Ying Han gewinnt mit Tarnobrzeg CL-Titel
Die deutsche Nationalspielerin Ying Han hat mit KTS Enea Siarkopol Tarnobrzeg das Finale der ETTU Champions League gewonnen und damit dem polnischen Klub den fünften Königsklasse-Titel der Vereinsgeschichte beschert.

Am Vortag hatten die Spielerinnen um das deutsche Abwehr-Ass Ying Han bereits den deutschen Titelverteidiger ttc berlin eastside im Halbfinale mit 3:0 ausgeschaltet, jetzt legten sie mit einem 3:0-Sieg gegen den französischen Klub Metz TT im Finale nach. Vor heimischem Publikum krönten sie sich mit dem souveränen Sieg zum fünften Mal der Vereinsgeschichte mit dem Titel der ETTU Champions League. Zum ersten Mal fanden die Finalspiele des Damenwettbewerbs in einem Final-Four-Format statt.
Das polnische Team hatte den Titel bereits in den Jahren 2019, 2022, 2023 und 2024 gewonnen, Metz TT war zwar zweimal nah dran gewesen, die Spielerinnen des französischen Klubs verloren die Endspiele der Jahre 2023 und 2025.
Das Finale startete mit dem Duell zwischen der frischgebackenen WM-Bronzemedaillengewinnerin Ying Han und dem 19-jährigen ägyptischen Star Hana Goda. Der Abstand in der ITTF-Weltrangliste zwischen den beiden Spielerinnen beträgt lediglich einen Platz: Han belegt aktuell Rang 19, Goda ist Nummer 20.
Goda startet stark
Die Wucht und das Tempo von Godas Angriffen setzten Han sofort unter Druck. Die junge Ägypterin benötigte nur wenige Ballwechsel, um ihren Rhythmus zu finden, ehe sie den ersten Satz mit ihrem furchtlosem Angriffsspiel und hohem Tempo gewann.
Ab dem zweiten Satz entwickelte sich das Duell weitaus ausgeglichener, Goda verlor kurzzeitig ihren Schwung, und Han erspielte sich beim Stand von 8:5 einen kleinen Vorsprung. Doch die Ägypterin kämpfte sich mit Angriffen zurück, zwang Han zu ständiger Bewegung am Tisch und glich schließlich den Spielstand aus. Der Satz wurde letztlich denkbar knapp entschieden, wobei Han ihren zweiten Satzball verwandelte und so zum 1:1 im Match ausglich.
Im dritten Satz erarbeitete sich Han eine komfortable Führung zum 10:6, doch Goda kämpfte sich bis auf 10:9 heran. Die erfahrene deutsche Abwehrspielerin behielt jedoch die Nerven und entschied den Satz schließlich mit 11:9 für sich. Von da an brachte Han das Spiel souverän nach Hause und gewann den vierten Durchgang deutlich mit 11:4.
„Sie war so aggressiv. Ich war zu Beginn von ihrem Spiel überrascht. Hana [Goda] spielte wirklich gut und brachte jeden Ball auf den Tisch. Im ersten Satz musste ich erst herausfinden, was am besten gegen sie funktioniert, ab dem zweiten Satz habe ich die richtige Lösung gefunden“, sagte Han bei der ETTU.
Die folgenden beiden Partien entschieden Hans Teamkameradinnen Zuhojia He und Xiaoxin Yang gegen Adina Diaconu bzw. Mariia Tailakova ebenfalls beide mit 3:1 – damit war der 3:0-Sieg im Finale perfekt.
(ETTU)
Das Final Four der ETTU Champions League der Damen im Überblick:
Halbfinale
ttc berlin eastside – KTS Enea Siarkopol Tarnobrzeg (POL) 0:3
Josephina Neumann – Zhuojia He (-3, -3, -4)
Yuka Kaneyoshi – Xiaoxin Yang (-1, -6, -9)
Mia Griesel – Ying Han (-2, -6, -7)
Metz TT (FRA) – UCAM Cartagena TM (ESP) 3:1
Hana Goda – Daniela Ortega 3:0 (8, 8, 5)
Charlotte Lutz – Maria Xiao 0:3 (-6, -6, -6)
Adina Diaconu – Tin Tin Ho 3:2 (8, -9, -9, 6, 6-1)
Hana Goda – Maria Xiao 3:0 (6, 6, 11)
Finale
Metz TT (FRA) – KTS Enea Siarkopol Tarnobrzeg (POL) 0:3
Hana Goda – Ying Han 1:3 (4, -10, -9, -4)
Adina Diaconu – Zhuojia He 1:3 (7, -4, -2, -2)
Mariia Tailakova – Xiaoxin Yang 1:3 (-6, 3, -7, -8)
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