau mit 3:0, Saarbrücken den TSV Bad Königshofen mit 3:2. Mühlhausen belohnte sich für eine starke Aufholjagd.

Fünftes Spiel, fünfter Sieg, viertes 3:0 – Borussia Düsseldorf bleibt in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) vorerst das Maß aller Dinge. Am Mittwochabend ließ der Titelverteidiger und Rekordmeister auch gegen den TTC Zugbrücke Grenzau nichts anbrennen und blieb erneut ohne Gegenpunkt. Mit nun 10:0 Punkten steht Düsseldorf weiterhin an der Tabellenspitze. „Wir haben 5:0 Spiele im Rücken“, sagte Düsseldorfs Kristian Karlsson mit Blick auf das Topspiel gegen Saarbrücken am kommenden Freitag, 10. September. „Wir wollen eine gute Leistung zeigen und natürlich auch dieses Spiel gewinnen. Aber auch Saarbrücken hat eine gute Mannschaft, es wird garantiert nicht leicht.“

Gegen Grenzau wurde gleich das Auftakteinzel zur entscheidenden Weichenstellung: Anton Källberg bekam es mit Patrick Baum zu tun und ließ dem TTC-Topspieler keine Chance. Der 24-jährige Schwede lag zu keinem Zeitpunkt in Rückstand und gewann schließlich 3:0 (11:9, 11:7, 11:2) gegen seinen zehn Jahre älteren Konkurrenten. „Wir haben versucht, mit Patrick im ersten Spiel direkt ein Ausrufezeichen zu setzen. Das hat leider nicht geklappt“, stellte Grenzaus Nils Hohmeier fest. Für die weiteren Punkte der Düsseldorfer sorgten Dang Qiu und Kristian Karlsson. Qiu überließ Cristian Pletea zwar den ersten Satz, gewann schließlich aber souverän 3:1 (7:11, 11:1, 11:3, 11:7) und damit auch sein drittes Einzel für die Borussia. Nach der Pause war dann Karlsson mit 3:0 (14:12, 11:9, 11:2) gegen TTC-Debütant Hohmeier erfolgreich. „Nils hat gut gespielt“, stellte der Düsseldorfer anschließend fest. „Ich hatte ganz viel Glück. Es war viel knapper, als es das 3:0 vermuten lässt.“

Polansky macht den Unterschied für Saarbrücken

Auch der 1. FC Saarbrücken TT gewann die Generalprobe für die Neuauflage des Liebherr TTBL-Finals 2020/21, hatte dabei aber deutlich mehr Mühe: Den TSV Bad Königshofen rang der Vizemeister mit 3:2 nieder und holte damit den vierten Saisonsieg sowie den dritten Erfolg in Serie. „Es war wieder ein sehr wichtiger Sieg. Wir haben uns heute regelrecht reingebissen“, sagte Saarbrückens Patrick Franziska, dessen Team mit 8:2 Punkten weiterhin auf Tabellenplatz drei liegt. „Es zeigt unsere Qualität, dass wir die Spiele auch so gewinnen können. Jetzt versuchen wir, das Spiel am Freitag zu genießen, und schauen einfach, was gegen Düsseldorf für uns geht.“ Bad Königshofens Kilian Ort meinte: „Glückwunsch an Saarbrücken. Mannschaftlich gesehen, waren sie heute einfach stärker. Daher geht ihr Sieg in Ordnung.“

