Viertelfinale! Schlagen DTTB-Herren Japan erneut?

    Die DTTB-Herren haben die Chance, bei der Team-WM in London eine Medaille zu gewinnen. Gegen Hongkong zogen sie souverän ins Viertelfinale ein, wo die Japaner warten, die sie in der Vorrunde schon einmal besiegt haben.

    Benedikt Duda sorgte erneut für den ersten Punkt - diesmal gegen Hongkongs Nummer eins Wong Chun Ting (©ITTF)

    Deutschlands Tischtennisherren sind bei der Team-WM in London noch einen Sieg von der ersehnten Medaille entfernt, die sie vor zwei Jahren in Busan verpasst hatten. Im Achtelfinale bezwangen Bundestrainer Jörg Roßkopfs Spieler Hongkong mit 3:0 und stehen damit unter den acht besten Mannschaften des Wettbewerbs. Doch auch wenn am Ende ein deutlicher Sieg auf der Anzeigetafel stand, war es durchaus ein hartes Stück Arbeit, bis Patrick Franziska die Faust zum finalen Erfolg ballte. Die härteste Nuss hatte dabei gleich zu Beginn Benedikt Duda geknackt, der sich als Auftaktspieler in den vergangenen Tagen bereits bewährt hatte, aber nicht unbedingt damit gerechnet hatte, direkt im ersten Einzel auf Hongkongs gefährlichsten Mann, Wong Chun Ting, zu treffen. „Dass sie getauscht haben, hat mich schon ein bisschen überrascht“, verriet der Bergneustädter. „Aber ich war auf Wong und Chan gut vorbereitet und bin darum souverän ins Spiel gegangen.“ Die beiden hatten vorab ein ausgeglichenes Head-To-Head-Verhältnis. Duda ließ jedoch, auch wenn der zweite Satz verloren ging, nicht die Sorge aufkommen, in Bedrängnis zu geraten. Mit 3:1 sicherte er dem deutschen Team die wichtige 1:0-Führung.

    Doch Hongkong sei keine One-Man-Show mehr, hatte Bundestrainer Jörg Roßkopf nach dem gestrigen Einzug seines Teams ins Achtelfinale gewarnt. Dang Qiu konnte trotzdem mit einem positiven Gefühl in sein Match gegen Chan Baldwin gehen, hatte er doch in seiner bislang einzigen Begegnung mit ihm - voriges Jahr ebenfalls in London - mit 3:1 gegen ihn gewonnen. Diesmal gab der deutsche Penholderspieler keinen Satz ab, auch wenn die drei Durchgänge durchaus umkämpft waren. Seine mentale Stärke demonstrierte Qiu vor allem im zweiten Satz. Hier hatte er schon mit 2:7 zurückgelegen, sich wieder herangekämpft, aber die erneute 10:7-Führung seines Gegners nicht verhindern können. Am Ende wehrte der Düsseldorfer TTBL-Spieler alle drei Satzbälle ab, verwandelte seinen ersten und tütete kurze Zeit später den 3:0-Sieg ein.

    „Selbstvertrauen, sie wieder zu schlagen“

    Auch Patrick Franziska hatte gegen Lam Siu Hang ein paar heikle Situationen zu bestehen, zum Beispiel den ersten Satz, der mit 10:12 verloren ging, oder den vierten, als Lam sich zwei Chancen auf eine Entscheidung im fünften Durchgang erspielt hatte. Franziska ließ sich jedoch nicht auf noch einen Satz ein und verwandelte seinen ersten Matchball, der sein Team ins Viertelfinale beförderte. „Das war kein einfaches Spiel. Ich habe heute zum ersten Mal gegen ihn gespielt, die Bälle kamen etwas langsamer, so dass ich anfangs viele erste Rückhandbälle über den Tisch gespielt habe“, erzählte Franziska. „Aber es gibt mir Selbstvertrauen, auch gegen etwas ekligere Spieler zu gewinnen.“

    Im Viertelfinale wartet nun kein Unbekannter: Gegen Japan hatten die deutschen Herren schon in der Vorrunde gespielt - und gewonnen. „Wir haben das Selbstvertrauen, sie wieder zu schlagen“, sagte Roßkopf. „Unser Spiel in der Vorrunde war herausragend, das müssen wir jetzt wieder abrufen, eventuell auch noch etwas mehr.“ Die Chance auf eine Medaille ist da - um 13:30 Uhr deutscher Zeit muss sie jetzt noch ergriffen werden.


    Das Spiel im Überblick

    Achtelfinale

    Deutschland - Hongkong 3:0
    Benedikt Duda - Wong Chun Ting 3:1 (7,-7,4,7)
    Dang Qiu - Chan Baldwin 3:0 (9,10,7)
    Patrick Franziska - Lam Siu Hang 3:1 (-10,9,5,11)

    Viertelfinale

    Deutschland - Japan, Donnerstag 13:30 Uhr

    Alle Ergebnisse kann man auf der Turnierseite abrufen.

    Alle Spiele der deutschen Mannschaften sowie die Begegnungen an Tisch 1 sind live und auf Abruf bei Dyn zu sehen.

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