Trainingstipp

Trainingstipp: Balltreffpunkt beim VH-Topspin

Mit viel Spin den Ball weich nach oben ziehen. (@ Roscher)

06.03.2012 - Damit sich der Vorhand-Topspin zu der gefürchteten Waffe entwickelt, als die er oft gepriesen wird, ist – und das ist kein Geheimnis – ein sehr gutes Stellungsspiel erforderlich. Doch das ist nicht alles. Der Vorhand-Topspin lebt von seinen variablen Einsätzen: Er kann weich und langsam gespielt werden, schnell und hart, mit viel oder wenig Rotation. Um diese Variationen auch perfekt spielen zu können, müssen Sie wissen, wie und wo der Ball getroffen werden muss.

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Um den richtigen Topspin zur richtigen Zeit zu spielen, muss erst verstanden werden, wie der Ball bei den verschiedenen Variationen des Topspins getroffen werden muss. Der Balltreffpunkt ist natürlich auch für den RH-Topspin ein wichtiger Aspekt, wir werden hier aber nur auf die Vorhand eingehen.

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Aufteilung des Tischtennis-Balls

Zu Beginn wollen wir den Ball etwas genauer unter die Lupe nehmen. Wie auch der Tisch wird er in verschiedene Bereiche aufgeteilt. Die anschaulichste Variante ist, den Ball mit dem Planeten Erde zu vergleichen. Das heißt: Der Ball besitzt einen Nordpol, einen Südpol sowie einen Äquator. Wird der Ball mit einer 'tangentialen Schlagbewegung' nahe des Nordpols getroffen, erfährt er eine Vorwärtsrotation, also Ober- oder Überschnitt, wird er in der Nähe des Südpols getroffen dementsprechend Unterschnitt.

Zur Grafik: Balltreffpunkt am Nordpol

Zur Grafik: Balltreffpunkt am Südpol

 

Hier können Sie sich die Techniken des VH-Topspins und aller anderen Grundtechniken genau ansehen…

 

Der weiche VH-Topspin 

Generell sollte der Ball immer möglichst nahe am Nordpol getroffen werden, um einen VH-Topspin mit viel Rotation zu spielen. Das Risiko hierbei: Der Ball wird erst gar nicht getroffen und man schlägt ein ‘Luftloch‘.

Um jedoch einen weichen Topspin mit viel Rotation zu spielen, muss man den Ball etwas anders treffen. Dieser Topspin ist ein vorbereitender Ball. Er wird, da er etwas unter Tischniveau gespielt – also ein wenig fallen gelassen wird –, mehr am Äquator getroffen und dafür steiler nach oben gezogen. Dadurch bekommt der Ball eine höhere Flugkurve, bereitet dem Gegner aber auch größere Probleme, ihn flach zu blocken.

Zur Grafik zum weichen VH-Topspin…

Der schnelle VH-Topspin 

Der Unterschied zum weichen Topspin liegt hier ganz klar im Treffpunkt und auch in der Schlagbewegung. Wird beim weichen Topspin mehr nach oben geschlagen und die Bewegung etwas ausladender ausgeführt, so ist beim schnellen VH-Topspin die Bewegung nach vorne gerichtet, schneller und kürzer. Der Ball wird im höchsten Punkt und möglichst nahe am Nordpol getroffen, um ihn mit viel Rotation zu spielen. Dieser Schlag ist auf OS wie auf US möglich.

Zur Grafik zum schnellen VH-Topspin...

Der VH-Topspin aus der Halbdistanz 

Dieser VH-Topspins kann fast als Kombination aus weichem und schnellem Topspin angesehen werden, wobei er noch eher in die Richtung des schnelleren Topspins geht. Jedoch ist die Bewegung wesentlich länger, da auch die Entfernung zum Tisch größer ist. Da diese Distanz erst einmal überwunden werden muss, sollte die Flugkurve etwas höher sein, und somit der Balltreffpunkt zwar im höchsten Punkt, aber nicht ganz so nah am Nordpol liegen.

Zur Grafik zum VH-Topspin aus der Halbdistanz...

 
Übungsbeispiele

Übung 1a: Am Balleimer

Trainer spielt mit US ein. Spieler lässt den Ball unter Tischniveau fallen und zieht den Ball weich, mit viel Rotation, an. Kontrolle für den Spin: zweiter Spieler hält seinen Schläger gegen den Ball.

Zur Grafik von Übung 1a...

Um diesen Effekt verstärkt zu trainieren, kann zuvor probiert werden, den Ball absichtlich mit der Kante zu spielen. 

 

Übung 1b: Am Balleimer

Trainer spielt mit OS ein. Spieler zieht VH-Topspin. Balltreffpunkt im höchsten Punkt oder kurz davor, möglichst nahe am Nordpol.

Zur Grafik von Übung 1b...

 

Übung 1c: Am Balleimer 

Trainer spielt mit US ein. Spieler zieht VH-Topspin. Balltreffpunkt im höchsten Punkt möglichst nahe am Nordpol.

Zur Grafik von Übung 1c...

 

Übung 2: Aufschlag/Rückschlag 

A: KAS in VH o. RH (LAS -> frei)

B: LSCH o. Flip auf Elle

A: auf LSCH vorbereitenden VHT in RH, auf Flip schnellen VHT in RH

B: RHB in TMi

A: VHT schnell in freie Seite

Zur Grafik von Übung 2...

 

Übung 3: Aufschlag/Rückschlag 

A: HLAS ganzer Tisch

B: LSCH in RH oder VHT/RHT auf Elle

A: auf LSCH RHT/VHT (vorbereitend) auf Elle, auf Topspin VH-Gegentopspin (schnell) auf Elle

B: Block ganzer Tisch

freies Spiel

Zur Grafik von Übung 3...

Hier können Sie den Trainingstipp als pdf-Dokument herunterladen...

(IH)

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