Titelverteidiger nach Doppel-Aufholjagd im Final Four
Mit einer spektakulären Aufholjagd im Schlussdoppel hat Ochsenhausen das Ticket für das Liebherr Pokal-Final Four gelöst. Gegen Mühlhausen setzten sich die TTF im Viertelfinale mit 3:2 durch.

Nach über dreieinhalb Stunden Nervenkitzel und hochklassigem Tischtennis durften Fans und Spieler der TTF Liebherr Ochsenhausen befreit jubeln. „Mit eurer Unterstützung konnten die Jungs bis zum Ende kämpfen“, bedankte sich TTF-Coach Bogdan Pugna bei den Anhängern in der Dr.-Hans-Liebherr-Sporthalle bei Dyn. „Es ist unglaublich, mit diesem Team dabei zu sein und unseren Titel verteidigen zu können“, fügte er mit Blick auf das Liebherr Pokal-Final Four am 4. Januar 2026 in Ulm/Neu-Ulm hinzu: „Ich bin sehr stolz auf die Jungs.“
Den Schlusspunkt setzte Tiago Abiodun, der den Entscheidungssatz des Doppels mit einem Vorhand-Winner beendete. Der 17-Jährige gewann an der Seite von Andreas Levenko (27) gegen das routinierte Post-Duo Ovidiu Ionescu (36)/Marcos Freitas (37) nach 0:2-Satzrückstand und mehreren abgewehrten Matchbällen. Im Einzel hatten beide zuvor das Nachsehen: Abiodun unterlag Kay Stumper, Levenko verlor gegen Freitas. Damit war es einmal mehr an Spitzenspieler Shunsuke Togami, im Einzel die Basis für den Erfolg zu legen.
Togami zweimal schwer gefordert
Der in dieser Spielzeit noch ungeschlagene Japaner wurde von Mühlhausens Akteuren auf Herz und Nieren geprüft. Sowohl Ionescu als auch Stumper stellten Togami vor knifflige Aufgaben, die er jeweils erst im Entscheidungssatz löste. Ionescu setzte mit variantenreichen, langen Aufschlägen Akzente, Stumper punktete mit präzisen Rückhand-Blocks. Togami hielt dem Ergebnisdruck stand und steht wettbewerbsübergreifend nun bei elf Siegen aus elf Spielen.
Bereits am Dienstag hatte der TTC OE Clarity-Telefonie Systeme Bad Homburg in einem 3:2-Krimi Rekordpokalsieger Borussia Düsseldorf bezwungen und damit zum zweiten Mal in Serie das Final-Four-Ticket gelöst. Die letzten beiden Startplätze werden am kommenden Montag vergeben, wenn Zweitligist SV Union Velbert den 1. FC Saarbrücken-TT empfängt (hier gibt's Freikarten) und der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell auf den TTC Zugbrücke Grenzau trifft.
Das Pokal-Viertelfinale in der Übersicht
TTC OE Clarity Telefonie-Systeme Bad Homburg – Borussia Düsseldorf 3:2 (zum Bericht)
Jo Yokotani – Anton Källberg 3:1 (11:8, 11:6, 6:11, 11:9)
Ivor Ban – Dang Qiu 3:2 (6:11, 11:7, 5:11, 10:12, 13:11)
Csaba Andras – Kanak Jha 1:3 (12:10, 8:11, 2:11, 4:11)
Jo Yokotani – Dang Qiu 1:3 (9:11, 12:10, 6:11, 12:14)
Ban/Andras – Källberg/Haug 3:1 (13:11, 11:4, 8:11, 11:5)
TTF Liebherr Ochsenhausen – Post SV Mühlhausen 3:2
Shunsuke Togami – Ovidiu Ionescu 3:2 (11:5, 8:11, 11:7, 5:11, 11:6)
Tiago Abiodun – Kay Stumper 0:3 (9:11, 5:11, 8:11)
Andreas Levenko – Marcos Freitas 0:3 (9:11, 5:11, 10:12)
Shunsuke Togami – Kay Stumper 3:2 (7:11, 15:13, 12:10, 8:11, 11:9)
Levenko/Abiodun – Ionescu/Freitas 3:2 (4:11, 9:11, 16:14, 13:11, 11:5)
SV Union Velbert – 1. FC Saarbrücken-TT, Montag 18:30 Uhr
TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – TTC Zugbrücke Grenzau, Montag 19 Uhr
(TTBL)
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