TTBL: Überraschungsteam aus Bremen glänzt auch in Fulda

    Der SV Werder Bremen hat seine starke Hinrunde in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) fortgesetzt. Am Donnerstagabend setzten sich die Hanseaten beim TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell mit 3:1 durch.

    Irvian Bertrand und seine Bremer mischen weiter oben mit. (© Verein)

    Die Norddeutschen behaupteten damit ihren Platz in der Spitzengruppe. Vor gut gefüllten Rängen reichte Bremen eine konzentrierte Vorstellung, um zwei wichtige Punkte aus Osthessen mitzunehmen.

    Fulda erwischte zunächst keinen guten Start. Im Eröffnungseinzel musste sich Abwehrspieler Ruwen Filus dem Franzosen Irvin Bertrand nach vier Sätzen geschlagen geben. Nach verlorenem erstem Durchgang fand der Bremer im weiteren Verlauf besser in die Partie und brachte sein Team in Führung (11:6, 7:11, 7:11, 3:11). Für den direkten Ausgleich sorge kurze Zeit später Dimitrij Ovtcharov. Mit einem souveränen 3:0-Erfolg gegen Kirill Gerassimenko stellte der zweifache Einzel-Olympiamedaillengewinner den 1:1-Zwischenstand her.

    Falck stellt die Weichen

    Im dritten Einzel kippte das Match zugunsten der Gäste. Mattias Falck setzte sich in vier umkämpften Sätzen gegen Fanbo Meng durch und brachte Werder erneut in Führung. Damit lag der Druck wieder auf Fulda, das im vierten Spiel auf einen Punktgewinn angewiesen war. Doch auch im zweiten Einsatz blieb Filus ohne zählbaren Erfolg: Gegen Gerassimenko fand der Defensivspezialist kein Mittel, der Bremer entschied die Partie klar in drei Sätzen und machte den Auswärtssieg perfekt.

    „Wir wussten, dass es ein schweres Spiel in Fulda wird. Das Team ist sehr stark besetzt, auch wenn Kao gerade noch verletzt ist“, sagte Falck nach der Partie. „Nachdem wir mitbekommen haben, dass Groth auch nicht dabei ist, haben wir uns schon im Vorteil gesehen.“

    Werder festigt Platz in der Spitzengruppe

    Nach dem 3:1-Erfolg ist Bremen Punktgleich mit Tabellenführer Borussia Düsseldorf und bestätigt seine Rolle als Überraschungsteam der bisherigen Saison. Die nächste Aufgabe wartet für das Team aus dem hohen Norden bereits am Sonntag um 17.00 Uhr beim Post SV Mühlhausen. Fulda hingegen verpasste es, im engen Rennen um die Play-off-Plätze Boden gutzumachen. Für den TTC geht es am Montag 19 Uhr mit dem Auswärtsspiel beim TTC Zugbrücke Grenzau weiter.

    Der 10. Spieltag in der Übersicht:

    TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – SV Werder Bremen 1:3
    Ruwen Filus – Irvin Bertrand 1:3 (11:6, 7:11, 7:11, 3:11)
    Dimitrij Ovtcharov – Kirill Gerassimenko 3:0 (14:12, 11:8, 11:5)
    Fanbo Meng – Mattias Falck 1:3 (11:13, 11:7, 9:11, 8:11)
    Ruwen Filus – Kirill Gerassimenko 0:3 (8:11, 4:11, 9:11)

    TTC Schwalbe Bergneustadt – TSV Bad Königshofen 0:3 (zum Bericht)
    Benedikt Duda – Daniel Habesohn 1:3 (8:11, 11:6, 5:11, 10:12)
    Adrien Rassenfosse – Bastian Steger 1:3 (5:11, 11:8, 8:11, 4:11)
    Romain Ruiz – Filip Zeljko 2:3 (9:11, 6:11, 12:10, 11:3, 8:11)

    Borussia Dortmund – TTC OE Clarity-Telefonie Systeme Bad Homburg 3:1
    Anders Lind – Juan Perez 3:1 (11:7, 8:11, 11:3, 11:9)
    Cedric Nuytinck – Jo Yokotani 0:3 (9:11, 7:11, 6:11)
    Kristian Karlsson – Ivor Ban 3:1 (11:6, 9:11, 11:8, 11:7)
    Anders Lind – Jo Yokotani 3:1 (11:6, 11:8, 7:11, 11:3)

    1. FC Saarbrücken TT – TTF Liebherr Ochsenhausen 3:0 (zum Bericht)
    Darko Jorgic – Shunsuke Togami 3:2 (10:12, 1:11, 11:7, 11:9, 11:6)
    Fan Zhendong – Iulian Chirita 3:0 (11:9, 12:10, 11:2)
    Patrick Franziska – Andreas Levenko 3:0 (12:10, 11:5, 11:9)

