Pokal Grand Opening: Ochsenhausen scheitert nach Düsseldorf-Coup an Fulda

    Beim Leapmotor Pokal Grand Opening in Nürnberg ist Düsseldorf-Bezwinger Ochsenhausen gegen Fulda-Maberzell im Viertelfinale ausgeschieden. Mit Fulda, Bremen, Dortmund und Saarbrücken stehen die Teilnehmer des Liebherr Pokal Final4 fest.

    Ein turbulentes Pokal Grand Opening für Ochsenhausen: Erst schlugen die TTF den Titelanwärter Düsseldorf, unterlagen dann aber Fulda-Maberzell. (© Vinzenz Bendel)

    Das Pokalwochenende war ein Auf und Ab für die TTF Liebherr Ochsenhausen: Beim erstmals ausgetragenen Leapmotor Pokal Grand Opening in Nürnberg sorgte die TTF zunächst für eine Überraschung und bezwangen Borussia Düsseldorf um Superstar Fan Zhendong im Achtelfinale mit 3:1. Einen Tag später endete der Wettbewerb für Ochsenhausen aber schon.

    Im Viertelfinale gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell musste sich die Mannschaft nach einem erneut engen Duell mit 2:3 geschlagen geben. Damit verpassten die TTF erstmals seit vier Jahren die Qualifikation für das Liebherr Pokal Final-Four.

    Das Grand Opening in der Kia Metropol Arena war die Premiere des neuen Pokalformats. Am Samstag wurden alle Achtelfinals ausgetragen, am Sonntag folgten die Viertelfinals. Nach dem Achtelfinal-Sieg gegen die Borussia Düsseldorf, bei dem Ochsenhausens Spitzenspieler Shunsuke Togami überragt hatte, wartete mit dem TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell die nächste Aufgabe.

    Fulda war im Vergleich zum Achtelfinalerfolg gegen den Zweitligisten SV Union Velbert (3:1) mit einer veränderten Formation angetreten und setzte auf Ruwen Filus, Jonathan Groth und Dimitrij Ovtcharov. Bei den TTF rückte Tiago Abiodun für Darius Movileanu ins Team und ging an Position zwei an den Tisch.

    Knappe Niederlage für Ochsenhausen

    Wie schon am Vortag sorgte Togami für den ersten Punkt. Gegen Jonathan Groth setzte er sich mit 3:0 durch. Anschließend musste sich Abiodun dem erfahrenen Abwehrspieler Ruwen Filus mit 1:3 geschlagen geben.

    Im dritten Einzel brachte Dimitrij Ovtcharov Fulda erstmals in Führung. Iulian Chirita gewann zwar den ersten Satz gegen den deutschen Nationalspieler, anschließend übernahm Ovtcharov jedoch zunehmend die Kontrolle.

    Togami brachte die TTF mit einem weiteren 3:0 gegen Filus noch einmal zurück. Im Schlussdoppel lief für Chirita und Abiodun gegen Groth und Ovtcharov dann allerdings wenig zusammen. Mit 0:3 sicherte sich Fulda den entscheidenden Punkt und zog ins Halbfinale ein.

    „Wir sind hierhergekommen und wollten angesichts der starken Konkurrenz einfach schauen, was möglich ist“, resümierte Filus am Sonntagabend. „Wir haben alles reingegeben und um jeden Ball gekämpft. Jetzt sind wir sehr, sehr glücklich und stolz, dass wir erneut in das Final4 eingezogen sind.“

    TTF-Ochsenhausen Präsident Kristijan Pejinovic sprach nach dem Ausscheiden zunächst von einer bitteren Niederlage: „Sehr bitteres Ausscheiden, das schmerzt natürlich. Glückwunsch an Fulda, die heute cleverer und taktisch gut vorbereitet waren. Heute waren sie die bessere Mannschaft. Uns hat etwas die Spannung gefehlt, ausgenommen Togami, der noch dagegenhalten konnte. Der gestrige Tag hat viel Energie gekostet.“

    Hugo Calderano: „Das Final4 ist immer eine tolle Veranstaltung“

    Zum sechsten Mal in Folge ist der 1. FC Saarbrücken TT beim Liebherr Pokal Final4 dabei. Beim 3:1 gegen den Post SV Mühlhausen musste der Titelverteidiger und amtierende Triple-Sieger einen Schreckmoment verkraften: Mühlhausen führte mit 1:0, Ovidiu Ionescu im zweiten Einzel gegen Hugo Calderano mit 2:0 Sätzen und 7:3 Punkten. Die Thüringer träumten bereits von der Sensation. Diese aber blieb aus, Calderano biss sich ins Match und sorgte mit einem 3:2-Sieg für den 1:1-Ausgleich.

    Anschließend folgten Siege von Patrick Franziska und erneut Calderano. Im Achtelfinale war Saarbrücken am Vortag auf den TTC immoXone Bietigheim-Bissingen getroffen (3:0) und bescherte dem Drittligisten damit ein Saison-Highlight.