Entscheidender Mann für den FCS war Tomas Polansky mit Siegen in Einzel und Doppel. Gegen Maksim Grebnev behielt der Tscheche im Entscheidungssatz die Nerven und feierte mit 3:2 (11:8, 11:9, 8:11, 10:12, 11:5) seinen zweiten Einzelsieg der Saison. Wenig später war Polansky dann im Doppel mit Darko Jorgic erneut gegen Grebnev sowie gegen Kilian Ort gefordert, und diese Aufgabe löste das FCS-Duo souverän. Dank des 3:1 (11:7, 10:12, 11:6, 11:6)-Erfolgs war das Saarbrücker 3:2 perfekt. Das Auftakteinzel hatte Franziska mit 3:0 (11:7, 11:6, 11:6) gegen Ort gewonnen. Nicht zu stoppen war dagegen Bastian Steger: Der Deutsche Vizemeister im Einzel war am Mittwoch bestens aufgelegt und schlug zunächst Jorgic mit 3:1 (7:11, 15:13, 11:7, 11:8) und wenig später Franziska mit 3:0 (11:9, 11:9, 11:8). „Man hat das Gefühl“, sagte Franziska anschließend, „der Kerl wird nicht älter, sondern jünger. Großen Respekt, Basti hat sehr stark gespielt.“

Daniel Habesohn: "Schöner geht es nicht!"

Zwischenzeitlich dürften die meisten Fans am Donnerstagabend schon nicht mehr an den ersten Saisonsieg des Post SV Mühlhausen geglaubt haben. Nach gut einer Stunde hatten die Thüringer bereits mit 0:2 gegen den ASV Grünwettersbach zurückgelegen, legten dann aber ein kaum noch für möglich gehaltenes Comeback hin. Mit 3:2 setzte sich Mühlhausen schließlich gegen die Badener durch und landete damit den erhofften Befreiungsschlag in der Tischtennis Bundesliga (TTBL). „Wir haben die Saison denkbar schlecht begonnen“, sagte Mühlhausen-Kapitän Daniel Habesohn nach der Partie. „Heute nach einem 0:2 noch gewonnen zu haben, schöner geht es nicht. Der erste Sieg gibt uns Selbstvertrauen, jetzt gehen wir mit breiter Brust die nächsten Aufgaben an.“

Für Grünwettersbach dagegen geht die schwarze Serie damit weiter. Zum Saisonauftakt hatte das Team mit 3:2 gegen den TTC OE Bad Homburg gewonnen, kassierte nun aber die bereits vierte Niederlage in Folge. Ebenso wie Mühlhausen liegt damit nun auch der ASV bei 2:8 Punkten, den nächsten Anlauf auf den zweiten Saisonsieg gibt es am kommenden Samstag, 11. September, gegen den TSV Bad Königshofen. „Wir haben am Anfang die Aufstellung getroffen, wie wir es uns erhofft hatten“, resümierte ASV-Trainer Achim Krämer. „Aber hintenraus gilt: Wenn man es noch dreht, hat man es verdient. Es war ein geiles Spiel. Glückwunsch an den Post SV – auch wenn wir traurig nach Hause fahren.“

Ovidiu Ionescu leitet gegen Deni Kozul die Wende ein

Für den entscheidenden Sieg Mühlhausens sorgte am Donnerstag das Doppel Irvin Bertrand und Daniel Habesohn. Dabei wurde das Entscheidungsspiel zur Miniatur des gesamten Matches. Zunächst lag Grünwettersbach vorne, dann schlug der Post SV zurück, und auf den letzten Metern behielten die Hausherren schließlich die Oberhand. Im Entscheidungssatz holten Bertrand/Habesohn einen Punkt nach dem anderen, zwischenzeitlich feierte Steffen Mengel seine Teamkollegen an der Bande mit erhobener Faust. Eine 8:0-Führung mündete im 3:2 (6:11, 13:11, 11:6, 7:11, 11:2), womit der erste Saisonsieg Mühlhausens perfekt war.

