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TTBL: Duda führt Bergneustadt zum Sieg in Bremen

Benedikt Duda konnte beide Einzel gegen Bremen gewinnen (©BeLa Sportfoto)

22.12.2019 - Das Rennen um die Play-offs in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) spitzt sich immer weiter zu: Am 16. Spieltag setzte sich zum Jahresabschluss der TTC Schwalbe Bergneustadt mit 3:1 beim SV Werder Bremen durch und sitzt dem Führungsquartett damit im Nacken. Als unangefochtener Tabellenführer in die Weihnachtspause geht der 1. FC Saarbrücken TT, während sich An Jaehyun mit einem Sieg vom TTC Neu-Ulm verabschiedete.

Am Ende durfte sich Benedikt Duda feiern lassen: Mit 3:2 (1:11, 11:9, 11:7, 7:11, 11:7) hatte der deutsche Nationalspieler gegen Mattias Falck gewonnen und dem TTC Schwalbe Bergneustadt damit den 3:1-Sieg beim SV Werder Bremen beschert. „Es war ein enges Spiel, das auch anders hätte ausgehen können. Aber ich hatte am Ende etwas mehr Glück“, resümierte Duda. Dank dieses Erfolgs dürfen die Oberberger weiterhin von der erneuten Teilnahme an den Play-offs träumen: Mit 22:10 Punkten liegen sie als Fünfter zwei Zähler hinter gleich drei Teams mit je 24:8 Punkten – zu diesen gehören die Bremer.

Dabei hatte sich Duda am Sonntag nicht nur gegen Falck durchgesetzt, sondern zuvor im zweiten Einzel des Nachmittags bereits Kirill Gerassimenko geschlagen. Das 3:1 (5:11, 11:7, 11:8, 11:6) bedeutete den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich, nachdem sich Falck mit 3:0 (11:6, 11:6, 11:6) gegen Paul Drinkhall durchgesetzt hatte. Die Weichen auf Sieg für Bergneustadt stellte auf Position drei Alvaro Robles: Nach 11:9 und 11:4 führte der Spanier mit 2:0 Sätzen gegen Marcelo Aguirre, der Bremer allerdings kämpfte sich zurück. Mit 11:9 holte Aguirre den Anschluss und führte auch im vierten Satz, ehe dieser schlussendlich mit 11:6 an Robles ging. Bergneustadt war somit 2:1 vorne – und dann machte Duda gegen Falck alles klar. „Wir müssen weiterkämpfen“, forderte Aguirre. „Ich hoffe, dass wir im neuen Jahr in Bestform wieder angreifen und am Ende die Play-offs erreichen.“

Auf Shang ist erneut Verlass
Profiteur der Bremer Niederlage ist der 1. FC Saarbrücken TT. Mit 3:1 setzte sich der Tabellenführer beim TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell durch und steht damit nun wieder unangefochten an der Spitze. Mit 26:6 Punkten haben die Saarbrücker zwei Zähler Vorsprung auf das Verfolgertrio. „Die ganze Mannschaft hat heute sehr stark gespielt“, sagte Shang Kun im Anschluss. Der Chinese war mit zwei Erfolgen mal wieder der Schlüsselspieler für den FCS. „Mein Sieg gegen Pucar war wohl der entscheidende.“

Nach 11:7 und 11:9 in den ersten beiden Sätzen gegen Tomislav Pucar kam der Kroate im dritten immer besser zurecht mit Shang. Dabei profitierte er auch von der einen oder anderen Ungenauigkeit des Saarbrückers. Vier Satzbälle allerdings ließ Pucar ungenutzt, während Shang letztlich seinen fünften Matchball zum 19:17 verwandelte. Sieg Nummer zwei gab es im Einser-Duell gegen Ruwen Filus, gegen den sich Shang ebenfalls mit 3:0 (11:3, 11:9, 14:12) durchsetzte. Der Chinese beschließt das Jahr somit mit einer 14:3-Bilanz, nur Paul Drinkhall, Jakub Dyjas und Timo Boll hatten ihn im Verlauf der bisherigen Saison bezwungen. Zuvor, zur Eröffnung des Nachmittags, hatte Filus ein 3:0 (11:8, 13:11, 12:10) gegen Tomas Polansky geholt. Auf Position drei setzte sich für Saarbrücken Darko Jorgic mit 3:0 (11:4, 11:7, 11:2) gegen Fan Bo Meng durch. „Wir sind eigentlich gut gestartet, haben dann aber hintenraus alle knappen Sätze verloren. Daher hat es leider nicht gereicht“, sagte Filus.

