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TTBL goes USA: Bundesligaspiel in Washington geplant!

Nicht im beschaulichen Mühlhausen, sondern in der Hauptstadt der USA will der Post SV sein Heimspiel austragen (©Facebookseite Post SV Mühlhausen)

25.08.2017 - Bitte was? Ein Bundesligaspiel wird in dieser Saison in den USA ausgetragen? Auf dieses besondere Event können wir uns wahrscheinlich am 24. November freuen, denn die TTBL-Partie zwischen dem Post SV Mühlhausen und ASV Grünwettersbach soll, wenn alle Auflagen vor Ort erfüllt werden, nicht im schönen Thüringen, sondern etwa 6.600 Kilometer westlich in Washington D.C. ausgetragen werden. Und nicht nur das. Nebenbei haben die Teams auch noch die Gelegenheit, 15.000 US-Dollar abzustauben.

Der Hintergrund dieser kuriosen Idee ist das 20. Jubiläum eines großen Mannschaftswettbewerbs in Amerika, das von JOOLA USA gesponsert wird. Die „North American Teams“ sind ein dreitägiges offenes Turnier, bei dem auch oft das eine oder andere international bekannte Gesicht zu sehen ist. In diesem Jahr wollen die Organisatoren nun ein besonderes Highlight bieten: Am Freitag, den 24. November, soll in der Washingtoner Halle, wo auch das Turnier ausgetragen wird, ein deutsches Bundesligaspiel stattfinden, zu dem der Post SV Mühlhausen und ASV Grünwettersbach extra anreisen.

„Die Idee kam von JOOLA USA“, erzählt der Sportliche Leiter von Grünwettersbach, Achim Krämer. „Das ist natürlich eine öffentlichkeitswirksame Geschichte, die sich gut vermarkten lässt.“ So fragte JOOLA USA bei der TTBL an, die dies in ihrer Gesellschafterversammlung zur Diskussion stellte. Unter der Bedingung, dass gewisse Auflagen eingehalten werden und dass es überhaupt zwei Mannschaften gibt, die den Spaß mitmachen, wurde der Antrag genehmigt und mit Mühlhausen ein williger Verein gefunden, der sein Heimspiel gegen Grünwettersbach gerne nach Washington D.C. verlegen wollte. „Das ist einfach eine tolle Geschichte“, ist Mühlhausens Manager Thomas Stecher von der Idee begeistert. „Wir haben mit den Spielern darüber gesprochen und die waren sofort hellauf begeistert.“ So möchten die Mühlhäuser gerne auf die Vorteile verzichten, die ein Spiel vor heimischem Publikum mit sich bringt, um an etwas ganz Besonderem teilzuhaben. „Ein Bundesligaspiel, das außerhalb Europas ausgetragen wird, hat es noch nie gegeben. Das ist einzigartig im deutschen Tischtennis. Gerade für die kleinen Vereine ist es wichtig, auch mal Ausrufezeichen zu setzen. Nicht nur Borussia Düsseldorf, auch wir können Außergewöhnliches machen. Und auf diese Geschichte in Washington haben wir richtig Lust.“

Grünwettersbach war als einziger JOOLA-Verein in der TTBL schon von Vorneherein an der Aktion interessiert gewesen – jetzt muss nur noch vor Ort dafür gesorgt werden, dass die letzten Auflagen erfüllt werden, und es kann losgehen. Die beiden Teams wollen, falls nicht noch eine Verletzung dazwischenkommt, mit ihren Topspielern in die USA reisen und dort auch am „North American Teams“-Turnier teilnehmen, das dem Gewinner ein Preisgeld von 15.000 US-Dollar einbringt. Mit Topspielern wie Masataka Morizono oder Ricardo Walther bei Grünwettersbach und Ovidiu Ionescu oder Daniel Habesohn bei Mühlhausen können sich die beiden Teams berechtigte Hoffnungen auf ein wenig Preisgeld bei dem offenen Turnier machen. „Aber da laufen schon auch immer Leute herum, die Tischtennis spielen können“, warnt Achim Krämer. „Klar gehören wir zum Favoritenkreis, aber es ist nicht so, dass wir sicher im Finale stehen.“ Eine Mannschaft mit durchaus vertrauten Namen stellt etwa das Team JOOLA, das mit Chen Weixing, Kamal Achanta, Lubomir Pistej und Jörg Roßkopf antritt. „Und es waren in den letzten Jahren auch immer junge Delegationen aus China da“, ergänzt Thomas Stecher. „Als Erstligist liebäugeln wir schon mit dem Halbfinale. Aber es kommt letztlich ganz darauf an, wer mitspielt.“ 

Im Jahr 2014 etwa belegte das starke Team Chen Weixing/Quadri Aruna/Jörg Roßkopf nur den zweiten Platz, weil die Atlanta International Table Tennis Academy mit den Chinesen Xu Ruifeng, Zhang Chao und Lin Chen antrat. Wenn alles klappt, werden Mühlhausen und Grünwettersbach so oder so einen ganz außergewöhnlichen Spieltag erleben. Und wenn alles nicht hilft, können sie sich noch ein wenig in den Washingtoner Geschäften austoben. Schließlich ist am 24. November ‚Black Friday‘…

Infos zum Turnier finden Sie hier!

(JS)

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