Bundesliga

Kurioses Wochenende: Zu kalt in Schwabhausen

In Schwabhausen war es am Wochenende zu kalt in der Halle (©Pixabay)

15.02.2021 - Das hat man im Spitzensport auch noch nicht oft erlebt: Am Sonntag konnte die Bundesligapartie zwischen dem TSV Schwabhausen und ttc berlin eastside nicht angepfiffen werden, weil es in der Heinrich-Loder-Halle schlicht zu kalt war. Nachdem nur 13,8 Grad Celsius gemessen wurden, fuhren die Berlinerinnen unverrichteter Dinge wieder nach Hause und dürfen nun auf einen Sieg am grünen Tisch hoffen. Und dies war nicht die einzige Überraschung an diesem Wochenende.

„Die Temperatur im Spielraum (Box) muss mindestens +15° Celsius betragen“, heißt es in § I 1.5 der Wettspielordnung. In Schwabhausen schaffte es das Quecksilber von Oberschiedsrichter Torsten Küneth laut dem Bayerischen Tischtennisverband am Sonntag allerdings nur auf 13,8 Grad, so dass die Gäste aus Berlin ihre Trainingsanzüge nicht ausziehen wollten. „Mein Ärger richtet sich dabei nicht gegen die Berlinerinnen, die ich wegen der erhöhten Verletzungsgefahr schon verstehen kann, sondern auf den - nennen wir es - vermeidbaren Umstand an sich“, machte Abteilungsleiter Helmut Pfeil seinem Ärger gegenüber dem BTTV Luft. „Dass wir uns in einer Frostperiode befinden und wir ein Bundesliga-Heimspiel haben, kam schließlich nicht überraschend.“

Eigentlich hätte die Partie zwischen dem Tabellenzweiten und -vierten der 1. Damen-Bundesliga um 14 Uhr beginnen sollen, die Zeit reichte aber nicht aus, die Halle mithilfe des Hausmeisters genügend aufzuheizen. 1,2 Grad fehlten schließlich zum Spielbeginn und die Mannschaften trennten sich unverrichteter Dinge. Die Punkte wurden in click-TT noch nicht verteilt, werden am Ende aber wahrscheinlich Berlin zugesprochen. „Wir können nur froh sein, dass das ohne anwesende Zuschauer und gegen Berlin passiert ist“, fand Pfeil, „wo wir uns heute ohnehin kaum Chancen ausgerechnet hatten.“

Tags zuvor hatte hingegen der SV DJK Kolbermoor schon bewiesen, dass man auch unter ungünstigen Vorzeichen den Berlinerinnen Paroli bieten kann. Ohne Fu Yu, Yuan Wan und Svetlana Ganina hatte sich auch der aktuelle Tabellenführer nicht in der Favoritenrolle gesehen. Schließlich hatte man gegen die normal besetzten Hauptstädterinnen neben Stammkraft Kristin Lang ansonsten auf Nachwuchskräfte aus der Zweitligamannschaft zurückgreifen müssen: Naomi Pranjkovic, Laura Tiefenbrunner und Laura Kaim. Doch die ersatzgeschwächten Kolbermoorerinnen kamen dem Punktgewinn erstaunlich nah. Lang erwischte einen hervorragenden Tag und besiegte sowohl Nina Mittelham als auch Shan Xiaona. Unterstützung erhielt sie überraschender Weise von Naomi Pranjkovic, die bei ihrem ersten Auftritt im oberen Paarkreuz Mittelham mit einem 3:0-Sieg sensationell aus der Box fegte. Mehr als die drei Punkte waren am Ende für Kolbermoor zwar nicht drin, besonders die Jugendnationalspielerin wird diesen Tag aber sicher noch lange in Erinnerung behalten.

(JS)

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