Weltrangliste

Timo Boll ist wieder Erster der Welt!

Zurück an der Weltspitze: Timo Boll (©ITTF)

27.02.2018 - Im März 2011 hatte Timo Boll den Platz an der Weltspitze abgegeben, nun hat er ihn sich zurückerobert. Der bald 37-Jährige ist wieder die Nummer eins der Welt und löst damit seinen Teamkollegen Dimitrij Ovtcharov ab, der die Weltrangliste seit Januar anführte. Zwischen Boll und Ovtcharov bleibt der Chinese Fan Zhendong auf Rang zwei. Bei der Team-WM in Halmstad wird die deutsche Mannschaft hingegen topgesetzt sein.

„Als Dimitrij Ovtcharov vor wenigen Tagen zu mir kam und meinte, ich sei im März wieder die Nummer 1 der Weltrangliste, glaubte ich zunächst an einen Scherz“, lautete Timo Bolls Reaktion. „Aber er kennt sich mit diesen Statistiken perfekt aus. Nun hat der Computer tatsächlich dieses Ergebnis ausgespuckt und ich möchte eine gewisse Freude nicht verhehlen. Es ist die Bestätigung für meine harte Arbeit der letzten Monate. Es ist auch eine Bestätigung für meine Konstanz, da ich vor 15 Jahren erstmals die Nummer 1 war und nun wenige Tage vor meinem 37. Geburtstag sicher auch die älteste Nummer eins aller Zeiten bin.“ Tatsächlich: Mit seinen 36 Jahren, elf Monaten und 21 Tagen löst er laut DTTB die schwedische Legende Jan-Ove Waldner ab, die seit 1997 mit 31 Jahren, elf Monaten und 28 Tagen die älteste Nummer eins der Tischtennisgeschichte war. 

Das letzte Mal hatte Boll von Januar bis März 2011 den ersten Platz belegt. Für den erneuten Vorstoß an die Spitze war sein Sieg beim Europe Top 16 verantwortlich, der im neuen Weltranglistensystem um so bedeutender wird. Beim Team World Cup spielte der Routinier zwar nicht mit, seine beiden ärgsten Konkurrenten Fan Zhendong, der nun 60 Punkte hinter ihm auf Rang zwei rangiert, und Dimitrij Ovtcharov konnten ihn in London allerdings nicht überholen. „Ich glaube weiterhin, dass Ma Long, Fan Zhendong oder Dimitrij Ovtcharov die Besten sind, auch wenn der Computer etwas anderes sagt“, sagte Boll, der kein Fan des neuen Berechnungssystems ist. „Fakt ist: Das neue System gönnt dir keine Pausen und entschuldigt keine Verletzungen. Man muss viel spielen. Das habe ich die letzten zwölf Monaten getan und bin von Verletzungen verschont geblieben, weshalb mir das neue System nun zugutekommt."

Hinter dem Toptrio rangieren mit Lin Gaoyuan und Xu Xin zwei Chinesen - Weltmeister Ma Long verschlechtert sich hingegen vom siebten auf den neunten Rang. Drittbester Deutscher bleibt Ruwen Filus, der sich um einen Platz auf Rang 19 verbesserte. Bastian Steger hat nach einem großen Sprung von Platz 33 auf 21 allerdings wieder Anschluss gefunden. Auch für Patrick Franziska (30.) ging es acht Plätze nach oben, während Ricardo Walther (von 28 auf 41) und Benedikt Duda (von 49 auf 42) wieder enger aneinandergerückt sind.

Bei den Damen gibt es ebenfalls eine neue Weltranglistenerste. Zhu Yuling übernimmt den Thron wieder von Teamkollegin Chen Meng, die ihr allerdings auf den Fersen bleibt. Unter den Top 17 sind nur Asiatinnen zu finden, darunter auch wieder die Weltmeisterin Ding Ning, die sich von Rang 21 auf 14 verbesserte. Beste Nicht-Asiatin ist die Niederländerin Li Jie auf Rang 18. Das deutsche interne Ranking führt Shan Xiaona auf Rang 38 an, die sich allerdings um 16 Plätze verschlechterte. Und auch für Han Ying, nun 41. der Welt, ging es abwärts. Sabine Winter verbesserte sich hingegen auf Rang 59 und ist nun drittbeste Deutsche, Petrissa Solja und Nina Mittelham folgen auf den Plätzen 63 und 64.

Hier geht’s zur Weltrangliste!

(Die U21-, U18- und U15-Ranglisten wurden vom Weltverband noch nicht aktualisiert)

(JS)

Ähnliche Artikel

Kommentar schreiben

* Pflichtfeld

Sicherheitsabfrage Bitte geben Sie die untenstehende Zeichenfolge im Feld darunter ein.

Copyright © 2018 myTischtennis GmbH. Alle Rechte vorbehalten.