World Cup: DTTB-Team gewinnt Krimi gegen Schweden
Deutschland hat sein erstes Match in der zweiten Phase des Mixed Team World Cups in Chengdu gewonnen. Mit 8:5 fuhr die Mannschaft einen hart umkämpften Sieg gegen Schweden ein.

Das deutsche Team ist beim Mixed Team World Cup in Chengdu weiterhin ungeschlagen. Gegen Schweden fuhren die DTTB-Athleten ihren ersten Sieg in der zweiten Turnierphase ein, in der es darum geht, unter die besten vier Mannschaften einer großen Achtergruppe zu kommen. Die Schweden bereiteten den Deutschen dabei durchaus Probleme, auch wenn ihr bester Mann, Truls Moregardh, in Chengdu nicht zum Team gehört.
3:3 nach zwei Matches
Nichtsdestotrotz waren die Skandinavier als Zweiter ihrer Gruppe durch die erste Turnierphase gekommen. Neben Siegen gegen Taiwan und die USA hatte man eine 3:8-Niederlage gegen Südkorea einstecken - und diese auch mit in die zweite Phase nehmen - müssen. Für das wichtige Match gegen die Schweden schickte Deutschland wieder Annett Kaufmann und Patrick Franziska in das Eingangs-Mixed - mit Erfolg. Obwohl das Duo bislang in Chengdu noch keinen Sieg verbuchen konnte, holten sie gegen Christina Källberg/Kristian Karlsson den wichtigen 2:1-Vorteil. Dabei war direkt der erste Durchgang enorm umkämpft. Im nervenaufreibenden Satzfinish erspielten sich die Schweden acht Satzbälle, die Deutschen zwei. Bei 20:18 holten sich Källberg/Karlsson den entscheidenden Punkt. Doch Kaufmann/Franziska hakten dies schnell ab und nahmen das Ruder wieder fest in die Hand. Mit 11:8 und 11:4 drehten sie den Spielstand und bescherten Deutschland die 2:1-Führung.
Als nächstes durfte man sich auf ein Duell zwischen Glanti und langen Noppen freuen. Sabine Winter, die in Chengdu bislang noch kein Spiel verloren hatte, traf auf Linda Bergström, mit der sie sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferte. So holte sich die schwedische Abwehr-Strategin den ersten Satz in der Verlängerung, bevor Winter mit 11:8 für den Ausgleich sorgte. Und auch im dritten Durchgang hatte die Glanti-Spielerin bereits mit 9:6 geführt, musste aber in die Verlängerung. Nach drei vergebenen Matchbällen für Winter erspielte sich Bergström drei Chancen, von denen sie die letzte nutzte. Damit stand es 3:3 und alles war wieder offen.
Qiu besiegt Borussia-Kollegen
Einen vorentscheidenden Sprung nach vorne machte Deutschland dann im Herren-Einzel, das erstmals in Chengdu Dang Qiu übernahm. Er traf auf seinen Düsseldorfer Teamkameraden Anton Källberg, gegen den er ein gutes Händchen bewies. Sowohl in Satz eins als auch zwei erspielte er sich ein paar Satzbälle und holte sich jeweils mit 11:9 den Punkt. Im dritten Durchgang ging der Schwede längere Zeit voran und bekam am Ende insgesamt fünf Chancen auf einen Satzgewinn. Doch Qiu bewies die besseren Nerven und holte sich mit 18:16 auch noch den dritten Durchgang. Deutschland führte mit 6:3 und hatte damit bereits im folgenden Herren-Doppel die Chance auf den Sieg.
Hier stießen Qiu und Källberg erneut aufeinander - diesmal allerdings an der Seite ihrer Doppelpartner Benedikt Duda und Kristian Karlsson. Im ersten Satz führte das eingespielte Duo aus Deutschland über weite Strecken, ließ ihn sich trotz Satzballs bei 10:9 aber noch abjagen. Zwar holten Duda/Qiu danach den Ausgleich, den entscheidenden achten Punkt für Deutschland machten sie aber nicht. Dafür rissen Källberg/Karlsson die Arme in die Höhe. 7:5 - und die Entscheidung sollte zwischen Winter/Nina Mittelham und Bergström/Källberg fallen. Auch wenn die Schwedinnen sich nach Kräften bemühten, ließ das deutsche Duo keinen weiteren verlorenen Satz zu. Mit 12:10 sicherten sie Deutschland den 8:5-Sieg und Tabellenplatz drei im ersten Durchgang.
Knappe Kiste zwischen Korea und Frankreich
Ein weiteres spannendes Match lieferten sich Südkorea und Frankreich, die sich mit 8:7 trennten. Die Asiaten profitierten vor allem von einem 3:0-Sieg von Lee Eunhye im Damen-Einzel, die Europäer von einem 3:0-Sieg durch die Lebrun-Brüder im Herren-Doppel. Am Ende fiel die Entscheidung im Damen-Doppel, das Kim Nayeong/Choi Hyojoo mit 2:1 gewannen und damit Korea den hauchdünnen Sieg bescherten. China und Japan wurden ihrer Favoritenrolle dagegen deutlich gerecht. Die Titelverteidiger und Gastgeber ließen gegen Kroatien nicht einen Satz liegen, die Japaner gewannen gegen Hongkong mit 8:2. Japan und Kroatien werden am Donnerstag Deutschlands nächste Gegner sein. Ziel ist es, am Ende der zweiten Turnierphase unter den besten vier Mannschaften zu sein, um sich für das Halbfinale zu qualifizieren
Die Spiele in der zweiten Turnierphase
Deutschland - Schweden 8:5
Annett Kaufmann/Patrick Franziska - Christina Källberg/Kristian Karlsson 2:1 (-18,8,4)
Sabine Winter - Linda Bergström 1:2 (-11,8,-14)
Dang Qiu - Anton Källberg 3:0 (9,9,16)
Benedikt Duda/Dang Qiu - Anton Källberg/Kristian Karlsson 1:2 (-10,8,-10)
Sabine Winter/Nina Mittelham - Linda Bergström/Christina Källberg 1:0 (10)
Japan - Hongkong 8:2
Sora Matsushima/Satsuki Odo - Wong Chun Ting/Doo Hoi Kem 2:1 (-11,5,16)
Miwa Harimoto - Zhu Chengzhu 2:1 (-13,7,8)
Tomokazu Harimoto - Lam Siu Hang 3:0 (6,4,3)
Miwa Harimoto/Hina Hayata - Zhu Chengzhu/Ng Wing Lam 1:0 (7)
China - Kroatien 8:0
Wang Chuqin/Sun Yingsha - Ivor Ban/Hana Arapovic 3:0 (6,5,5)
Kuai Man - Ivana Malobabic 3:0 (2,5,5)
Lin Shidong - Tomislav Pucar 2:0 (12,4)
Südkorea - Frankreich 8:7
Kim Nayeong/Park Ganghyeon - Felix Lebrun/Prithika Pavade 2:1 (-12,5,5)
Lee Eunhye - Jia Nan Yuan 3:0 (4,5,10)
Jang Woojin - Alexis Lebrun 1:2 (-3,-10,9)
Park Ganghyeon/Oh Junsung - Felix Lebrun/Alexis Lebrun 0:3 (-7,-8,-5)
Kim Nayeong/Choi Hyojoo - Jia Nan Yuan/Prithika Pavade 2:1 (-8,3,9)
Deutschland - Japan, Donnerstag 5 Uhr
Deutschland - Kroatien, Donnerstag 12 Uhr
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