Para Challenger Podgorica: DBS-Team holt 13 Medaillen

    Eine Menge freudestrahlender Gesichter in Podgorica: Das deutsche Team hat beim ITTF Para Challenger in Montenegro 13 Medaillen gewonnen. Sandra Mikolaschek und Jana Spegel holten zweimal Gold.

    Die deutschen Medaillengewinner in Podgorica. Vorne v.l.: Thomas Schmidberger, Valentin Baus, Sandra Mikolaschek, Kyra Liepach, Jana Spegel; hinten v.l.: Mio Wagner, Stephanie Grebe, Nina Reck, Marlene Reeg, Juliane Wolf (©DBS)

    „Hier war das Team der Star“, lautete die Einschätzung von Hannes Doesseler, Bundesstützpunktleiter für Para-Tischtennis in Düsseldorf. 14 seiner Schützlinge waren zum ITTF World Para Challenger Podgorica gefahren und konnten insgesamt 13 Medaillen gewinnen. Ein wahrlich fulminanter Mannschaftserfolg, der auf vielen Schultern ruhte. Paralympicssiegerin Sandra Mikolaschek und Jana Spegel stachen dabei mit jeweils zwei Goldmedaillen heraus. Im Einzel zog Mikolaschek ohne Satzverlust im Viertel- und Halbfinale ins Endspiel der Wettkampfklasse 4-5 ein, wo sie die Koreanerin Jung Young A mit 3:1 besiegte und sich den Titel holte. Bis zur Vorschlussrunde an ihrer Seite war Kyra Liepach, die sich hier besagter Koreanerin beugen musste, aber über Bronze freuen durfte. Im Doppelfinale traf Mikolaschek gemeinsam mit Jana Spegel erneut auf Jung - diesmal an der Seite von Kang Oejeong. Ein 1:2-Rückstand wurde umgekehrt und in einen 3:2-Sieg verwandelt: Damit hatte Mikolaschek schon den zweiten Titel gewonnen.

    Aber auch für Spegel war dies nicht die erste Goldmedaille. In der Mixed-Doppel-Klasse XD 4, die im Gruppenmodus ausgetragen wurde, hatte sie gemeinsam mit dem Ukrainer Oleksandr Yezyk alle drei Matches gewonnen und sich so den Titel gesichert. Im Einzel erreichte sie in der Wettkampfklasse 1-2 den dritten Platz - genau wie Stephanie Grebe (WK 6), Nina Reck, Juliane Wolf (beide WK 8) und Marlene Reeg (WK 10). Dem Finale am nächsten war dabei Wolf, die gegen Elena Litvinenko schon auf der Gewinnerstraße war, es nach 2:0-Führung aber verpasste, den Sack zuzumachen, und am Ende noch überholt wurde.

    Erfolgsduo Schmidberger/Baus erneut erfolgreich

    Auch bei den Herren gab es eine Menge zu feiern. Thomas Schmidberger und Valentin Baus durften sich etwa jeweils über Gold und Silber freuen, als sie zunächst ihre Einzelkonkurrenzen gewannen und dann gemeinsam im Doppel angriffen. In der Wettkampfklasse 3 hatte Schmidberger im Viertelfinale noch mit dem Spanier Eder Rodriguez zu kämpfen. Nach diesem 3:2-Sieg steuerte er aber ohne weiteren Satzverlust gegen Maciej Nalepka und Vasyl Petruniv zum Titel. Baus zog mit zwei 3:0-Siegen gegen Park Jae Hyeon und Cheng Ming Chih ins Finale ein, um dort den Norweger Tommy Urhaug mit 3:1 in Schach zu halten. Im Doppel scheiterten sie im Endspiel an den Serben Mladen Ciric/Mitar Palikuca, nachdem sie bereits mit 2:0 geführt hatten. Silber war ihnen nichtsdestotrotz sicher.

    Eine weitere Einzelmedaille sicherte sich Mio Wagner in der Wettkampfklasse 10. Gegen Ivan Karpov  war er mit einem 3:1 ins Halbfinale eingezogen. Den Schritt ins Endspiel wusste dann aber Filip Radovic zu verhindern. Björn Schnake (WK 7) und Benedikt Müller (WK 6) verpassten das Siegertreppchen knapp und schieden jeweils im Viertelfinale aus. Für Schnake, Wagner und andere geht es nun direkt weiter nach Slowenien, wo vom 5. bis 9. Mai das Para Challenger Lasko stattfindet.