Dyjas ringt Wang nieder
Ebenfalls auf Play-off-Kurs sind die TTF Liebherr Ochsenhausen, die sich am Sonntag überraschend deutlich mit 3:0 beim ASV Grünwettersbach durchsetzten. Insbesondere Jakub Dyjas durfte sich nach dem Spiel beglückwünschen lassen. Auf Position drei aufgeboten, lag der Pole nach 8:11 und 2:11 bereits mit 0:2 Sätzen gegen Wang Xi hinten, kämpfte sich jedoch zurück in die Partie. Mit 11:9, 11:8 und 11:9 finalisierte Dyjas letztlich den Sieg Ochsenhausens. „Die Jungs haben toll gekämpft und das sehr gut gemacht“, lobte Simon Gauzy im Anschluss. „Mein Spiel war vielleicht etwas leichter als das der Mitspieler.“

Gauzy nämlich hatte im zweiten Einzel mit 3:0 (11:7, 11:5, 11:3) kurzen Prozess mit Tobias Rasmussen gemacht. Zuvor hatte sich Stefan Fegerl nach vier engen Sätzen ein 3:1 (9:11, 11:9, 12:10, 11:9) gegen Dang Qiu gesichert. Während Ochsenhausen mit 24:8 Punkten auf Platz drei steht, ist Grünwettersbach mit 16:16 Punkten Siebter. „Die vergangenen Wochen waren sehr kräftezehrend“, sagte ASV-Trainer Joachim Sekinger. „Jetzt genießen wir die Weihnachtsferien und erholen uns, um dann mit frischer Kraft beim Final Four angreifen zu können.“ Am 4. Januar spielt Grünwettersbach im Pokal-Halbfinale gegen Saarbrücken, im Parallelspiel trifft Ochsenhausen auf Düsseldorf – es könnte also zu einem Wiedersehen mit den TTF im Finale kommen.

Düsseldorf gibt sich in Jülich keine Blöße
Den erwarteten Sieg hat Borussia Düsseldorf beim TTC indeland Jülich geholt. Mit 3:0 gewann der Rekordmeister gegen den Tabellenelften und verbringt die Weihnachtstage somit auf einem Play-off-Platz. Als Dritter hat Düsseldorf 24:8 Punkte auf dem Konto und weiterhin zwei Punkte Vorsprung auf Bergneustadt. „Ich bin froh, dass wir die Phase mit sieben Spielen in 19 Tagen nun mit einem 3:0-Sieg abgeschlossen haben“, sagte Düsseldorf-Trainer Danny Heister. „Auch wenn es ein Pflichtsieg war, muss man am Ende des Jahres die Spannung noch einmal aufrechterhalten und sich konzentrieren.“

Am härtesten zu kämpfen hatte dabei Omar Assar, der sich auf Position drei Deni Kozul gegenübersah. Hin und her wogte dieses Match, nach 11:9, 9:11, 14:12 und 2:11 aus Sicht Assars ging es in den Entscheidungssatz, in dem der Ägypter dann letztlich souverän triumphierte. Mit 11:5 holte er seinen 3:2-Sieg und finalisierte den 3:0-Erfolg Düsseldorfs. Zuvor hatten Assars Teamkollegen nichts anbrennen lassen. Ricardo Walther zeigte gegen Robin Devos, den mit sechs Siegen in dieser Saison bislang erfolgreichsten Jülicher, einen tadellosen Auftritt und gewann 3:1 (11:4, 12:10, 8:11, 11:4), im Anschluss setzte sich Anton Källberg mit 3:0 (11:7, 11:6, 11:8) gegen Ewout Oostwouder durch. „Wir spielen häufig gut mit, machen dann aber in den entscheidenden Phasen mehr Fehler als der Gegner. Das passiert uns leider zu oft“, ärgerte sich Jülich-Trainer Miroslav Broda.

An verabschiedet sich mit Sieg
Zurück in der Erfolgsspur ist der TTC Neu-Ulm: Nach zuvor fünf Niederlagen in Serie setzten sich die Westschwaben am Sonntag mit 3:0 gegen den TSV Bad Königshofen durch und beenden das Kalenderjahr damit mit 12:20 Punkten als Neunter, einen Platz und zwei Punkte besser ist Bad Königshofen. „So ein Sieg vor Weihnachten ist natürlich etwas Schönes“, sagte Tiago Apolonia. „Die Pause jetzt ist sehr wichtig, um im neuen Jahr mit neuer Energie starten zu können.“

Matchwinner für Neu-Ulm war überraschend Abdel-Kader Salifou: Der Franzose wehrte nach 11:5, 6:11 und 4:11 im vierten Satz drei Matchbälle Bastian Stegers ab und erzwang durch ein 14:12 den Entscheidungssatz. In diesem dann kämpfte Salifou den 38-Jährigen mit 11:9 zum 3:2 nieder – Neu-Ulm führte damit 2:0. Im ersten Einzel nämlich hatte Apolonia gegen Kilian Ort ebenfalls mit 3:2 (10:12, 11:2, 6:11, 11:6, 11:8) gewonnen. Nach der Pause wackelte An Jaehyun nur kurz beim 6:11 im ersten Satz gegen Filip Zeljko, ehe er mit 12:10, 11:5 und 11:9 in den weiteren alles klarmachte. Für An war es der wohl letzte Auftritt in der TTBL in dieser Saison, der Südkoreaner nimmt auf Wunsch seines Heimatverbandes in den kommenden Monaten an verschiedenen Vorbereitungsturnieren auf die Olympischen Spiele teil und wird Neu-Ulm damit nicht mehr zur Verfügung stehen. „Ich möchte ihm im Namen des ganzen Teams danken, er war sehr wichtig für uns“, sagte Apolonia.