Eingangs war dabei noch alles zugunsten der Gäste aus dem Karlsruher Stadtteil gelaufen. Ricardo Walther legte einen starken Auftritt gegen Steffen Mengel hin und gewann 3:1 (11:7, 4:11, 11:9, 11:8), anschließend war auch Wang Xi erfolgreich. Der ASV-Routinier zeigte sich nach seinen jüngsten Blessuren bestens erholt und erkämpfte ein 3:2 (9:11, 11:8, 5:11, 11:8, 11:8) gegen Habesohn. Der zweite Saisonsieg Grünwettersbachs schien zu nahen. Mühlhausen aber steckte nicht auf und legte ein beeindruckendes Comeback hin. Zunächst durch Ovidiu Ionescu: Der Rumäne schlug Deni Kozul mit 3:1 (11:6, 11:7, 11:13, 11:5) und verkürzte damit auf 1:2. Und anschließend drehte Mengel auf: Der 33-Jährige setzte Wang unter Dauerdruck, gewann ein heiß umkämpftes Match mit 3:2 (13:11, 9:11, 11:3, 9:11, 11:5) – und führte seinen Post SV damit in das letztlich erfolgreich gestaltete Schlussdoppel.

Weiter geht es in der Tischtennis Bundesliga am Freitag, 10. September, zu vier weiteren Partien. Neben dem Topspiel zwischen Saarbrücken und Düsseldorf stehen sich im Schwabenderby die TTF Liebherr Ochsenhausen und der TTC Neu-Ulm gegenüber. Der TTC OE Bad Homburg hofft zeitgleich gegen den TTC Schwalbe Bergneustadt auf den ersten Saisonsieg, außerdem empfängt der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell den SV Werder Bremen. Alle Partien werden im Livestream auf Sportdeutschland.TV übertragen.


Der 4. Spieltag in der Übersicht

1. FC Saarbrücken TT – TSV Bad Königshofen 3:2
Patrick Franziska – Kilian Ort 3:0 (11:7, 11:6, 11:6)
Darko Jorgic – Bastian Steger 1:3 (11:7, 13:15, 7:11, 8:11)
Tomas Polansky – Maksim Grebnev 3:2 (11:8, 11:9, 8:11, 10:12, 11:5)
Patrick Franziska – Bastian Steger 0:3 (9:11, 9:11, 8:11)
Darko Jorgic/Tomas Polansky – Kilian Ort/Maksim Grebnev 3:1 (11:7, 10:12, 11:6, 11:6)

Borussia Düsseldorf – TTC Zugbrücke Grenzau 3:0
Anton Källberg – Patrick Baum 3:0 (11:9, 11:7, 11:2)
Dang Qiu – Cristian Pletea 3:1 (7:11, 11:1, 11:3, 11:7)
Kristian Karlsson – Nils Hohmeier 3:0 (14:12, 11:9, 11:2)

Post SV Mühlhausen – ASV Grünwettersbach 3:2
Steffen Mengel – Ricardo Walther 1:3 (7:11, 11:4, 9:11, 8:11)
Daniel Habesohn – Wang Xi 2:3 (11:9, 8:11, 11:5, 8:11, 8:11)
Ovidiu Ionescu – Deni Kozul 3:1 (11:6, 11:7, 11:13, 11:5)
Steffen Mengel – Wang Xi 3:2 (13:11, 9:11, 11:3, 9:11, 11:5)
Irvin Bertrand/Daniel Habesohn – Ricardo Walther/Tobias Rasmussen 3:2 (6:11, 13:11, 11:6, 7:11, 11:2)

Freitag, 10. September, 19 Uhr
TTF Liebherr Ochsenhausen – TTC Neu-Ulm
TTC OE Bad Homburg – TTC Schwalbe Bergneustadt
TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – SV Werder Bremen


Der 5. Spieltag in der Übersicht

Freitag, 10. September, 19 Uhr
1. FC Saarbrücken TT – Borussia Düsseldorf

Samstag, 11. September, 19 Uhr
ASV Grünwettersbach – TSV Bad Königshofen

Sonntag, 12. September, 15 Uhr
TTF Liebherr Ochsenhausen – TTC Schwalbe Bergneustadt
SV Werder Bremen – TTC OE Bad Homburg
TTC Neu-Ulm – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell
TTC Zugbrücke Grenzau – Post SV Mühlhausen

(TTBL)

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