    Die Spiele der Deutschen (ab Viertelfinale)

    Herren-Einzel MS 3

    Viertelfinale
    Thomas Schmidberger - Eder Rodriguez ESP 3:2 (-8,4,8,-11,9)

    Halbfinale
    Thomas Schmidberger - Maciej Nalepka POL 3:0 (3,8,6)

    Finale
    Thomas Schmidberger - Vasyl Petruniv UKR 3:0 (3,5,6)

    Herren-Einzel MS 4-5

    Viertelfinale
    Valentin Baus - Park Jae Hyeon KOR 3:0 (4,9,8)

    Halbfinale
    Valentin Baus - Cheng Ming Chih TPE 3:0 (7,6,10)

    Finale
    Valentin Baus - Tommy Urhaug NOR 3:1 (6,4,-5,8)

    Herren-Einzel MS 6

    Viertelfinale
    Benedikt Müller - Bobi Simion ROU 0:3 ( -9,-8,-5)

    Herren-Einzel MS 7

    Viertelfinale
    Björn Schnake - Maksim Nazarkin AIN 1:3 (-9,-8,7,-7)

    Herren-Einzel MS 10

    Viertelfinale
    Mio Wagner - Ivan Karpov AIN 3:1 (9,6,-7,6)

    Halbfinale
    Mio Wagner - Filip Radovic MNE 1:3 (-5,9,-3,-8)

    Damen-Einzel WS 1-2

    Halbfinale
    Jana Spegel - Giada Rossi ITA 0:3 (-2,-3,-4)

    Damen-Einzel WS 4-5

    Viertelfinale
    Sandra Mikolaschek - Lin Yen Ying TPE 3:0 (4,2,4)
    Kyra Liepach - Vijaya Deepika Gangapatnam IND 3:0 (5,13,5)

    Halbfinale
    Sandra Mikolaschek - Kang Oejeong KOR 3:0 (11,5,4)
    Kyra Liepach - Jung Young A KOR 0:3 (-7,-11,-8)

    Finale
    Sandra Mikolaschek - Jung Young A KOR 3:1 (7,7,-9,6)

    Damen-Einzel WS 6

    Viertelfinale
    Stephanie Grebe - Cajsa Stadler SWE 3:0 (5,5,7)

    Halbfinale
    Stephanie Grebe - Maliak Alieva AIN 0:3 (-9,-7,-9)

    Damen-Einzel WS 8

    Viertelfinale
    Nina Reck - Elena Elli ITA 3:2 (5,-10,-9,3,7)
    Juliane Wolf - Magdalena Sutkowska Pawlasek POL 3:1 (4,-13,6,5)

    Halbfinale
    Nina Reck - Frederique van Hoof NED 0:3 (-13,-8,-6)
    Juliane Wolf - Elena Litvinenko AIN 2:3 (8,3,-10,-8,-5)

    Damen-Einzel WS 10

    Halbfinale
    Marlene Reeg - Anastasia Kostenevich AIN 1:3 (6,-7,-9,-5)

    Herren-Doppel MD 8

    Viertelfinale
    Valentin Baus/Thomas Schmidberger - Park Jae Hyeon KOR/Petr Svatos CZE 3:1 (-6,5,6,9)

    Halbfinale
    Valentin Baus/Thomas Schmidberger - Miguel Angel Toledo/Eder Rodriguez ESP 3:0 (5,10,7)

    Finale
    Valentin Baus/Thomas Schmidberger - Mladen Ciric/Mitar Palikuca SRB 2:3 (10,5,-7,-5,-7)

    Damen-Doppel WD 5-10

    Halbfinale
    Sandra Mikolaschek/Jana Spegel - Sonalben Patel/Vijaya Deepika Gangapatnam IND 3:0 (3,16,7)

    Finale
    Sandra Mikolaschek/Jana Spegel - Jung Young A/Kang Oejeong KOR 3:2 (4,-3,-9,8,4)

    Alle Spiele und Ergebnisse findet ihr auf der Turnierwebseite.

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