WM: DTTB-Damen verlieren Gruppenfinale gegen Japan

    Nach zwei Erfolgen am ersten Vorrundentag musste das deutsche Damenteam am Sonntag seine erste Niederlage bei der WM in London hinnehmen. Gegen Japan reichte es nur zu einem 1:3.

    Diesmal half auch nicht die Anfeuerung der deutschen Bank (©ITTF)

    Die deutschen Damen stehen am Ende der Gruppenphase 1A auf dem zweiten Platz der Gruppe 2. Das ist das Ergebnis des letzten Vorrundenmatches zwischen Deutschland und Japan am Sonntag. Nachdem beide Mannschaften am ersten Vorrundentag jeweils ihre Matches gegen England und Frankreich gewonnen hatten, ging es nun um den Gruppensieg. Japan stellte Honoka Hashimoto auf Position zwei, so dass die Abwehrspielerin gegen Sabine Winter den Anfang machte. Es war die erste Begegnung zwischen den beiden Athletinnen und diese entwickelte sich prompt zum Kopf-an-Kopf-Rennen. Hashimoto erwischte den besseren Start und holte sich den ersten Satz, auch wenn Winter noch einmal gefährlich nah herankam. Die deutsche Nummer eins egalisierte die 1:0-Führung - und wenig später auch das 2:1. So ging es in den fünften Satz, den Winter schließlich mit 11:8 für sich entschied.

    Keine Wiederholung des Olympia-Triumphs

    Danach trafen Annett Kaufmann und Miwa Harimoto aufeinander, deren Duell bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris noch den meisten Fans in Erinnerung sein dürfte. Nach diesem 3:0-Sieg für Kaufmann waren sich die beiden jedoch beim ITTF Mixed Team World Cup voriges Jahr begegnet - und da hatte die Japanerin die Nase klar mit 3:0 vorne. In London begann Harimoto, die aktuell auf Platz fünf der Weltrangliste geführt wird, das Spiel erneut in starker Manier und sicherte sich den ersten Satz deutlich mit 11:4. Kaufmanns beste Chance auf einen Satzgewinn verpasste sie im zweiten Durchgang, der erst in der Verlängerung verloren ging. Wenig später hatten die Japanerinnen den Ausgleich in der Tasche.

    Ying Han ging als nächstes gegen Hina Hayata an den Tisch, gegen die sie bislang noch nie gewonnen hat. Auch in London sollte sie nicht ihre Premiere feiern. Zwar glich die Abwehrspielerin den ersten Vorstoß der Japanerin zum 1:1 aus, danach musste sie Hayata jedoch ziehen lassen. Japan hatte den Gruppensieg damit vor dem Duell der beiden Spitzenspielerinnen Winter und Harimoto bereits vor Augen. Auch in dieser Begegnung war die Japanerin klar favorisiert: Winter hatte - auch mit neuem Material - noch nie gegen die 17-Jährige gewinnen können. Und so stürmte Harimoto auch diesmal schnell auf 2:0 davon. Zwar konnte Winter noch einmal verkürzen, den 3:1-Sieg der Japanerin aber nicht mehr verhindern. "Japan ist sehr stark und zusammen mit China die beste Mannschaft bei dieser WM", sagte Bundestrainerin Tamara Boros. "Wir haben gut gekämpft und unser Bestes gegeben, aber sie waren einfach besser. Die Vorbereitung auf das richtige Turnier beginnt mit der Auslosung heute Abend, wenn wir wissen, wer unsere Gegnerinnen in der Hauptrunde sind. Wir sind bereit, egal wer kommt."

    Favoriten China und Japan Gruppensieger

    Damit schließt Favorit Japan wie erwartet die Gruppe 2 auf dem ersten Platz ab und wird den Chinesinnen, die Gruppe 1 gewinnen konnten, bis zum Finale aus dem Weg gehen können. Deutschland darf sich als Zweitplatzierter jedoch über die nächstbeste Setzposition freuen. In Gruppe 1 spielen Taiwan und Rumänien am Abend noch den zweiten Gruppenplatz hinter China aus. Südkorea steht bereits als Gruppenletzter fest.

    Die Spiele am Sonntag

    Damen

    Deutschland - Japan 1:3
    Sabine Winter - Honoka Hashimoto 3:2 (-9,6,-8,8,8)
    Annett Kaufmann - Miwa Harimoto 0:3 (-4,-10,-7)
    Ying Han - Hina Hayata 1:3 (-4,8,-6,-5)
    Sabine Winter - Miwa Harimoto 1:3 (-6,-4,7,-7)

    Frankreich - England 3:0
    China - Südkorea 3:0
    Taiwan - Rumänien, 18 Uhr

    Alle Ergebnisse kann man auf der Turnierseite abrufen.

    Alle Spiele der deutschen Mannschaften sowie die Begegnungen an Tisch 1 sind live und auf Abruf bei Dyn zu sehen.

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