Weltrangliste: Qiu wieder bester Deutscher
Internationale Tischtennisturniere fanden in den vergangenen Wochen auf der höchsten Leistungsebene zwar nicht statt. Dennoch wurde das ITTF-Ranking zum Jahreswechsel ordentlich durcheinandergewirbelt. Der Grund dafür sind Turniere, die inzwischen so weit zurückliegen, dass sie für die Berechnung der Rangliste nicht mehr berücksichtigt werden. So musste sich etwa Dimitrij Ovtcharov aus den Top 10 verabschieden, während Dang Qiu wieder bester Deutscher ist.

Ende August 2022 hatte sich Dang Qiu zum ersten Mal an die Spitze der deutschen Mannschaft in der Weltrangliste gesetzt. Zu Beginn des Jahres 2023 überholte der Penholderspieler Dimitrij Ovtcharov nun wieder und übernahm als Nummer zehn der Welt erneut die Rolle des besten Deutschen. Der Grund dafür liegt nicht in herausragenden Leistungen in den vergangenen Wochen, sondern darin, dass einige schon länger zurückliegende Turniere nicht mehr berücksichtigt werden und viele Spieler damit Punkte verloren haben. In Ovtcharovs Fall sind das zum Beispiel das Contender-Turnier in Doha 2021 und die EM in Warschau, deren Auslaufen ihn insgesamt 750 Punkte kosteten. Damit verlor Ovtcharov zwei Plätze, verabschiedete sich aus den Top 10 und wird nun direkt hinter Qiu auf Rang elf geführt. Ähnliches gilt für Timo Boll: Er fiel drei Plätze nach hinten auf Rang 15 und ließ unter anderem Patrick Franziska (13.) an sich vorbei.
Profiteur der Verschiebungen waren an der Spitze des Klassements auch Ma Long und Wang Chuqin, die an Tomokazu Harimoto vorbeizogen und so mit Spitzenreiter Fan Zhendong wieder ein chinesisches Trio an der Spitze bilden. Aus deutscher Sicht konnten bei den Herren fast alle Spieler Sprünge nach vorne verzeichnen, neben Ovtcharov und Boll büßte einzig Ruwen Filus 15 Plätze ein und ist nun 35. der Welt. In den Top 100 werden aus dem deutschen Team aktuell ansonsten noch Benedikt Duda (31.), Kilian Ort (57.), Ricardo Walther (77.) und Fanbo Meng (90.) geführt.
Bei den Damen verweilten die besten deutschen Spielerinnen, Han Ying (10.) und Nina Mittelham (14.) auf ihren Plätzen, während es für Shan Xiaona (24.) vier Plätze nach hinten ging. Sabine Winter (46.) und Yuan Wan (86.) verbesserten sich leicht, während auch Annett Kaufmann (102.) nun kurz vor dem Eintritt in die Top 100 steht. Die erste Gelegenheit, im neuen Jahr Weltranglistenpunkte zu sammeln, ergibt sich nächste Woche beim WTT Contender in Durban, wo auch einige deutsche Spieler und Spielerinnen am Start sein werden.
(JS)
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