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Leserbriefe: Weitere Meinungen zum Doppel in Coronazeiten

Das Thema "Doppel in Coronazeiten" erhitzt weiterhin die Gemüter (©Fabig)

22.09.2020 - Das Doppel schien bisher eine eher stiefmütterlich behandelte Disziplin im Tischtenniskosmos zu sein. Die Diskussion, die seit wenigen Wochen über die Frage entbrannt ist, ob man in dieser Saison mit oder ohne Doppel spielen sollte, deutet hingegen auf das Gegenteil hin. Nachdem wir vorige Woche bereits einige Leserbriefe zum Thema veröffentlicht haben, erreichten uns wieder einige Meinungen von Usern. Mit diesem zweiten Sammelartikel schließen wir das Thema nun vorerst ab.

Ich lese hier seit einiger Zeit mit und kommentiere hin und wieder. Ich kann mit einigen Punkten, die ich zum Thema Doppel lese, kaum oder nur schlecht umgehen. Mir stellt sich das alles anders dar und manchmal frage ich mich, ob die Verfasser „pro Doppel“ in einer anderen Realität leben.

Der RTTVR hatte eine Abfrage zum Stand der Hallennutzung gestartet und wollte die Runde starten. Als Hygieneverantwortlicher des Vereins habe ich mich an die Stadt gewandt um mal nachzufragen, wie dort die Situation gesehen wird. Dort empfand man natürlich keinen Druck durch die Festlegung einer Frist durch einen Sportverband. Man wollte einen Beschluss im Sportausschuss der Stadt fassen. Dieses Schreiben habe ich an den Verband weitergeleitet. Wahrscheinlich kamen auch aus anderen Orten des Verbandsgebietes ähnliche Informationen. Folglich hat man den Start der Saison verschoben. Da zu dem Zeitpunkt auch nicht klar war, wie die Summe der Gemeinden als Träger (und damit als Eigentümer) der Hallen, sich zum Thema der Kontaktsportarten stellen, die Saison aber gestartet werden sollte, ist es eben so, dass man Entscheidungen treffen muss.

Außerdem ist es bis heute so, dass die Wissenschaft noch immer fast täglich Neues über dieses Virus lernt, empfinde ich es als unredlich, heute Entscheidungen der Vergangenheit auf eine unsachliche und persönliche Art zu kritisieren, wie es von Fichte Bielefeld vorgetragen worden ist. Heute kam die Information, dass ein Impfstoff vor 2021 nicht zur Verfügung stehen wird. Folglich wird dieses Virus diese gesamte Spielzeit ein Thema sein.

Ich kann auch nicht verstehen, wie gerade aus dem Bundesland NRW immer wieder Kritik an einzelnen Punkten dieser Spielrunde geäußert werden kann. Das wirkt auf mich so, als ob Heinsberg und Rheda-Wiedenbrück eher auf dem Mond als in NRW liegen. Diese Ignoranz bezogen auf das Thema COVID-19 ist für mich nicht verständlich.

In einem der veröffentlichten Leserbriefe schreibt der Verfasser, dass er wegen des Verbotes der Doppel lieber mit den Tischtennissport aufhört. Bei solchen „Drohungen“ frage ich mich immer, was soll ich davon halten, wenn das persönliche Hobby derart eingesetzt wird. Mir würde zwar auch eine Menge Kritik einfallen, die in Richtung Verband geht, aber gerade hier verstehe ich die Kritiker des Verbots der Doppel nicht.

Vielleicht noch ein Einblick in die Realität. „Meine Stadt“ hat beschlossen, dass der Sportunterricht bis zu den Herbstferien draußen stattfindet. Dieser Beschluss hat zur Folge, dass die Vereine bis zu den Herbstferien für die Reinigung der Hallen verantwortlich sind und sich die Stadt so Kosten spart. Und weil es so ist, wie es ist, hat die Stadt dann auch noch befunden, dass die Sitzungen des Rates der Stadt nicht wie bisher stattfinden können (Coronaauflagen), aber glücklicherweise sind die Hallen ja im Moment „ungenutzt“ und so ist man auf die Idee gekommen, dass man die größte „beschlagnahmt“, um dort bis zu den Herbstferien die Ratssitzungen abzuhalten. Glücklicherweise nutzt „mein“ Verein diese Halle nicht. Jedem der Leser ist aber klar, was solches Handeln der Stadt bedeutet.