    Hugo Calderano gewann seine Einzel für Saarbrücken. (©: BeLa Sportfoto)

    „Es war wirklich nicht einfach“, atmete Calderano nach dem Halbfinal-Einzug auf. „Im zweiten Spiel musste ich kämpfen und mental stark bleiben – das ist mir zum Glück gelungen. Ich bin sehr froh, meine zwei Spiele gewonnen zu haben.“ Nun freut sich der World-Cup-Sieger auf das Liebherr Pokal Final4: „Das Final4 ist immer eine tolle Veranstaltung. Es macht viel Spaß, dort zu spielen. Die Halle ist super, die Fans sind super. Ich freue mich schon sehr darauf.“

    Dortmund steht erstmals im Liebherr Pokal Final4

    Im Halbfinale geht es für den FCS gegen Borussia Dortmund. Der BVB löste am Sonntag als erstes Team das Halbfinal-Ticket und sicherte sich damit erstmals in der Vereinsgeschichte die Teilnahme am Liebherr Pokal Final4. Kristian Karlsson, Anders Lind und Joao Geraldo gewannen ihre Matches jeweils mit 3:1 zum 3:0 gegen den TSV Bad Königshofen, anschließend wurde in der Jubel-Traube gefeiert.

    „Wir haben heute gezeigt, dass wir eine sehr starke Mannschaft haben“, sagte Geraldo anschließend. „Es macht sehr viel Freude, ein Teil dieses Teams zu sein. Ich glaube, gemeinsam können wir noch viel erreichen.“

    Mit einem 3:0 gegen den SV Union Velbert II sicherte sich der SV Werder Bremen die Rückkehr in das Liebherr Pokal Final4. 2025 waren die Hanseaten im Halbfinale gegen Saarbrücken (1:3) ausgeschieden, dieses Mal geht es in der ratiopharm arena gegen Fulda. Drittligist Velbert II wehrte sich gegen den TTBL-Tabellenfünften nach Kräften.

    Anton Limonov hatte bei 2:1 Sätzen die Führung für Velbert II auf dem Schläger, lag gegen Marcelo Aguirre erst 6:1, dann 7:4 und später 10:8 vorne. Aguirre drehte jedoch das Match und gewann 3:2, ehe es seine Teamkollegen Kirill Gerassimenko und Mattias Karlsson bei ihren 3:0-Siegen deutlich weniger spannend machten. „Unsere Gegner hatten nichts zu verlieren. Ich finde, sie haben heute sehr, sehr gut gespielt“, gab es anschließend ein Lob von Gerassimenko für Velbert II.

    Das Liebherr Pokal Final4 wird Anfang Januar 2027 in der ratiopharm arena Ulm/Neu-Ulm ausgetragen. Tickets sind laut der TTBL bald verfügbar.

    (TTBL, TTF Liebherr Ochsenhausen, myTT)

    Das Leapmotor Pokal Grand Opening in der Übersicht:

    Viertelfinale

    Post SV Mühlhausen – 1. FC Saarbrücken TT 1:3
    Kay Stumper – Alvaro Robles 3:1 (11:9, 13:11, 9:11, 12:10)
    Ovidiu Ionescu – Hugo Calderano 2:3 (11:9, 11:4, 9:11, 5:11, 7:11)
    Marcos Freitas – Patrick Franziska 0:3 (5:11, 5:11, 7:11)
    Kay Stumper – Hugo Calderano 1:3 (11:8, 8:11, 5:11, 6:11)

    TSV Bad Königshofen – Borussia Dortmund 0:3
    Bastian Steger – Kristian Karlsson 1:3 (7:11, 11:8, 3:11, 9:11)
    Daniel Habesohn – Anders Lind 1:3 (11:9, 6:11, 10:12, 6:11)
    Andre Bertelsmeier – Joao Geraldo 1:3 (5:11, 11:2, 10:12, 9:11)

    TTF Liebherr Ochsenhausen – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 2:3
    Shunsuke Togami – Jonathan Groth 3:0 (11:5, 12:10, 12:10)
    Tiago Abiodun – Ruwen Filus 1:3 (10:12, 11:9, 7:11, 4:11)
    Iulian Chirita – Dimitrij Ovtcharov 1:3 (11:7, 8:11, 3:11, 8:11)
    Shunsuke Togami – Ruwen Filus 3:0 (11:5, 12:10, 11:4)
    Iulian Chirita/Tiago Abiodun – Jonathan Groth/Dimitrij Ovtcharov 0:3 (7:11, 8:11, 6:11)

    SV Union Velbert II – SV Werder Bremen 0:3
    Anton Limonov – Marcelo Aguirre 2:3 (5:11, 11:5, 12:10, 11:13, 7:11)
    Karl Walter – Kirill Gerassimenko 0:3 (7:11, 4:11, 8:11)
    Noah Hersel – Mattias Karlsson 0:3 (9:11, 9:11, 10:12)

    Achtelfinale

    Zum Bericht der Achtelfinal-Spiele.

    3 Kommentare

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