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TTBL: Mit neuer Würze in die Saison

Titelverteidiger Ochsenhausen zählt auch in dieser Saison wieder zu den großen Favoriten (©TTF Liebherr Ochsenhausen/Facebook)

13.08.2019 - Am Wochenende beginnt die neue TTBL-Saison. Und diesmal sorgen gleich mehrere Faktoren dafür, dass sie mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen dürfte als sonst. Da wäre zum Beispiel Rekordmeister Borussia Düsseldorf, der in der vergangenen Saison keinen Titel holen konnte und damit nicht mehr die totale Dominanz ausstrahlt wie in den Vorjahren. Oder der TTC Neu-Ulm, der als Wild-Card-Besitzer startet und dafür sorgt, dass es diesmal sogar einen Abstiegskampf geben könnte.

Die Sommerpause ist Geschichte - ab Samstag beginnt der Kampf um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft in der TTBL. Und dieser könnte spannender denn je werden. Denn während man früher kein Prophet sein musste, um vorherzusagen, dass am Ende wahrscheinlich Borussia Düsseldorf der strahlende Sieger sein wird und keine Mannschaft sich Sorgen um den Abstieg machen muss, wird es diesmal etwas anders sein. Düsseldorf stellt zwar nach wie vor ein starkes Team um Timo Boll, das mit Ricardo Walther noch einen wichtigen Mann hinzugewonnen hat. Die Konkurrenz hat allerdings auch nicht geschlafen und den Borussen bereits vorige Saison beigebracht, dass ihr Titelabonnement ausgelaufen ist. So sind vor allem zwei Teams zu nennen, die den Düsseldorfern in dieser Saison wieder Kopfzerbrechen bereiten dürften: der 1. FC Saarbrücken TT und die TTF Liebherr Ochsenhausen.

Dreikampf um den Titel?

Die Saarländer um den aktuell in Topform agierenden Patrick Franziska hatten bereits in der vergangenen Saison Düsseldorf aus den Play-offs gekegelt. Nun tritt Saarbrücken auch noch mit dem Chinesen Shang Kun an, der für den Taiwaner Liao Chen-Ting ins Team rutscht. „Never change a winning team“, denken sich dagegen wohl die Titelverteidiger aus Ochsenhausen, die abgesehen von der weiteren Option, die Neuzugang Vladimir Sidorenko bietet, an ihrem starken Quartett Calderano-Gauzy-Fegerl-Dyjas festhalten und damit auch in der kommenden Saison wieder vorne mitsprechen werden. Gleich zum Saisonauftakt kommt es zum direkten Schlagabtausch dieser beiden Titelkandidaten, der am Samstag besondere Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird.

Eine schwer einzuschätzende Größe ist dagegen der TTC Neu-Ulm, der ebenfalls ein attraktiver Hingucker in dieser Saison sein wird. Schließlich stehen Namen wie Hao Shuai und An Jaehyun auf der Spielerliste, wobei noch immer nicht abschließend geklärt wurde, ob Letzterer die Spielerlaubnis vom koreanischen Verband erhält. Gemeinsam mit Tiago Apolonia und Gustavo Tsuboi darf sich der TTBL-Neuling allerdings durchaus Hoffnungen auf obere Tabellenbereiche machen. Die Vergabe der Wild Card an den TTC Neu-Ulm hat übrigens noch einen anderen Effekt: Dadurch wird erstmals die Sollstärke der Liga von zwölf Mannschaften erreicht und es wäre theoretisch möglich, dass es in dieser Saison auch einen Abstiegskampf gibt, was der TTBL abseits des Rennens um die Play-off-Plätze noch einmal zusätzliche Würze verleiht. 

Ausgeglichene Liga

Gerade im Tabellenmittelfeld wird es höchstwahrscheinlich hoch hergehen, da die Liga abgesehen von dem Spitzentrio sehr ausgeglichen ist. Der ASV Grünwettersbach lauert mit Sathiyan Gnanasekaran, Wang Xi und Dang Qiu auf seine Chancen, Werder Bremen will von seinen Neuzugängen Mattias Falck und Kirill Gerassimenko profitieren, Bad Königshofen startet mit neuem Spitzenmann Bastian Steger in die Saison. Zudem darf man den Play-off-Teilnehmer des Vorjahres, den TTC Schwalbe Bergneustadt, nicht vergessen, der sich den Dortmunder Alberto Mino ins Team geholt hat. Auch der Post SV Mühlhausen, der unverändert in die Saison geht, ist immer ein Kandidat für Überraschungen. Fulda-Maberzell muss den Weggang von Wang Xi verkraften, hat mit Tomislav Pucar und Ruwen Filus aber immer noch ein paar Joker auf der Hand. Grenzau versucht mit einer jungen Truppe, die mit dem US-Amerikaner Kanak Jha und U21-Europameister Ioannis Sgouropoulos verstärkt wurde, zu punkten, während Jülich den Tabellenkeller diesmal mit Neuzugang Deni Kozul hinter sich lassen möchte. So mögen die Spiele beginnen - mit zwölf Teams, einem Wild-Card-Inhaber, drei Topfavoriten und eventuell wieder einem Abstiegskampf!
 

Die Spiele in der Übersicht:

TTF Liebherr Ochsenhausen 1. FC Saarbrücken TT Samstag, 17.8. 19 Uhr
ASV Grünwettersbach TTC Neu-Ulm Samstag 17.8. 19 Uhr
TSV Bad Königshofen TTC Zugbrücke Grenzau Samstag 17.8. 19 Uhr
Borussia Düsseldorf Post SV Mühlhausen Samstag 17.8. 19 Uhr
Werder Bremen TTC indeland Jülich Sonntag, 18.8. 15 Uhr
TTC Schwalbe Bergneustadt TTC RS Fulda-Maberzell Sonntag, 18.8. 15 Uhr


(JS)

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