Das war nun eine kleine Schilderung meiner Realität und deshalb kann ich, wie oben bereits erwähnt, nicht verstehen, wenn ich etwas über das „Doppelverbot“ lese.

Helge Meyer, Hygieneverantwortlicher der Abteilung Tischtennis des SV Bingerbrück (RTTVR)



Wir spiel(t)en in den Kreisklassen. Für die hat der HTTV jetzt auch die Doppel gestrichen. Daraufhin haben mehrere unserer Spieler, auch ältere, ihr Unverständnis bekundet und erklärt, unter diesen Umständen nicht spielen zu wollen, da für sie die Doppel ein wichtiger Spaßfaktor sind. Die Streichung der Doppel kam jetzt zu den lästigen sonstigen Hygienevorschriften hinzu, sodass die Lust am Spielen endgültig verloren ging. Wir mussten daher mangels Spielerreservoir unsere beiden Mannschaften abmelden. 

Helmut Müller, FSV Dauernheim (HTTV)



Nein, wir vom TTC Champions sind keine Corona-Leugner und unser Vorstand hat ein gut umsetzbares und schlüssiges Hygiene-Konzept erarbeitet. An das sich alle halten. Was aber die Vorgaben und Maßnahmen des Deutschen Tischtennis Bundes/DTTB und des Westdeutschen Tischtennis Verbandes/WTTV betrifft, sind wir beim TTC Champions Düsseldorf, auch einige aus der "Risiko-Gruppe", vor allem wegen unserer Mannschaft aus der 3. Tischtennis-Bundesliga, extrem irritiert. Denn beim DTTB macht das Virus einen gewaltigen Unterschied zwischen den Spielklassen. Selbst zwischen TTBL (1. Bundesliga) und den übrigen "DTTB-Ligen" von 2. und 3. Bundesliga sowie den Regional- und Oberligen. Mit Verlaub und Ironie: Die Viren werden das Wissen der Tischtennis-Entscheider hoffentlich berücksichtigen. Denn dann gibt es demnächst nur noch in der TTBL Corona - weil die spielen, wenn es so weit kommt, Doppel. Wir übrigen Akteure sind dann ja sicher. Aber ob ausgerechnet die Ansteckung im Doppel droht, bezweifele ich. 

Ich gehöre, seit 1964 im TT-Sport aktiv, mit über 70 Jahren zu den Risiko-behafteten. Ich bin trotzdem leidenschaftlicher Doppelspieler, der auch Einzel für sein Team bestreitet, und gehöre zu jenen, die über 50 Jahre im Ehrenamt einiges für unseren Sport getan haben. Ob ich das jedoch fortsetzen werde? Derzeit habe ich keine Lust dazu, in der nächsten Spielzeit weiter zu machen. Wer weiß denn, welche neue Regel dann da auf uns zukommt?  
 
Was mir als Beispiel für fehlende Logik dient? Zuer haben wir in der Deutschen Pokal-Vorrunde u.a. gegen 1. FC Köln, SV Union Velbert und SC Buschhausen gespielt - beim SC Buschhausen. Trotz Corona mit Doppel. Eine Woche später begann für den TTC Champions Düsseldorf die 3. Bundesliga mit dem Heimspiel gegen TSV Bargteheide (8:0, nur Einzel), sieben Tage später folgt das Auswärtsspiel beim SC Buschhausen aus Oberhausen. Beide Begegnungen, wie alle anderen Ligaspiele, ohne Doppel - Doppel ist dann verboten. Wer soll das verstehen, wo ist da die Logik?

Für die in den unteren Ligen Aktiven mit der Mehrheit der Leistungs- und Hobbyspieler sind ja sowieso die jeweiligen Landesverbände zuständig. Und dass da unterschiedlich gehandelt wird, macht die Politik ja vor. 

Joachim Breitbach, TTC Champions Düsseldorf (WTTV)



Ich kann nicht verstehen, warum man solch eine Aussage treffen kann, aufzuhören wegen keiner Doppel.

Geht es denn hier nur um die Doppel? Jedes Spiel macht doch Spaß. Wenn es einmal so weit ist, dass die Gesundheit völlig in den Hintergrund treten muss, dann sollte man sich überlegen, ob es der Sport dann wert ist – Gesundheit geht vor. Sind wir doch froh, dass wir überhaupt noch spielen dürfen, und hoffen wir auf baldige Besserung der Lage.
 
Karlheinz Möbius, DJK Ober Roden (HTTV) 
 

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Leserbriefe geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. Auswahl und sinnwahrende Kürzungen behalten wir uns vor.

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