Weltrangliste: Wang Manyu zum ersten Mal auf dem Thron

Zum ersten Mal in ihrer Karriere hat es die Chinesin Wang Manyu auf den ersten Weltranglistenplatz der Damen geschafft. Bei den Herren änderte sich in dieser Woche kaum etwas.

Es gab eine Ablösung an der Spitze: Seit dem 18. Juli 2022 hatte es keine einzige Spielerin mehr geschafft, die Chinesin Sun Yingsha vom Thron der Weltrangliste zu stoßen. Suns 217-Wochen-Serie ist nun gerissen – Wang Manyu, für rund 100 Wochen hinter Sun auf Weltranglistenplatz zwei, nimmt nun den Spitzenplatz vor ihrer Landsfrau ein.
Die 27 Jahre alte Wang Manyu, Weltmeisterin von 2021, hatte zuletzt das Europe Smash in Malmö gewonnen – und in den vergangenen Turnieren davon profitiert, dass Sun Yingsha seit ihrem Erfolg beim US Smash im Juli zuletzt nicht mehr international in Erscheinung trat. Weil einige von Suns Weltranglistenpunkte standardmäßig nach einem Jahr abliefen, trat Wang nun aus Suns Schatten. Zum ersten Mal in ihrer Laufbahn ist Wang Manyu die Nummer eins.
Damit endete eine lange unangefochtene Serie. Vor Sun Yingsha hatte laut WTT nur eine andere Spielerin für einen längeren Zeitraum den Nummer-1-Status inne – Zhang Yining, ebenfalls aus China, die von 2003 bis 2007 fünf Jahre lang ununterbrochen die Liste anführte.
Bei der Weltrangliste der Herren verbleibt der Chinese Wang Chuqin an der Spitze. Auch innerhalb der Top Ten blieb jeder Spieler an seiner Position.
Aus deutscher Sicht änderte sich kaum etwas am Ranking. Die beste deutsche Dame bleibt Sabine Winter als Weltranglisten-Neunte, auch Annett Kaufmann verweilt auf Platz 42. Die Viertelfinalistin des WTT Champions in Macau, Ying Han, kletterte um einen Platz auf Nummer 16. Nina Mittelham (29) und Xiaona Shan (67) rutschten jeweils um einen Platz nach unten.
Bei den Herren bleibt der beste Deutsche Dang Qiu (11). Dimitrij Ovtcharov (20) machte nach seiner Final-Teilnahme beim WTT Contender Panagyurishte drei Ränge gut, Patrick Franziska (23) verlor im Ranking jedoch fünf Plätze und verließ die Top 20. Benedikt Duda machte zwei Schritte zurück auf Nummer 37. Auch Wim Verdonschot (61) fiel um zwei Plätze zurück und wurde von Andre Bertelsmeier (59) überholt, der fünf Ränge aufstieg.
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