Asienmeisterschaft: China und Japan teilen sich Titel

Bei den Asienmeisterschaften in Tashkent gingen alle Titel an China oder Japan. Während der Japaner Tomokazu Harimoto die Herren-Einzel-Konkurrenz gewann, holte Chinas Chen Yi Gold bei den Damen.

China und Japan sind und bleiben das Maß aller Dinge in Tischtennis-Asien. Auch wenn die Chinesen einige ihrer Topstars schonten und der japanische Weltranglistenerste Sora Matsushima sich nach dem Teamwettbewerb nur noch auf das Mixed-Doppel konzentrierte, gingen alle Titel an die beiden Tischtennisnationen, die auch die Goldmedaillen in den Mannschaftswettbewerben schon unter sich aufgeteilt hatten.
Harimoto gelingt beeindruckende Aufholjagd
Im Herren-Einzel war der topgesetzte Japaner Matsushima schon zu seinem ersten Match nicht angetreten und verzichtete auch auf das Herren-Doppel. Als Grund dafür nannte er laut japanischen Medien körperliche Müdigkeit und Rückenschmerzen. In der oberen Hälfte des Turnierbaums setzte sich stattdessen der Chinese Li Tianyang durch, der mit einem 3:2-Sieg gegen den Südkoreaner Kuo Guan-Hong ins Finale einzog. Sein Gegner sollte dort Tomokazu Harimoto sein, der keinen einfachen Weg ins Endspiel hatte und sowohl gegen Kim Minhyeok als auch gegen Feng Yi-Hsin in Fünf-Satz-Matches strauchelte. Auch das Finale verlief spannend: Li holte sich die ersten beiden Sätze, bevor Harimoto eine beeindruckende Aufholjagd einleitete. Mit 11:7, 11:8 und 11:7 drehte der Japaner das Spiel zu seinen Gunsten und verteidigte damit seinen Titel aus dem Jahr 2024.
Bei den Damen wollte seine Schwester Miwa den Geschwistersieg perfekt machen, scheiterte allerdings deutlich an der Chinesin Chen Yi, die noch im Teamfinale gegen Japan mit 0:3 gegen Harimoto verloren hatte. Wenige Tage später verlief das Duell der beiden ebenso deutlich - diesmal hieß die Siegerin aber Chen. Die Chinesin hatte sich zuvor sowohl gegen die Japanerin Hina Hayata als auch gegen ihre an Position zwei gesetzte Teamkameradin Wang Yidi durchgesetzt. Auch im Mixed-Doppel-Finale trafen Chen und Harimoto aufeinander. Hier machten Harimoto/Matsushima am Ende des spannenden Fünf-Satz-Krimis aber die bessere Figur.
China gewinnt Herren- und Damen-Doppel
Im Herren- und Damen-Doppel waren es dagegen wieder die Chinesen, die Grund zur Freude hatten: Lin Shidong/Huang Youzheng setzten sich im chinesischen Finale gegen Wen Ruibo/Yuan Licen durch, während Kuai Man/Wang Yidi Miwa Harimoto/Hina Hayata in die Schranken wiesen.
Die Endspiele im Überblick
Herren-Einzel
Li Tianyang CHN - Tomokazu Harimoto JPN 2:3 (1,9,-7,-8,-7)
Damen-Einzel
Miwa Harimoto JPN - Chen Yi CHN 0:3 (-5,-8,-6)
Herren-Doppel
Lin Shidong/Huang Youzheng CHN - Wen Ruibo/Yuan Licen CHN 3:1 (-8,7,5,6)
Damen-Doppel
Miwa Harimoto/Hina Hayata JPN - Kuai Man/Wang Yidi CHN 1:3 (9,-8,-9,-8)
Mixed-Doppel
Huang Youzheng/Chen Yi CHN - Sora Matsushima/Miwa Harimoto JPN 2:3 (8,-9,8,-8,-9)
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