Ionescu sorgt für Aufatmen bei Mühlhausen
Eine Energieleistung brauchte der Post SV Mühlhausen beim TTC Zugbrücke Grenzau, um nicht als erstes Team in dieser Saison gegen die Westerwälder zu verlieren. Die Richtungsentscheidung beim 3:1-Sieg der Thüringer fiel auf Position drei: Ovidiu Ionescu lag nach 9:11 und 9:11 bereits mit 0:2 Sätzen gegen Ioannis Sgouropoulos zurück, drehte das Match jedoch mit 11:4, 11:8 und 11:7. Mühlhausen lag somit 2:1 in Front und konnte sich im Anschluss auf Daniel Habesohn verlassen. Der Kapitän besiegte Kanak Jha mit 3:1 (12:10, 11:5, 8:11, 11:7).

Jha hatte zuvor bereits das erste Einzel des Nachmittags knapp verloren. Nach 11:13, 12:10 und 11:6 hatte der US-Amerikaner im vierten Satz zwei Matchbälle, Steffen Mengel jedoch wehrte ab und erzwang mit 12:10 den Entscheidungssatz, in dem er letztlich mit 11:9 die Oberhand behielt. Trotz der zwei Niederlagen scheint sich Jha immer besser in der TTBL zurechtzufinden. Träumen durfte Grenzau nach dem zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich infolge von Mihai Bobocicas 3:1 (11:7, 7:11, 11:6, 11:8) gegen Habesohn. Dann jedoch kam Ionescu und führte Mühlhausen zurück auf die Siegerstraße. „Es war sehr schwer, sehr umkämpft heute“, sagte Mengel anschließend. „Am Ende sind wir froh, die Punkte mit nach Mühlhausen zu nehmen.“


Der 16. Spieltag in der Übersicht:

TTC Neu-Ulm – TSV Bad Königshofen 3:0
Tiago Apolonia – Kilian Ort 3:2 (10:12, 11:2, 6:11, 11:6, 11:8)
Abdel-Kader Salifou – Bastian Steger 3:2 (11:5, 6:11, 4:11, 14:12, 11:9)
An Jaehyun – Filip Zeljko 3:1 (6:11, 12:10, 11:5, 11:9)

SV Werder Bremen – TTC Schwalbe Bergneustadt 1:3
Mattias Falck – Paul Drinkhall 3:0 (11:6, 11:6, 11:6)
Kirill Gerassimenko – Benedikt Duda 1:3 (11:5, 7:11, 8:11, 6:11)
Marcelo Aguirre – Alvaro Robles 1:3 (9:11, 4:11, 11:9, 6:11)
Mattias Falck – Benedikt Duda 2:3 (11:1, 9:11, 7:11, 11:7, 7:11)

ASV Grünwettersbach – TTF Liebherr Ochsenhausen 0:3
Dang Qiu – Stefan Fegerl 1:3 (11:9, 9:11, 10:12, 9:11)
Tobias Rasmussen – Simon Gauzy 0:3 (7:11, 5:11, 3:11)
Wang Xi – Jakub Dyjas 2:3 (11:8, 11:2, 9:11, 8:11, 9:11)

TTC indeland Jülich – Borussia Düsseldorf 0:3
Robin Devos – Ricardo Walther 1:3 (4:11, 10:12, 11:8, 4:11)
Ewout Oostwouder – Anton Källberg 0:3 (7:11, 6:11, 8:11)
Deni Kozul – Omar Assar 2:3 (9:11, 11:9, 12:14, 11:2, 5:11)

TTC Zugbrücke Grenzau – Post SV Mühlhausen 1:3
Kanak Jha – Steffen Mengel 2:3 (11:13, 12:10, 11:6, 10:12, 9:11)
Mihai Bobocica – Daniel Habesohn 3:1 (11:7, 7:11, 11:6, 11:8)
Ioannis Sgouropoulos – Ovidiu Ionescu 2:3 (11:9, 11:9, 4:11, 8:11, 7:11)
Kanak Jha – Daniel Habesohn 1:3 (10:12, 5:11, 11:8, 7:11)

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – 1. FC Saarbrücken TT 1:3
Ruwen Filus – Thomas Polansky 3:0 (11:8, 13:11, 12:10)
Tomislav Pucar – Shang Kun 0:3 (7:11, 9:11, 17:19)
Fan Bo Meng – Darko Jorgic 0:3 (4:11, 7:11, 2:11)
Ruwen Filus – Shang Kun 0:3 (3:11, 9:11, 12:14)

Zur Tabelle nach dem 16. Spieltag

(TTBL)

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