Karriereende! Warum „Hongi“ Gotsch im Januar Schluss macht

    Eine Ära geht zu Ende. Qianhong „Hongi“ Gotsch wird im Januar ihre außergewöhnliche Laufbahn beenden. Nach über drei Jahrzehnten beginnt für die 57-Jährige ein neues Kapitel. Das sind die Gründe für ihr baldiges Aus.

    Gotsch (r.) im Kolbermoor-Trikot neben ihren alten Weggefährtinnen Krisztina Toth und Kristin Lang. (© Verein)

    Tischtennis-Ikone Qianhong „Hongi“ Gotsch wird ihre aktive Laufbahn schon bald beenden. Die 57-Jährige, die seit der vergangenen Saison für den SV DJK Kolbermoor in der Bundesliga spielte, muss aus gesundheitlichen Gründen aufhören. Nach anhaltender Kraftlosigkeit und Problemen mit der Feinmotorik wurde im September eine Blutgefäßerkrankung im Gehirn diagnostiziert. Auf ärztliches Anraten sei der Leistungssport für sie zu riskant.

    „Natürlich hätte ich mir das Karriereende etwas anders vorgestellt“, sagte Gotsch dem DTTB. Gleichzeitig sei es aber auch erleichternd, dass der permanente Leistungsdruck, sich immer wieder auf höchstem Niveau beweisen zu müssen, nun von ihr abfällt.

    Einzel-Europameisterin im Jahr 2000

    Gotsch kam 1991 aus China nach Deutschland und prägte über Jahrzehnte die Bundesliga – vor allem im Trikot der SV Böblingen. Insgesamt gewann sie in der Liga 684 Einzel und ist eine der erfolgreichsten Spielerinnen der deutschen Tischtennisgeschichte. Zu ihren größten Erfolgen zählen der Gewinn der Einzel-Europameisterschaft 2000 in Bremen, Platz fünf bei den Olympischen Spielen in Sydney sowie Rang vier in der Weltrangliste.

    Auch nach dem Abschied vom Leistungssport bleibt die Abwehrspezialistin dem Tischtennis verbunden. Sie möchte als Trainerin ihr Wissen weitergeben. Eine Rückkehr als Spielerin in unteren Ligen schließt sie aus. Offiziell verabschiedet wird Gotsch bei den Deutschen Pokalmeisterschaften am 10./11. Januar 2026 in Kolbermoor.

    Im DTTB-Artikel von Thomas Holzapfel wird noch einmal ausführlich auf die eindrucksvolle Laufbahn der Bundesligaspielerin zurückgeblickt.

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