WM: Auch Taiwan kein Problem für Harimoto und Co.

    Die japanische Herrenmannschaft steht zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder in einem WM-Finale. Das Team um Spitzenspieler Tomokazu Harimoto ließ sich auch von Taiwan nicht aufhalten.

    Tomokazu Harimoto steht - genau wie seine Schwester Miwa - im WM-Finale (©ITTF)

    Der erste Finalplatz der Herren bei der Team-WM in London ist besetzt: Zum ersten Mal seit 2016 stehen die japanischen Männer wieder im Endspiel und werden dort entweder auf China oder Frankreich treffen. Nachdem sie Deutschland im Viertelfinale bezwungen hatten, eilten sie im Halbfinale gegen Taiwan in die nächste Runde.

    Zum mit Spannung erwarteten Duell zwischen der Nummer drei und sieben der Welt, Tomokazu Harimoto und Lin Yin-Ju, kam es dabei sofort zum Auftakt. 14 Mal waren die beiden Topspieler, die früher beide beim TTC Neu-Ulm unter Vertrag standen, international schon aufeinandergetroffen - neun Mal hieß der Sieger Harimoto. Doch in London gelang Lin mit einem 11:5 im ersten Satz ein guter Start. Sein Gegner kämpfte sich aber peu à peu immer besser ins Spiel und holte sich die nächsten Sätze - wenn auch knapp - auf seine Seite. So knackte Harimoto die mit Abstand härteste Nuss im Team Taiwans direkt zu Beginn mit 3:1, was auch dem Rest der japanischen Mannschaft die folgenden Aufgaben erleichterte.

    Sora Matsushima machte direkt da weiter, wo Harimoto aufgehört hatte, und ließ Feng Yi-Hsin keine Chance. Nach drei schnellen Sätzen war das Spiel schon wieder beendet und der japanische Meister gab den Staffelstab an Shunsuke Togami weiter, der den Sieg in trockene Tücher bringen sollte. Und das tat er auf souveräne Art und Weise. Kuo Guan-Hong konnte - wie schon Feng - keinen Satz gewinnen, so dass Togami sich schnell mit seinen Teamkameraden abklatschen konnte. Der Schritt ins Finale ist geschafft - jetzt soll der Titel folgen.

    Zum sechsten Mal in Folge China gegen Japan

    Bei den Damen ist das Standard-Finalduell zwischen China und Japan, die sich seit 2014 bei jeder Team-WM im Endspiel begegnen, inzwischen besiegelt. Die Japanerinnen setzten sich mit 3:0 gegen Deutschland durch, China schickte ebenso deutlich Rumänien aus der Box. Bei den Chinesinnen waren Sun Yingsha, Wang Manyu und Kuai Man zum Einsatz gekommen - und auch wenn die Rumäninnen zumindest den einen oder anderen Satz eng gestalten konnten, verloren die Titelverteidigerinnen noch nicht einmal einen Durchgang. Das Damen-Endspiel findet am Sonntag um 12 Uhr statt. Den letzten Sieg in einem WM-Finale im Damen-Teamwettbewerb gewann Japan im Jahr 1971, China ist seit 2012 ununterbrochener Titelhalter. Bei der letzten Team-WM 2024 in Busan waren die Japanerinnen zumindest nah dran an einer Überraschung, am Ende ging das Match nichtsdestotrotz mit 3:2 an China.


    Die Spiele im Überblick

    Herren

    Halbfinale

    Japan - Taiwan 3:0
    Tomokazu Harimoto - Lin Yun-Ju 3:1 (-5,9,10,10)
    Sora Matsushima - Feng Yi-Hsin 3:0 (8,8,4)
    Shunsuke Togami - Kuo Guan-Hong 3:0 (8,9,5)

    China - Frankreich, Samstag 20:30 Uhr

    Finale

    Japan - China/Frankreich, Samstag 17 Uhr

    Damen

    Halbfinale

    Japan - Deutschland 3:0
    Miwa Harimoto - Ying Han 3:1 (-5,10,3,8)
    Hina Hayata - Sabine Winter 3:2 (-10,-6,5,9,6)
    Honoka Hashimoto - Nina Mittelham 3:0 (8,5,5)

    China - Rumänien 3:0
    Sun Yingsha - Elizabeta Samara 3:0 (3,4,5)
    Wang Manyu - Bernadette Szöcs 3:0 (4,9,10)
    Kuai Man - Andreea Dragoman 3:0 (10,6,10)

    Finale

    China - Japan, Sonntag 12 Uhr

    Alle Ergebnisse kann man auf der Turnierseite abrufen.

    Alle Spiele sind live und auf Abruf bei Dyn zu sehen.

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