    ASC Grünwettersbach – TTC Zugbrücke Grenzau 1:3 (zum Bericht)
    Hiroto Shinozuka – Luka Mladenovic 2:3 (9:11, 11:7, 13:11, 8:11, 4:11)
    Tiago Apolonia – Feng Yi-Hsin 3:0 (11:9, 16:14, 12:10)
    Tobias Hippler – Maciej Kubik 0:3 (7:11, 3:11, 7:11)
    Hiroto Shinozuka – Feng Yi-Hsin 2:3 (11:9, 8:11, 7:11, 11:8, 8:11)

    Borussia Düsseldorf – Post SV Mühlhausen 3:1 (zum Bericht)
    Dang Qiu – Ovidiu Ionescu 3:1 (11:6, 8:11, 11:8, 11:9)
    Borgar Haug – Steffen Mengel 0:3 (9:11, 9:11, 4:11)
    Anton Källberg – Marcos Freitas 3:0 (11:7, 11:9, 11:8)
    Dang Qiu – Steffen Mengel 3:2 (11:7, 11:3, 8:11, 4:11, 11:6)

    Shunsuke Togami bleibt ein Erfolgsgarant in Ochsenhausen. (© Bendel)

    Starker Togami verhilft Ochsenhausen zum Sieg gegen Grünwettersbach

    Die TTF Liebherr Ochsenhausen hat einen gelungenen Start in den 11. Spieltag der Tischtennis Bundesliga (TTBL) hingelegt. Mit einem 3:1-Heimsieg gegen den ASC Grünwettersbach bestätigte der Titelverteidiger seine Ambitionen in der Spitzengruppe der Liga. Matchwinner war einmal mehr Shunsuke Togami, der beide Einzel ohne Satzverlust gewann. Zum Auftakt ließ Togami gegen Tobias Hippler nichts anbrennen.

    Der Japaner dominierte das erste Einzel klar und brachte die Gastgeber mit einem souveränen 3:0 früh in Führung. Grünwettersbach fand im zweiten Match jedoch die passende Antwort: Hiroto Shinozuka, setzte sich in einem hart umkämpften Spiel mit 3:1 gegen den erst 17-jährigen Portugiesen Tiago Abiodun durch (8:11, 12:10, 8:11, 9:11).

    Chirita bringt Ochsenhausen wieder in Führung

    Für die Vorentscheidung des Abends sorgte anschließend Iulian Chirita. Der Rumäne zeigte sich in den entscheidenden Momenten den größeren Siegeswillen und gewann sein Einzel gegen Tiago Apolonia in drei engen Sätzen. Damit lag der Druck vor dem vierten Spiel wieder bei den Gästen.

    Im abschließenden Duell trafen mit Togami und Shinozuka zwei Nationalmannschaftskollegen aufeinander. Togami bestätigte dabei seine starke Form und entschied auch sein zweites Einzel des Tages in drei Sätzen für sich. Mit dem 3:0-Erfolg machte er den Heimsieg der Ochsenhausener perfekt und schraubt seine individuelle Einzelbilanz auf elf Siege bei nur einer knappen Niederlage gegen den noch ungeschlagenen Darko Jorgic.

    „Für Ochsenhausen war es heute ein verdienter Heimsieg. Shunsuke Togami ist als Spieler eine absolute Bank und das hat er heute eindrucksvoll unter Beweis gestellt“, sagte Grünwettersbachs Trainer Kilian Ort nach der Partie im Interview. Während Ochsenhausen die Punkte in eigener Halle behielt, blieb dem ASC Grünwettersbach trotz ordentlicher Gegenwehr nur der zwischenzeitliche Ausgleich. In der Tabelle konnten die Gäste damit keinen Boden gutmachen.

    Der 11. Spieltag in der Übersicht:

    TTF Liebherr Ochsenhausen – ASC Grünwettersbach 3:1
    Shunsuke Togami – Tobias Hippler 3:0 (11:4, 11:9 , 11:6)
    Tiago Abiodun – Hiroto Shinozuka 1:3 (8:11, 12:10, 8:11, 9:11)
    Iulian Chirita – Tiago Apolonia 3:0 (11:9, 11:9, 11:7)
    Shunsuke Togami – Hiroto Shinozuka (12:10, 11:7, 11:8)

    TSV Bad Königshofen – Borussia Dortmund, Samstag 15 Uhr
    TTC OE Clarity-Telefonie Systeme Bad Homburg – TTC Schwalbe Bergneustadt, Samstag 17.30 Uhr
    1. FC Saarbrücken TT – Borussia Düsseldorf, Sonntag 14 Uhr
    Post SV Mühlhausen – SV Werder Bremen, Sonntag 17 Uhr
    TTC Zugbrücke Grenzau – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell, Montag 19 Uhr

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